Wallpaper: Pusteblume am Abend

Wie ihr am Dienstag erfahren konntet, habe ich ein neues Objektiv bekommen. Seit dem bin ich überwältigt von der Makrofotografie und kann die Kamera gar nicht mehr aus der Hand legen. Da ich gerade Urlaub habe, komme ich auch wirklich viel zum Fotografieren.

Auch gestern war ich wieder unterwegs und habe eine gut erhaltene Pusteblume entdeckt. Ich musste sie also gleich fotografieren und die Qualitäten des Makroobjektivs ausschöpfen. Die Pusteblume ist knack scharf und dennoch entstand ein herrlich unscharfer Hintergrund.

Pusteblume am Abend

Ich habe mich dazu entschieden, die Pusteblume als Wallpaper auf meinem PC einzurichten und es wirkt wirklich sehr entspannend. Wenn du die Pusteblume auch als Wallpaper haben willst, dann lade es dir doch einfach runter (Rechte Maustaste –> Ziel speichern unter):

Erste Schritte in der Makrofotografie im Garten

Heute war ein herrlicher Urlaubstag. Die Sonne scheinte, es war warm und ich habe ein neues Objektiv erhalten. Es ist das Tokina 100mm Makro, wozu es die nächsten Tage einen Erfahrungsbericht geben wird. Heute hatte ich dazu keinen Nerv, denn schließlich möchte man so ein neues Objektiv ja gleich ausprobieren. Es ging also sofort in den Garten. Dort gibt es viele Blumen und zu meinem Glück auch eine Menge Bienen.

Die ersten Schritte in der Makro-Fotografie waren noch etwas schwierig. Ich kam mit der Nähe zu den Objekten noch nicht so klar, sowie mit dem manuellen fokussieren. Den Autofokus hatte ich zwar ausprobiert, der ist für die flinken Bienen aber viel zu langsam. Nach knapp einer Stunde hatte ich dann ein paar Bilder zusammen. Am Ende sind von den knapp 100 Bilder 7 übrig geblieben, die ich euch hier zeigen möchte.

Biene im Abflug

Bild 1: f/11.0 | 1/500s | ISO 640 | Freihand

Biene  saugt Blume aus

Bild 2: f/10.0 | 1/800s | ISO 640 | Freihand

Biene auf Nahrungssuche

Bild 3: f/10.0 | 1/800s | ISO 640 | Stativ

Makro Blattsalat

Bild 4: f/10.0 | 1/60s | ISO 200 | Stativ

Makro Blattsalat gruen

Bild 5: f/16.0 | 1/40s | ISO 200 | Stativ

Bluetenteil einer Chrysantheme

Bild 6: f/11.0 | 1/400s | ISO 200 | Stativ

Chrysanthemen Blüte

Bild 7: f/16.0 | 1/100s | ISO 200 | Stativ

Über Kommentare, Tipps und Anregungen freue ich mich sehr. Ich betrete schließlich ein neues Feld in der Fotografie und möchte so viel wie möglich lernen.

Mein neues Stativ: Benro A-268 mit B-1 Kugelkopf

Schon seit Wochen bin ich auf der Suche nach einem neuen Stativ. Das was ich bisher im Einsatz hatte war zwar nicht schlecht, allerdings sehr unflexibel. Es ist schon ein paar Jahre alt und eher als Videostativ gedacht gewesen. Ich wollte also ein neues haben und machte mich auf die Suche.

Erste Erkenntnisse beim Stativkauf:

  • Fragt man 10 Leute nach einem idealen Stativ, so erhält man 10 unterschiedliche Antworten.
  • Am besten sollte das Stativ leicht, kompakt, stabil, schwingungsfrei und billig sein. Dazu sollte es noch für meine Körpergröße von 1,98 Meter passend sein und auch mal schwereres Equipment tragen können.
  • Kauft man falsch, kauft man zweimal.

Nach diesen Erkenntnissen habe ich gemerkt, dass so ein Stativkauf doch einige Tücken mit sich bringt. Es ist nicht alles unter einen Hut zu kriegen, was man an Anforderungen hat. Ich musste also Abstriche machen, die ich verkraften konnte. Meine Anforderungen habe ich dann wie folgt definiert:

  • Max. Traglast: 4-5kg, eher mehr falls in Zukunft mal der Objektivpark ausgebaut wird
  • Gewicht: ca. 2kg, da es auch öfter auf Wanderungen/Spaziergänge mit soll
  • Max. Höhe: mindestens 1,50m, da ich mich nicht immer so stark bücken möchte
  • Transportlänge: so gering wie möglich, aber dennoch kein Verlust für die Stabilität wenn das Stativ ausgefahren ist.
  • Preis: maximal 300 €, da es doch nicht immer eingesetzt werden soll

Entschieden habe ich mich letztendlich für ein Benro Stativ Travel Angel A-268 mit einem Benro B-1 Kugelkopf und der Schnellwechselplatte PU-60.

Benro Stativ A-268

Die Technischen Daten des Stativs:

  • Sektionen: 4
  • Rohrdurchmesser: 28mm (oben), 19mm (unten)
  • Max. Höhe: 153,1 cm
  • Normale Höhe: 128,9 cm
  • Min. Höhe: 42,3 cm
  • Transportlänge: 42,3 cm
  • Gewicht: 1,84 kg
  • Belastbarkeit: 12 kg (gilt denke ich für den Kopf)

Die ersten Eindrücke des Benro A-268:

Das Stativ kam innerhalb eines Tages von Amazon bei mir an, und das ohne eine Express-Lieferung. Hier also erst einmal großen Respekt und Dank an Amazon! Nachdem ich mich richtig darüber gefreut habe, ging es gleich ans Auspacken des neuen Benro-Stativs. Geliefert wurde es in einer seperaten Tasche. Mit dabei war ein Umgängegurt, was ich sehr praktisch finde, falls ich das Stativ mal nicht am Rucksack befestigen möchte.

Benro Stativ Unboxing

Das Benro-Stativ hat eigentlich alles vereint, was ich an Anforderungen an das Stativ gestellt habe. Vor allen Dingen habe ich aber auf die Transportlänge geachtet. Es ist wirklich klasse, wie kompakt das Stativ zusammengeklappt ist. Im Vergleich zu meinem bisherigen Stativ, spare ich etwa 10 cm, was meiner Meinung nach schon sehr viel ist. Zudem ist es auch leichter als mein altes Stativ, was sich gerade auf längeren Touren richtig bemerkbar machen wird; allerdings gilt es das erst noch zu testen.

Besonders toll finde ich, dass die Beine alle einzeln flexibel abgespreizt werden können. Das hatte mein altes Stativ nicht und gerade, wenn die Gegend mal nicht so ideal ist für einen Stativaufbau finde ich das richtig praktisch. Auch die Bodennähe, die dadurch erreicht werden kann ist klasse.

Benro Stativ Bodennähe

Die Stativbeine lassen sich auch um 180° nach oben neigen. Das hat den Vorteil, dass die Transportlänge geringer ist. Der Kugelkopf wird dadurch zwischen die Stativbeine geklemmt. Allerdings weiß ich nicht, ob das mit allen Kugelköpfen funktioniert. Ich denke eher, dass andere Kugelköpfe zu breit ausgelegt sind und deshalb nicht mit dieser Mechanik funktionieren.

Da ich in näherer Zukunft ein bisschen in die Welt der Makrofotografie abtauchen möchte, fand ich es wichtig in Bodennähe mit dem Benro-Stativ fotografieren zu können. Die mitgelieferte Mittelsäule lässt sich leider nicht teilen, wie bei vielen anderen Stativen, deshalb ist die minimale Höhe lediglich 42,3 cm. Das ist für die Makrofotografie von Blumen aber meistens zu hoch. Die Mittelsäule des Benro-Stativs lässt sich allerdings umdrehen, so das direkt über dem Boden fotografiert werden kann. Das finde ich wirklich klasse und erspart mir den Kauf einer weiteren, kürzeren Mittelsäule.

Benro Stativ umgedrehte Mittelsäule

Unterhalb der Mittelsäule befindet sich ein Haken. An diesem lassen sich eine Fototasche oder sonstige Gegenstände aufhängen, wodruch das Stativ stabiler werden soll. Ich werde das auf jeden Fall einmal ausprobieren, wobei es in meinem Fall wahrscheinlich eher ein Nice-to-have-Feature ist.

Benro Stativ Gewichthalter

Der Kugelkopf Benro B-1:

Die ersten kleinen Tests zum Kugelkopf habe ich erfolgreich abgeschlossen. Allerdings waren diese überwiegend im Inneren des Hauses und somit vor Wind und Wetter geschützt. Der Kugelkopf Benro B-1 bietet drei Feststellschrauben:

  • Eine für die Panoramafunktion. Diese Funktion sollte mein neuer Kugelkopf unbeding haben, da ich dies schon von dem alten Stativkopf kannte. Gerade für Aufnahmen mit dem Nodalpunktadapter ist diese Funktion Gold wert.
  • Die zweite Feststellschraube ist für die Friktion. Durch die Friktion ist es möglich, die Kugel freizugeben ohne dass die Kamera verrutscht. Dennoch hat man Spielraum, um die Kamera in die gewünschte Position zu stellen. Das erleichtert die Arbeit mit dem Kugelkopf ungemein, da so nicht immer mit einer Hand die Kamera gehalten werden muss, wenn man die Befestigung der Kugel löst.
  • Die dritte Feststellschraube ist für die Befestigung der Kugel. Löst man diese, so kann die Kamera frei bewegt werden, es sei den die Friktion ist zu stark eingestellt.

Benro B-1 Kugelkopf

Für meine Ansprüche an einen Kugelkopf ist alles völlig ausreichend. Ein Praxistest in den nächsten Tagen wird zeigen, wie gut ich mit dem Kugelkopf und den Einstellungen zu recht komme. Bisher hatte ich lediglich einen Drei-Wege-Neiger, ich denke aber, dass ich mit dem Kugelkopf mehr Freude haben werde. Der Drei-Wege-Neiger hat mich doch sehr oft gestört, vor allem Aufgrund der Größe.

Erstes Fazit:

Nach den ersten Eindrücken und Tests mit dem Benro Travel Angel A-268 bin ich begeistert. Es ist genau so ein Stativ, wie ich es mir gewünscht habe. Leicht, kompakt, vergleichsweise günstig und dennoch einigermaßen für meine Körpergröße in Ordnung. Es gibt von dem Stativ auch eine Carbon-Variante. Der Mehrpreis von knapp 150€ war mir die Gewichtsersparnis von 0,2 kg allerdings nicht wert.

Das einzige Manko finde ich die Drehverschlüsse. Ich war bisher Klappverschlüsse am Stativ gewohnt und kam damit super zurecht. Mit den Drehverschlüssen brauche ich im Moment noch um einiges mehr Zeit um das Stativ aufzubauen. Dieser Punkt ist allerdings zu vernachlässigen. Wenn ich mit Stativ fotografiere nehme ich mir sowieso mehr Zeit und dann kommt es auf die paar mehr Sekunden nicht drauf an.

Ich kann das Stativ bis jetzt also jedem empfehlen, der die gleichen Anforderungen hat wie ich. Bisher habe ich den Kauf nicht bereut. Ich hoffe, dass ich diese Meinung auch nach meinen Praxistests vertreten kann. Bisher bin ich guter Dinge und auch von anderen Seiten wurde mir bestätigt, dass das Benro A-268 sehr gut ist.