Ketten auf dem Industriegelände

Vergangene Woche habe ich mir mal wieder ein neues Spielzeug gegönnt und wie dem so ist, muss man neue Spielzeuge gleich ausprobieren. Lange habe ich mir überlegt, ob ich mir das neue Objektiv kaufen soll oder nicht. Letzte Woche habe ich dann zugeschlagen, als ich auf ein super Gebrauchtangebot gestoßen bin. Und seit dem bin ich im Besitz des Nikon AF-S 24-70mm 1:2,8G.

Zu dem Objektiv möchte ich jetzt noch keine Worte verlieren, denn zuerst muss es getestet werden. Eines habe ich aber bereits festgestellt. Es ist schwerer als gedacht, aber fühlt sich dennoch klasse an :-) Mal schauen, ob ich mit dem Objektiv glücklich werde, oder ob es bald wieder auf dem Gebrauchtmarkt landet. Naja egal…. Jetzt zum eigentlichen Thema des Posts.

Schon seit längerem wollte ich euch mal wieder ein Vorher/Nachher Bild präsentieren, aber es ist mir immer erst eingefallen, nachdem ich das Bild schon veröffentlicht hatte. Diesesmal habe ich aber dran gedacht! Das Bild entstand am Samstag während eines kleinen Spaziergangs um meinen Heimatort Hondingen. Es war sonniges Wetter und ich hoffte, dass sich auf dem Industriegelände ein schönes Motiv finden würde. Und promt war dem auch so:

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Wie ihr an dem Bild schon sehen könnt, ist vieles bearbeitet worden. Ich selbst war mir lange nicht sicher, ob es nicht doch zuviel bearbeitet ist, aber ich finde gerade solche Industriebilder sollten eine entsprechende Bearbeitung erhalten. Das Ausgangsbild dazu sah folgendermaßen aus:

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Der erste Schritt bei der Bearbeitung war in Lightroom. Hier habe ich ein paar Presets ausprobiert und letztendlich bin ich bei “Hawaii Five-O” von Matt Kloskowski hängen geblieben. Es bildete die Grundlage für die weitere Bearbeitung, welche überwiegend in Lightroom stattfand. Dort wurde die Helligkeit ein wenig erhöht und die Vignette zurückgedreht. In Photoshop habe ich dann lediglich noch ein bisschen mit der Tonwertkorrektur gespielt, was aber keine größeren Auswirkungen auf das Bild hatte.

Wie gefällt euch die Bearbeitung? Benutzt ihr auch Presets und wenn ja, wo bezieht ihr diese? Oder bastelt ihr euch selbst welche?

Tilt-Shift-Video des Skigebiets Whistler Blackcomb

Heute habe ich mal wieder etwas leckeres in meinem Feedreader gefunden und ich möchte es euch nicht vorenthalten. Wie heißt es so schön: “Spread the word” und das tue ich hiermit!

Die Kollegen von Detailverliebt haben ein grandioses Tilt-Shift-Video im Netz gefunden, welches sehr zur Jahreszeit passt. Ihr wisst, dass mir Tilt-Shift-Videos sehr gefallen (siehe hier oder hier) und somit ist das einfach ein Must-Have-Post hier :-) Naja wie auch immer. Hier ist das Video:

Video auf Vimeo anschauen

Das Video wurde in Whistler Blackcomb, Vancouver gedreht. Ein Skigebiet, welches ich nach diesem Video gerne mal besuchen würde. Als ich mir das Video so angeschaut habe, habe ich sofort Lust auf Snowboarden bekommen. Ich war letzten Winter überhaupt nicht und diesen Winter hatte ich bis jetzt noch keine Zeit oder das Wetter war mir zu mies. Nach dem Video will ich jetzt aber unbedingt dieses Jahr noch ein paar mal Snowboarden gehen und ich fände es klasse, wenn ich mal mit so einer Schneeraupe fahren dürfte :-)

Foto der Woche: Orangendessert

Dieses Mal ist das Foto der Woche schon sehr früh entstanden. Ich hatte heute Abend einfach Lust auf Fotografieren und eine entsprechende Idee kam mir auch gleich in den Sinn. Ich esse fast jeden Abend ein leckeres Orangendessert mit Blutorangen aus Marokko. Jeden Abend nehm ich es zu mir, aber ich kam noch nie auf die Idee mal ein Foto davon zu machen. Da ich zur Zeit gerne mit Obst hantiere, konnte ich es nicht lassen, ein Bild von den Orangen zu machen.

Orangendessert

Wie ihr wahrscheinlich erkennen könnt, sind das im Bild nicht ganz die natürlichen Farben des Ausgangsbildes. Diese habe ich nachträglich in Lightroom und Photoshop angepasst, bis mir das Bild zugesagt hat.

Das Bild selbst enstand mit der D90 und dem 35mm f/1.8, sowie zwei SB-600. Der eine war bei den Orangen platziert und feuerte gegen eine weiße Wand, der andere war in einem Regal positioniert und blitzte gegen die Decke. Der Deckenblitz war vor allem für den Hintergrund bzw. die gleichmäßige Ausleuchtung zuständig. Der vordere SB-600 war hauptsächlich für die Ausleuchtung des Motivs zuständig.

Was sagt ihr zu meinem Foto der Woche? Zuviel Bearbeitung? Langweiliges Motiv? Lasst es mich wissen!

Erfahrungsbericht: Tokina 100 mm Makro

Schon seit langem habe ich mir vorgenommen, einen kleinen Erfahrungsbericht zum Tokina 100 mm Makro zu schreiben. Irgendwie kam aber immer etwas dazwischen oder ich konnte mich nicht so richtig motivieren. Nachdem ich vergangene Woche dann jedoch das Bild “Squeeze the lime” aufgenommen hatte, habe ich die Motivation wieder gefunden, doch noch ein paar Worte zu dem Tokina 100 mm zu verlieren.

Wie kam ich zum Tokina 100 mm?

Als ich mir die Nikon D90 kaufte, war meine Absicht, Landschaftsbilder aufzunehmen. Ich war schon seit meinen ersten Fotos von Landschaften begeistert und wollte die Erfahrungen mit meiner Fuji F100fd nun mit einer DSLR vertiefen. Nach kurzer Zeit jedoch kaufte ich mir noch ein lichtstarkes 50 mm dazu, welches ich fortan überwiegend im Einsatz hatte. Das Spiel mit der Schärfentiefe fand ich faszinierend und so erwischte ich mich auch immer mehr beim Durchstöbern von Fotostreams, die genau dieses Spiel widerspiegelten.

Nachdem ich längere Zeit mit dem 50 mm gespielt habe, wollte ich etwas anderes machen. Ich war fasziniert von der Makrofotografie, konnte diese aber mit meinem bisherigen Objektivpark nicht umsetzen, da der Abbildungsmaßstab einfach nicht gepasst hat. Mein Ziel war es, eine kleine Spinne 1:1 auf meinen Sensor gebannt zu bekommen. So machte ich mich also auf die Suche nach einem Makroobjektiv.

Blüte im Stadtpark Donaueschingen

Nach längerem stöbern in Foren und Blogs war mir klar, dass ich mich noch nicht so stark spezialisieren möchte, sondern eher ein Allround-Makro haben wollte. Dabei ist vor allem die Brennweite zwischen 90-105 mm sehr oft genannt worden, weshalb ich mir dann ein paar Kandidaten ausgesucht habe: Tamron 90 mm, Nikon 105 mm, Tokina 100 mm und Sigma 105mm

Im Prinzip kann man mit keinem der Kandidaten etwas falsch machen. Die Abbildungsleistung ist durchweg auf sehr hohem Niveau, was sich natürlich auch im Preis zeigt. Das Nikon war deshalb sofort ausgeschieden, da es deutlich teurer war als die anderen und für mich keine wesentlichen Merkmale besaß, die diesen Aufpreis wert waren.

In den Foren wird sehr häufig das Tamron 90 mm erwähnt, und ich war kurz davor dies zu kaufen, doch dann ist mir das Tokina in die Augen gesprungen. Es gab gerade eine Aktion, bei der ich das Objektiv um 100 € günstiger erhalten konnte und so war meine Entscheidung letztendlich auf das Tokina gefallen.

Ihr seht, mein Entschluss basierte lediglich auf dem Geld, denn schließlich will man nicht mehrere hundert Euro investieren, nur um nachher festzustellen, dass einem die Makrofotografie keinen Spaß macht. Aufrüsten kann man immer und der Preisverfall bei Makros ist sehr gering.

Das Tokina 100 mm im praktischen Einsatz

Ich bin kein großer Freund von Erfahrungsberichten, auf denen Testcharts abfotografiert oder sonstige Vorteile/Nachteile aufgelistet werden, die kaum Auswirkungen auf die Praxis haben. Mir ist es egal, ob das eine Objektiv einen schnelleren Autofokus hat oder ob die Vignettierung höher ist, wie bei dem anderen. Denn bei Makros verwende ich in der Regel keinen Autofokus und die Vignette kann man im Nachhinein noch korrigieren.

Meine ersten Schritte mit dem Tokina 100 mm habe ich dann bei uns im Garten gemacht und ihr glaubt gar nicht, wie viel Spaß das macht. Durch den großen Abbildungsmaßstab schaut man ganz anders hin und entdeckt schöne Feinheiten, die einem sonst nicht aufgefallen wären. Ich war stundenlang im Garten unterwegs und hatte noch lange nicht alles entdeckt!

Makro Fliegende Biene

Das Tokina ist sehr gut verarbeitet und liegt mir sehr angenehm in der Hand. Der Wechsel zwischen Autofokus und manuellem Fokus wird durch das vor- und zurückschieben des Fokusrings bewerkstelligt. Es gibt somit keinen separaten Schalter, was mich anfangs etwas gestört hat, da ich diesen von meinen bisherigen Objektiven gewohnt war. Da ich nun aber überwiegend im manuellen Modus unterwegs bin, stört das nicht weiter.

Der Autofokus des Tokina ist sehr langsam, weshalb ich ihn auch nicht benutze. Bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1 arbeitet es sich aber ohne Autofokus viel besser, als mit. Zudem habe ich ohne Autofokus die Möglichkeit, den gesamten Schärfebereich zu durchfahren und mir die Einstellung zu wählen, die ich haben möchte, ohne dass ich das Messfeld entsprechend so einstellen muss.

So gesehen, hätte ich mir auch ein manuelles Makroobjektiv kaufen können, ohne den ganzen Schnickschnack. Im Nachhinein ist man doch meistens schlauer. Aber dennoch bereue ich meine Entscheidung nicht, denn ich habe schon sehr viele Bilder mit dem Tokina gemacht, die ich einfach klasse finde.

Das einzige was mir an dem Tokina nicht sehr gut gefällt ist der manuelle Fokusring. Ich habe lange gebraucht um damit klar zu kommen, denn er ist nicht ganz so geschmeidig, wie bei anderen Objektiven. Als ich ein altes Objektiv von meinem Vater ausprobiert habe, lief der Fokusring sehr leicht und minimalste Bewegungen waren sehr angenehm zu kontrollieren. Beim Tokina bedarf es hier doch viel Übung und ich muss weiterhin noch sehr viel üben, bis ich das manuelle Scharfstellen beherrsche. Gerade wenn es um Makros im Maßstab 1:1 geht, ist es doch sehr anstrengend, die richtige Schärfe einzustellen.

Biene auf der Blume

Fazit

Das Tokina 100 mm ist ein gutes Objektiv, mit ein paar Nachteilen was den Fokusring betrifft. Dennoch würde ich es vermutlich wieder den anderen vorziehen, wenn ich es zu einem günstigeren Preis bekomme. Da die Abbildungsleistung der genannten Objektive nahezu gleich ist, spielt für mich eher der Preis eine Rolle.

Nach knapp drei Monaten kann ich auch sagen, dass die Entscheidung für ein 100 mm Makro sehr gut war. Geringere Brennweiten sind sicherlich nicht schlechter oder besser, allerdings wird hier der Abstand zum Motiv noch geringer, was gerade bei Insekten schwierig werden könnte. Für Fauna und Flora könnte ich mir aber auch ein 60 mm Makro gut vorstellen, wobei das dann schon wieder zu nahe an meinen anderen Brennweiten liegt.

Nun aber genug zu meinem Erfahrungsbericht. Jetzt würde ich gerne von euch wissen, wie euch meine bisherigen Makrobilder gefallen und ob ihr ein paar Tipps für mich habt, um mehr in die Welt der Makros einzutauchen. Des weiteren interessiert es mich, ob ihr auch ein Makroobjektiv besitzt und wenn ja, weshalb ihr euch für dieses entschieden habt?

Foto der Woche: Squeeze the lime

Es war mal wieder an der Zeit ein bisschen zu experimentieren und mich mit meiner Kamera zu beschäftigen. Da es abends zur Zeit immer sehr kalt ist, wollte ich nicht unbedingt raus gehen. So habe ich mich entschieden, mal ein bisschen mit der Fotografie von Obst zu beschäftigen.

Foto der Woche: Squeeze the lime

Von unserer Silvesterparty war noch etwas Limette übrig und irgendwie gefällt mir dieses grün der Limetten sehr gut. Mein geduldiges Opfer war also gefunden. Die Limette in der Hälfte zerschnitten, meinen Styrocube geholt und die Limette entsprechend platziert. Das Setup zu obigem Bild sah in etwa so aus:

Lichtsetup: Squeeze the Lime

D90 | 100 mm | ISO 200 | 1/200s | f/13.0 | 2x SB-600@1/32

Nachdem das Bild im Kasten war, ging es wie immer an die Nachbearbeitung. Hier habe ich vor allem das Bild etwas heller gemacht und die Limette etwas saftiger. Sie war nun doch schon etwas älter und man hat es ihr auch angesehen. Also etwas mehr Grün und Gelb hinzu und die Limette war kräftig genug.

Der Hintergrund aus dem Styrocube war leider schon etwas lädiert und die Ausleuchtung hat nicht so toll geklappt, wie es auf dem Kameradisplay aussah. Deshalb habe ich die Helligkeit des Hintergrundes extrem erhöht und die Limette davon ausgeschlossen. Abschließend gab es nun noch den bekannten Schriftzug und mein Bild war fertig.

Wie gefällt euch mein erstes Foto von einer Frucht? Habt ihr Tipps für den Aufbau oder für Einstellungen? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Fotografie – Apple – Design