Timelapse: Aurora Borealis in Finnish Lapland

In den letzten linkTime Beiträgen habt ihr sicherlich schon bemerkt, dass es vermehrt Bilder der Aurora Borealis (nördliches Polarlicht) zu sehen gab. Ich finde diese Bilder unheimlich faszinierend und würde dieses Naturschauspiel gerne selbst vor Ort erleben. Das folgende Timelapse Video wurde in Finnland gedreht und zeigt die Aurora Borealis über einen längeren Zeitraum hinweg. Einfach nur faszinierend.

Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen der Magnetosphäre, hauptsächlich Elektronen, aber auch Protonen (Sonnenwind) und einige schwere Ionen (Sauerstoff und Stickstoff), auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen und dort die Luftmoleküle zum Leuchten anregen.
Der Aufprall eines Teilchens bewirkt bei den Molekülen/Atomen eine Elementare Anregung entsprechend einer geänderten Elektronenkonfiguration. Bei der nach kurzer Zeit wieder erfolgenden Abregung wird Licht ausgesandt, allgemein als Fluoreszenz bezeichnet. (Wikipedia)

Wie gefällt euch das Video? Habt ihr solche Polarlichter schon mal selbst erlebt?

linkTime – Februar 2012 – #2

So heute gibt es wieder eine neue linkTime, nachdem diese letzte Woche ausgefallen ist. Ich hatte einfach nicht genug Inhalt dafür gefunden, weshalb es diese Woche aber umso mehr zu lesen gibt. Gerne freue ich mich auch über interessante Links und Hinweise zu Artikeln. Auch Videos finde ich immer wieder sehr interessant und soll in Zukunft auch hin und wieder ein weiterer Aspekt der linkTime werden.

Flickr Favoriten der Woche:

Linkschleuder:

  • Paddy hat ein paar Worte dazu verloren wie er die immer wieder aufkeimende Diskussion zum Thema “Der Fotograf macht das Bild und nicht die Kamera” nach der Neuerscheinung einer Kamera sieht. Ich selbst finde seine Worte sehr passend und kann ihm in vielem zustimmen. Die richtige Kamera zu haben ist genauso wichtig, wie die richtigen Motive zu sehen und ein gewisses Händchen für Fotos zu haben. Die technischen Aspekte muss aber jeder für sich selbst finden.
  • Ein sehr cooles Projekt habe ich bei Sebastian gefunden. “The underwater Project” zeigt ein paar wirklich tolle Unterwasseraufnahmen.
  • Die Kombination aus Portraits und Früchten gibt es immer mal wieder in Bildern zu sehen. Cristina Otero zeigt in ihren Bilder wie herausragend solche Portraits aussehen können. Wirklich sehr sehenswert und in der 16 Jährigen steckt schon viel Talent welches ich gerne in den nächsten Jahren weiter sehen möchte.
  • Wer vor hat einen Fotoblog zu starten oder sein Onlineportfolio neu zu gestalten, der sollte sich mal diese 50 WordPress Themes anschauen. Es hat wirklich ein paar sehr gute dabei und ich überlege selbst schon eines davon für meine zukünftige Portfolioseite einzusetzen.
  • Die D800 wurde vor ein paar Tagen bereits angekündigt und bei Sebastian bin ich auf ein Video gestoßen, welches mit der D800 gedreht wurde. Ich bin immer wieder fasziniert von Videos mit DSLRs und deren Tiefeschärfe. Ich mochte das schon in der Dr. House Serie sehr und bin gespannt was die D800 in dem Segement noch zu leisten vermag.
  • Auf Kwerfeldein gibt es eine Umfrage zum Thema “Auf der Straße fotografiert, im Netz entdeckt”. Ich selbst finde es nicht schlimm, wenn mich jemand fotografiert und ich das Bild dann im Netz entdecke, solange es nicht für irgendwelche Zwecke missbraucht wird oder nicht mehr der Realität entspricht. Schließlich begegnet man immer mehr Fotobegeisterten auf der Straße und wenn ich mich dann bei einem von denen entdecke freut es mich auch zu sehen, wie er mich hier erwischt und abgelichtet hat.
  • Der Paddy stellt in einem einfachen aber anschaulichen Beispiel dar, dass 35 mm am Crop nicht 50 mm an Vollformat entsprechen. Ich selbst treffe diese Aussage auch sehr oft, da es so einfacher ist den Leuten zu erklären was für einen unterschiedlichen Blickwinkel man zwischen Vollformat und Crop mit der 50 mm Brennweite hat. Es entspricht aber tatsächlich nicht der Realität, besonders wenn es dann um das Thema Tiefenschärfe geht. Aber schaut euch das Beispiel doch selbst an.

Erfahrungsbericht: Nikon 16-35 mm f/4.0 Weitwinkelobjektiv

Es ist jetzt knapp ein halbes Jahr vergangen seit dem ich mit der D700 auf die Vollformatschiene von Nikon aufgesprungen bin. Seit dem hat sich auch mein Objektivparkt etwas verändert bzw. auch verändern müssen. Gerade die Objektive welche für DX-Kameras gebaut wurden mussten einem Pendant aus dem FX-Bereich weichen. Glücklicherweise waren das nicht viele, da ich schonmal in weiser Voraussicht meinen Objektivpark auf Vollformat ausgelegt habe.

Ein Weitwinkel musste wieder her

Eines meiner liebsten Gebiete in der Fotografie sind Landschaftsaufnahmen. Ich bin einfach fasziniert von Landschaften und finde Aufnahmen von diesen einfach nur atemberaubend. Und gerade in dem Bereich Landschaftsfotografie möchte ich ein Weitwinkelobjektiv nicht mehr missen. An meiner Nikon D90 hatte ich damals ein Sigma 10-20 mm im Einsatz, welches mich auch voll und ganz zufrieden gestellt hat. Der Blickwinkel ist einfach herausragend bei Weitinkelobjektiven und die Perspektive verändert sich dadurch doch dramatisch. Leider war das Sigma aber an der D700 nicht einsatzfähig bzw. hat ständig stark vignettiert, weshalb ich es letztendlich verkauft habe.

Bei Sigma kann man sich einen ersten Eindruck verschaffen, wieviel mehr Bild auf das Foto kommt durch den Einsatz eines Weitwinkelobjektivs. Und ehrlich gesagt, wirkt das ganze real nochmals deutlich mehr. Und da ich diesen Effekt einfach liebe, habe ich  mich im Nikon Lager mal umgeschaut was es hier für Alternativen gibt. Zur Auswahl standen das Nikon 14-24 mm und das Nikon 16-35 mm. Dritthersteller habe ich überhaupt nicht ins Auge gefasst, da mich die Qualität der Nikkore bisher einfach überzeugt hat.

Die Entscheidung für das Nikon 16-35 mm

Nach langer Überlegung fiel meine Entscheidung auf das Nikon 16-35 mm f/4.0. Dafür gab es ein paar einfache Gründe:

  • Der Preis des Nikon 16-35 mm war um ca. 700 € günstiger als das Nikon 14-24 mm
  • Für meine Einsatzzwecke brauche ich keine Offenblende von 2.8 (zumindest habe ich das bisher nicht vermisst)
  • Es gibt ein Filtergewinde, was ich gerade mit Grauffiltern gerne einsetzen wollte
  • Es ist leichter in der Fototasche, was bei dem restlichen Equipment auf längeren Touren doch etwas ausmacht
  • Bei meinem Sigma 10-20 mm hatte ich umgerechnet auch eine Brennweite von 15 mm, was vollkommen ausreichend war und ich eher mit 18 mm aufwärts fotografiert habe.

Alle oben genannten Gründe sind rein subjektiv und das Nikon 14-24 mm hat ebenfalls hervorragende Erfahrungsberichte und Bewertungen bekommen. Für mich als Hobby war aber auch der Preis und der Einsatzzweck entscheidend. Ich werde das Weitwinkelobjektiv zwar sehr häufig einsetzen, aber muss auch schauen, wie ich mit meinem Hobby den Haushalt nicht ganz so belaste. Schließlich will ich ja auch noch ein paar weitere Sachen für das Hobby kaufen :-)

Ein weiteres entscheidendes Kriterium war das Filtergewinde. Ich verwende sehr gerne Graufilter und möchte in Zukunft auch noch Grauverlaufsfilter und weitere einsetzen. Hierzu habe ich mir das Lee Filtersystem ausgesucht, welches hoffentlich bald kommen wird. Und gerade hier möchte ich dann auch den “Big Stopper” einsetzen, welcher 10 Blendenstufen abdunkelt. Bei dem 14-24 mm hätte das meines Wissens nicht funktioniert.

Das Nikon 16-35 mm im Einsatz

Ihr habt es in ein paar Beiträgen vielleicht schon bemerkt, es wurden schon mehrere Bilder die mit dem Nikon 16-35 mm geschossen wurden hier veröffentlicht. Der Erfahrungsbericht kommt einfach etwas später, da ich mich einfach von der Linse noch weiter überzeugen wollte. Nachdem ich dann vergangene Woche in Triberg war, habe ich den Entschluss gefasst mich endlich an den Erfahrungsbericht zu machen.

Gekauft habe ich mir das Objektiv bereits im August letzten Jahres und seit dem hat es mich auf nahezu jeder Fototour begleitet und kam eigentlich immer mal wieder für ein Bild zum Einsatz. Gerade bei den Streifzügen durch das Land habe ich es viel benutzt und konnte mir so einen guten Eindruck verschaffen.

Der Zoombereich und Bildstabilisator

Für mich ist der Zoombereich ideal. Gerade den Bereich oberhalb von 24 mm möchte ich nicht missen, da ich so doch auch noch etwas näher an ein Objekt zoomen kann und ich die Perspektive von meiner 35 mm Festbrennweite ebenfalls gewohnt bin. So muss ich das Objektiv nicht wechseln, sondern kann es auch für einen breiteren Bereich einsetzen. Die zwei Millimeter im unteren Bereich fehlen mir eigentlich überhaupt nicht, da ich sehr selten bei 16 mm fotografiere. Nur in besonderen Konstellationen und wenn es das Motiv zulässt kommen die 16 mm zum Einsatz.

Das Objektiv hat einen Bildstabilisator verbaut, wobei ich diesen nicht wirklich benötigen würde. Zum einen können die Belichtungszeiten bei diesen Brennweiten auch so ganz gut aus der Hand gehalten werden und zum anderen habe ich meistens ein Stativ im Einsatz um die längeren Belichtungen mit den Graufiltern überhaupt scharf zu bekommen. Für mich war das kein Killerkriterium, aber wer es unbedingt benötigt, der kann sich sicherlich auf einen guten Bildstabilisator freuen. Bei meinen anderen Nikkoren wurde ich hier nie enttäuscht.

Bildqualität und Schärfe

In der Regel bin ich ja ein riesen Fan von Offenblende und Schärfe bei Offenblende. In der Landschaftsfotografie spielt das für mich aber eher weniger eine Rolle. Hier kommt es mir generell auf die Schärfe über das gesamte Bild an und ich blende in der Regel bei den meisten Landschaftsbildern ab. Deshalb kann ich die Schärfe bei Offenblende auch nicht voll und ganz beurteilen. Auf meinen Bildern hat das Objektiv immer eine sehr gute Schärfe abgeliefert. Es gibt zwar diverse Diskussionen, dass gerade beim Abblenden Unschärfen in der Bildmitte zu sehen sind, bisher konnte ich aber keine feststellen und bei 100 % betrachte ich meine Landschaftsbilder in der Regel auch nicht ;-)

Den Kontrast und die Farben des Nikon 16-35 mm finde ich super, sofern man das überhaupt so einfach beurteilen kann. Die Fotos sind sehr klar und gerade bei blauem Himmel und kräftigen Farben ist mir die Bildqualität sehr positiv aufgefallen. Bei meinem Sigma war das oft nicht der Fall, weshalb ich hier mehr nachbearbeiten musste.

Der einzige Nachteil den ich hier entdecken konnte ist der starke Tonneneffekt bei Brennweiten unter 24 mm. Aber diesen Effekt hat man auch bei anderen Weitwinkelobjektiven, vielleicht nicht ganz so ausgeprägt aber dennoch vorhanden. Das schöne daran ist, dass dieser Effekt im Nachhinein sehr schnell beseitigt werden kann.

Ein paar Testbilder

Achtung! Die Bilder wurden wie alle Bilder auf meinem Blog bearbeitet. Solltet ihr ein unbearbeitetes Bild haben wollen, so schickt mir eine Mail. Es sind auch HDR-Bilder dabei. Ihr werdet auch keine Testcharts unter den Bildern finden, da ich diese nicht sehr aussagekräftig finde. Meiner Meinung nach kommt es bei Objektivtests auf das Endergebnis, sprich das reale Bild an!

Mein Fazit zum Nikon 16-35 mm

Die ersten drei Monate mit dem Nikon 16-35 mm f/4.0 haben mich voll überzeugt. Ich bereue meine Entscheidung gegen das 14-24 mm nicht, auch wenn dieses teilweise besser in diversen Tests abgeschnitten hat. Und wenn mein Lee Big Stopper demnächst kommt, bereue ich meine Entscheidung sicherlich ein zweites Mal nicht :-)

Das geringere Gewicht und der geringere Preis sind für mich ebenfalls Kriterien, die bei der Entscheidung geholfen haben. Es ist alles nur ein Hobby und man muss nicht immer das größte haben. Für mich ist hier das Preis-/Leistungsverhältnis entscheidend und die Leistung des 16-35 mm hat mich auf jeden Fall überzeugt. Die kleineren Macken wie den Tonneneffekt kann man getrost ignorieren und diese Macken sind im Nachhinein sehr schnell beseitigt.

Für meine Zwecke ist das Nikon 16-35 mm das passende und optimale Objektiv. Falls mir aber jemand ein Geschenk machen möchte, nehme ich natürlich auch das 14-24 mm um damit einen Vergleich zu ziehen ;-)