Wer oder was sind diese Danbos?

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, gibt es in letzter Zeit ziemlich viele Bilder dieser kleinen Figur namens Danbo hier im Blog. Seitdem ich meinen Danbo habe, macht es einfach soviel Spaß diese kleine Figur zu fotografieren. Da ich bisher noch nicht allzuviele Informationen über diese Danbos geschrieben habe, sondern meist nur Bilder zeige, möchte ich euch in den folgenden Zeilen ein paar Worte zur Herkunft von Danbo sagen. Sonst weigert sich Danbo demnächst noch und will keine Bilder mehr von sich machen lassen, wie an diesem Tag.

danbo-sw-sad-1

Nikon D700 | Nikon 35 mm | f/2.8 | 1/20 s | ISO 800

Die kleine Figur Danbo spielt im Manga “Yotsuba&!” mit und wurde von dem japanischen Mangazeichner Kiyohiko Azuma entworfen. Yotsuba ist ein kleines Mädchen, welches fantastische Abenteuer erlebt. Ihre Freundin hingegen verkleidet sich gerne mal mit dem Köstum aus Amazon-Kartons. Wie ihr seht steckt hinter der kleinen Amazonfigur also eigentlich ein Mensch bzw. eine Comic-Figur. Falls sich jemand die Szenen genauer anschauen möchte, der kann das gerne hier tun.

Nachdem das Comic erschienen ist, brachte der japanische Anime-Figuren Hersteller Kaiyodo die Figuren aus “Yotsuba&!” auf den japanischen Sammlerfiguren-Markt, welche immer sehr stark umkämpft ist. Der kleine Danbo hatte jedoch Glück und war ein voller Markterfolg, nicht zuletzt deshalb, weil viele Blogger und Fotografen diese Figur so gehyped haben.

Man kann Danbo in zwei Größen bestellen (13 cm und 7,5 cm). Alle Gelenke der kleinen Amazonfigur sind aus Plastikkugellagern und beweglich. In den Augen sind zwei LEDs verbaut, die über einen kleinen Schalter zum Leuchten gebracht werden können. Das ist ein toller Effekt im Dunkeln! Alle Arme und Beine sind auch abnehmbar, bei dem großen Danbo kann sogar der Kopf abgenommen werden und es kommt der Kopf der Freundin von Yotsuba zum Vorschein.

Seitdem ich meinen Danbo habe, kann ich den Hype unter Hobbyfotografen sehr gut nachvollziehen. Es macht einfach süchtig die kleine Figur zu fotografien. Und der Vorteil ist natürlich auch, dass er still hält und selbst nach der hundersten Einstellung immernoch keinen Mucks von sich gibt. Ich bin jedoch noch am Anfang meiner Danbo Abenteuer, aber mit jedem Bild lernt man etwas neues hinzu :-)

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Nikon D700 | Nikon 50 mm | f/2.8 | 1/500 s | ISO 200

Und wie ihr sehen könnt ist Danbo nun auch wieder ganz glücklich und ich denke für die kommenden Fotos wird er sich nicht seiner Aufgabe als Model verweigern!

linkTime – Januar 2012 – #3

Eine weitere Woche des Jahres startet und ich kann nur hoffen, dass diese besser verläuft wie die vergangene. Nachdem ich mir meinen Knöchel beim Volleyball verstaucht hatte konnte ich kaum laufen und musste den ganzen Tag herumliegen und mein Bein in die Luft strecken. Das ist ganz schon nervig. Glücklicherweise habe ich eine Notebook, damit ich auch im Bett oder auf dem Sofa nach Inspiration für die kommende Woche schauen konnte. Hier also die linkTime – Januar 2012 – #3

Flickr Favoriten der Woche:

Blue Hours.. Danbo Bamboo The Rocky Shoreline 279/365 Clear Sky In The Evening The Rocks

10 Momentos cotidianos MissPandora Onde architettoniche lost in a dream.. Julia

339 of 365 Craig Goch Dam The Memory of a Summer's Day Cheese! The most expensive gift Cala Canyelles

Linkschleuder:

  • Beim Stilpirat gibt es einen interessanten Artikel über das iPhone als Urlaubskamera. Wer Steffen und sein Buch kennt, der weiß, wieviele Kameras er besitzt und da fällt es sicherlich schwer sich für eine zu entscheiden wenn man in den Urlaub fährt. In seinem Beitrag zeigt er ein paar seiner Urlaubsbilder, die er mit einem iPhone gemacht und mit ein paar Apps bearbeitet hat. Ich finde das wirklich klasse, was mit dem iPhone alles machbar ist, allerdings darf man auch nicht vergessen, dass das Motiv dennoch eine große Rolle spielt, egal wie viele tolle Apps es gibt!
  • Wer sich schonmal mit Lightpainting auseinander gesetzt hat, dem wird die Seite von Dennis Calvert sicherlich gefallen. Er präsentiert dort seine künstlerischen Arbeiten und gibt ein paar Tipps, wie er manche Bilder erstellt hat. Wer sich also in diesem Gebiet etwas Inspiration holen möchte, sollte dort mal vorbeischauen.
  • Für alle, die es lieber etwas heißer mögen, sollten sich die Bilder von Tom Lacoste anschauen. Seine Artistik und der Umgang mit Feuer führen zu wirklich atemberaubenden Bildern.
  • Beim Flickr-Spotlight der fstoppers gibt es ein paar wirklich sehr schöne Aufnahmen von extremen Wettersituationen zu sehen. Vorbeischauen lohnt sich.
  • Falls du auf der Suche nach einem Bilderrahmen oder Passpartout bist, dann schau doch mal bei Max Aab vorbei. Die Rahmen sehen erstklassig aus. Marc hat dazu einen kleinen Erfahrungsbericht veröffentlicht und ich denke, dass ich für mein nächstes Foto auch mal so einen Rahmen ausprobieren werde.
  • Vielleicht habt ihr den Brief an einen Kingergartenfotograf noch nicht gekannt, auf Kwerfeldein gibt es dazu aber nun einen Antwortbrief einer Fotografin, die lange Zeit in Kindergärten unterwegs war, und welchen ich wirklich beeindruckend finde. Viele Kunden sind demnach nicht offen für Neues und andere Herangehensweisen, sondern möchten genau das haben, was sie von nahezu jedem bekommen können. Zudem wollen sie keine natürlichen Bilder, sondern “schöne” Bilder, auf denen sie bestimmen wie ihre Kinder auszusehen haben, auch wenn sich diese in der Regel ganz anders sehen. Ich finde man sollte einen Großteil des Briefes sehr ernst nehmen und auch selbst mal über seine Erwartungen an Bilder nachdenken. Möchte ich ein Bild von mir, bei dem ich zwar zu erkennen bin, aber nicht auf die Art und Weise wie ich im Alltag zu sehen bin? Wohl eher nicht!

 

Vergleich des Entwicklungsmoduls von Lightroom 3 zu Lightroom 4 Beta

Seit vergangener Woche ist es möglich die Lightroom 4 Beta herunterzuladen. Da ich erst vor kurzem Paddys Buch zu Lightroom 3 gelesen hatte, war ich wieder mal richtig angefixt und wollte unbedingt ein paar Bilder bearbeiten. Da ich keine unbearbeiteten Bilder zur Hand hatte, erstellte ich kurzerhand das Danbo Smarties Bild. Dieses dient auch in diesem Beitrag als Vergleich zwischen Lightroom 3 und der Lightroom 4 Beta.

Was will ich in dem Vergleich zeigen?

Zunächst bin ich immer wieder glücklich, wenn ich neue Dinge ausprobieren kann und einen direkten Vergleich zu einem Vorgänger ziehen kann. Sei das nun ein Buch, ein Objektiv oder eine Software. Als ich dann Lust hatte mal wieder mit Lightroom tätig zu werden, dachte ich mir warum nicht mal vergleichen, was dabei herauskommt, wenn man die gleichen Einstellungen in Lightroom 3 und Lightroom 4 Beta durchführt. Es hat mich einfach interessiert, ob es gravierende Unterschiede gibt oder ob die Veränderungen nur minimal sind, schließlich überlegt man sich ja auch, ob man seine Lightroomversion upgraden soll, wenn die finale Version erscheint.

Wie habe ich den Vergleich durchgeführt?

Zunächst habe ich das Ausgangsbild in beide Lightroomkataloge geladen. Anschließend habe ich in beiden Entwicklungsmodulen die gleichen Einstellungen vorgenommen. Danach habe ich mir die Neuerungen im Entwicklungsmodul der Lightroom 4 Beta angeschaut und dort das neuere Kameraprofil ausgewählt, wodurch sich auch gleich die Regler im Reiter “Grundeinstellungen” geändert haben. Ebenfalls geändert haben sich die Regler auch beim “Verlaufswerkzeug” nach der Umstellung des Kameraprofils. Als letzte Neuerung habe ich dann noch die Gradationskurven für die einzelnen Farbkanäle ausprobiert, und so ein Cross Processing in Lightroom durchgeführt.

Damit ich hier nicht ewig nur Screenshots der Einstellungen posten muss, habe ich einfach mal zu jedem Bild das entsprechene Preset zum Download hinzugefügt. Hierbei solltet ihr beachten, dass die Presets aus Lightroom 4 Beta nicht unbedingt in Lightroom 3 funktionieren, da es dort die Kameraprofile und diverse Regler nicht gibt. Die Unterschiede bzw. Neuerungen könnt ihr als Screenshot bei Punkt 4 und Punkt 5 sehen.

1. Das Ausgangsbild:

orig_smarties

2. Das Ergebnis in Lightroom 3:

lr3_smarties

Im Entwickelnmodul wurden die folgenden Reiter gepflegt:

  • Grundeinstellungen
  • Gradationskurven
  • Teiltonung
  • Details
  • Objektivkorrekturen
  • Effekte
  • Kamerakalibrierung
  • Verlaufswerkzeug
  • Freistellungswerkzeug

Welche Einstellungen genau vorgenommen wurden könnt ihr dem Preset für Lightroom 3 entnehmen: Download

3. Das Ergebnis in Lightroom 4 Beta mit dem Kameraprofil von 2010:

lr4_smarties_cameraprofile2010

In diesem Bild wurden genau die selben Einstellungen vorgenommen, wie bei Ergebnis 2. Einziger Unterschied ist hier, dass es sich um eine Bearbeitung in Lightroom 4 Beta handelt. Wie ihr sehen könnt gibt es schon kleiner Unterschiede in den Ergebnissen (z.B. Lichter, Kontrast)

Welche Einstellungen genau vorgenommen wurden könnt ihr dem Preset für Lightroom 4 Beta entnehmen: Download

4. Das Ergebnis in Lightroom 4 Beta mit dem Kameraprofil von 2012:

lr4_smarties_cameraprofile2012

Mit der Einstellung für das Kameraprofil aus 2012 haben sich die Regler in den Grundeinstellungen und dem Verlaufswerkzeug geändert. Dadurch konnte ich gezieltere Anpassungen machen und ich finde hier sieht man nun schon einen deutlichen Unterschied zu dem Ergebnis aus Lightroom 3, sowie zu dem aus Lightroom 4 Beta mit dem Kameraprofil aus 2010.

Die folgenden Einstellungen wurden hier in den Grundeinstellungen und dem Verlaufswerkzeug vorgenommen:

Grundeinstellungen

ishot-37

Verlauf von oben zur Tischkante

ishot-38

Verlauf von unten zur Smartiesschachtel

ishot-39

Alle weiteren Einstellungen wurden so gelassen wie in den vorherigen Beispielen auch. Das Preset für Lightroom 4 Beta zum Ergebnis 4: Download

5. Das Ergebnis in Lightroom 4 Beta mit Cross Processing:

lr4_smarties_cross

Als zusätzliche Erweiterung zu Ergebnis 4 habe ich hier noch die Funktion des Cross Processing in Lightroom 4 Beta ausprobiert. Dabei kann man die jeweiligen Gradationskurven der Farbkanäle einzeln verändern, was bisher in Lightroom nicht möglich war. Mir gefällt das Ergebnis so deutlich besser und den Weg über Photoshop habe ich mir gespart.

Folgende Einstellungen wurden in den jeweiligen Gradationskurven vorgenommen:

Rot

ishot-40

Blau

ishot-42

Grün

ishot-41

Wer sich das ganze in seiner Betaversion von Lightroom 4 auch anschauen möchte, der findet das Preset hier: Download

Und hier die Bilder nochmal als Vergleich in Galeriefunktion (Klick macht groß)

Fazit aus dem Vergleich:

Wie ihr seht hat sich schon an den Algorithmen in dem Entwicklungsmodul von Lightroom 4 Beta etwas getan, ansonsten wären die Ergebnisse 2 und 3 identisch. Vor allem konnte ich große Änderungen beim Klarheitsregler feststellen. Er reagiert nicht mehr so aggressiv und erzeugt weniger Halos, was ich sehr positiv finde, da es in Lightroom 3 doch sehr schnell zu einer Halobildung kam (zumindest in meinen Danbo Bildern).

Ganz toll finde ich die Neugestaltung der Grundeinstellungen, sowie den Reglern bei den Verlaufseinstellungen. Ich komme mit den Reglern der Lightroom 4 Beta um einiges besser zurecht, da ich finde, dass sich das Bild gezielter bearbeiten lässt. Vielleicht bin ich aber auch einfach noch nicht dahinter gekommen, wie die Regler in Lightroom 3 genau funktionieren :-) Unter den Begrifflichkeiten “Tiefen”, “Lichter” und “Weiß” kann ich mir aber einfach mehr Vorstellen, als unter “Wiederherstellung”, “Aufhelllicht” und “Helligkeit”.

Was mich besonders erfreut ist, dass Adobe mit Lightroom 4 die Gradationskurven für die jeweligen Farbkanäle integriert hat. Bisher hatte ich immer einen Umweg über Photoshop genommen um schnell zu einem Cross-Processing-Ergebnis zu gelangen. Es geht sicherlich auch mit Lightroom 3 solch ein Ergebnis zu erzeugen, aber irgendwie scheine ich diese Fähigkeit nicht zu beherrschen. Umso mehr warte ich nun darauf, dass Lightroom 4 als finale Version fertiggestellt wird, denn das ist für mich eine tolle Neuerung.

Für meine Leser:

Achja für die, die es in meinem letzten Post vielleicht noch nicht gelesen haben. Ich würde mich sehr freuen, wenn einer den Look aus Ergebnis 5 mit Lightroom 3 nachstellen könnte. Mich würde es wirklich interessieren, wie man eine Art Cross-Processing so in Lightroom 3 hinbekommt. Das Preset dazu dürft ihr gerne in den Kommentaren als Link verknüpfen, sowie ein Link zum Ergebnis.

Original (NEF) herunterladen

Wie sieht es bei euch aus? Welche Neuerungen gefallen euch in Lightroom 4? Was vermisst ihr noch? Weshalb würdet ihr ein Upgrade durchführen?

Danbos Smarties sind leer…

Es gibt wieder neuen Danbo Content. Ich weiß, einige von euch wollen sicherlich auch mal wieder andere Bilder sehen, wie nur die von meinem kleinen Danbo, aber er hat es mir echt angetan. Und da ich die letzten Tage sowieso nicht viel machen kann aufgrund eines dicken Knöchels mit dem ich kaum laufen kann, habe ich mal wieder ein bisschen mit meinem kleinen Danbo experimentiert.

Dieses Mal wollte Danbo ein paar Smarties essen, doch leider musste er feststellen, dass seine Smartiesschachtel schon leer war. Das hat ihn ganz traurig gemacht und er wollte dann nicht länger fotografiert werden ;-) Einen Schnappschuss habe ich dann aber doch gemacht.

danbo-smarties-1

Nikon D700 | Nikon 35 mm | f/1.8 | 1/40 s | ISO 800

Zum Lichtaufbau gibt es nicht viel zu sagen. Die einzige Lichtquelle waren die zwei Fenster im Hintergrund, durch die viel Tageslicht hereinkam. Der Rest ist die Nachbearbeitung in Lightroom 4, schließlich wollte ich auch mal ein paar neue Funktionen ausprobieren. Welche Funktionen mir bei der Bearbeitung des Bildes oben besonders zugesagt haben, folgt demnächst in einem separaten Post. Dort werde ich euch auch darum bitten, den Look des Bildes mit den Lightroom 3 Funktionen nachzustellen. Mir ist es bis jetzt noch nicht ganz gelungen.

Wer schon mal etwas experimentieren möchte, der kann sich die Datei (NEF) gerne hier herunterladen.

 

Rezension: Mein Lightroom Alltag von Patrick Ludolph

Zunächst möchte ich eine kleine Warnung aussprechen, denn vieles von dem was Paddy bisher veröffentlich hat, hat mich süchtig werden lassen nach den Dingen, über die er geschrieben hat. Angefangen hat es vor ca. 2 Jahren, als ich durch Zufall auf seinen Blog gestoßen bin. Es war schnell zu erkennen, dass er ein Nikon Fan ist und mit seiner Begeisterung hat er mich auch zum Teil damit angefixt eine Nikon zu kaufen. Fast wäre es damals seine D90 geworden, allerdings war ich zu langsam :-( Dann hat er ein eBook zum Thema Nikon CLS geschrieben und ratet mal, wer sich anschließend so einen Blitz gekauft hat…. Ich! Also seht das mal als kleine Warnung, denn Paddy kann durch seine Begeisterung für ein Thema ziemlich ansteckend sein :-)

Im vergangenen Jahr hat er es getan und sein Wissen über Lightroom in ein Buch gepackt. Ich war schon im Sommer hin und weg und wollte das Buch unbedingt lesen, aber leider kam immer etwas dazwischen. Die letzten Tage kam ich nun endlich dazu und nun möchte ich euch meine Meinung zu “Mein Lightroom Alltag” von Patrick Ludolph geben.

Als ich mit der Fotografie angefangen habe, bearbeitete ich meine Bilder immer mit Adobe Photoshop. Für mich war es das Tool schlechthin, da es so viele Möglichkeiten bot in der Bearbeitung. Ich habe mir Tutorials dazu angeschaut, Dinge probiert, Bücher gelesen, etc. Bis ich eines Tages einfach mal Adobe Lightroom ausprobiert habe. Ich habe viel davon im Netz gelesen und hatte Lust es auszuprobieren. Und was soll ich sagen, ich bin mit Lightroom glücklich und möchte kein anderes Tool mehr für meine Zwecke haben.

Mein Lightroom Alltag von Patrick “Paddy” Ludolph

Mein Lightroom Alltag

Nach dieser kleinen Vorgeschichte möchte ich nun aber das Buch “Mein Lightroom Alltag” näher vorstellen. Zunächst hatte ich gedacht, der nächste Blogger, der ein Buch schreibt zu den Themen, die er auch schon in seinem Blog beschrieben hat. Na das kann ja was werden. Und dann auch noch ein Buch zu Lightroom, wo es doch schon zig Bücher über das Thema gibt. Aber um es vorweg zu sagen, der Titel macht sich alle Ehre und ich wurde wieder einmal positiv überrascht und zugleich angefixt! Danke Paddy… ;-)

Paddy schreibt in “Mein Lightroom Alltag” über seinen persönlichen Workflow in Lightroom 3. Wie er manche Dinge angeht, warum er es so macht und teilweise, weshalb er andere Dinge nicht macht oder auch nicht ausprobiert. Er beschreibt keine Details zu jeder einzelnen Funktion, sondern stellt das in den Vordergrund, was er selbst zum Bearbeiten seiner Bilder benutzt. Jede der verwendeten Funktionen wird durch Beispielbilder verdeutlicht, wodurch die Lernkurve erheblich gesteigert wird. Zunächst liest man im Text, welche Möglichkeiten es gibt und wie es gemacht wurde und anschließend schaut man sich das Vorher/Nachher an.

Neben den umfangreichen Ausführungen zum Entwickelnmodul von Lightroom, geht Paddy auch noch auf andere Module ein. Ganz zu Beginn werden die Basics zu Lightroom erklärt und wie bei Paddy der Import und die Katelogisierung seiner Bilder von statten geht. Auch das finde ich unheimlich interessant, da es doch immer wieder Anregungen gibt, seinen eigenen Workflow durch das ein oder andere zu ergänzen.

Ein ganz neues Kapitel war für mich das Thema Drucken. Bisher hatte ich mich mit diesem Modul nicht auseinandergesetzt und dachte das werde ich nie verwenden. Nachdem ich jedoch das Kapitel in “Mein Lightroom Alltag” gelesen hatte, dachte ich mir, dass ich dieses Modul doch auch häufiger in meinen eigenen Lightroom Alltag aufnehmen sollte.

Als Ergänzung zu den Modulkapiteln gibt es noch ein Kapitel über die beliebtesten Presets von Paddy. Dort erklärt er kurz, wie das Preset enstanden ist, sodass man das zuvor gelesene und gelernte auch gleich reflektieren kann. Damit das ganze nicht nur Theorie bleibt und man sich die Presets selbst zusammenbasteln muss, liegt dem Buch auch noch eine DVD bei. Auf dieser sind neben den vorgestellten Presets auch noch ein paar Videotutorials, die es auch schon auf seinem Blog neunzehn72.de zu sehen gab.

Meine Meinung zum Buch

Ich selbst benutze Lightroom nun schon seit ein paar Monaten für die Bildbearbeitung und Bildorganisation und ich muss sagen, manche der angesprochenen Themen waren mir bereits bekannt, viele Kleinigkeiten jedoch noch nicht. Ich konnte noch unglaublich viele Informationen aufschnappen und habe nun noch mehr Lust Dinge auszuprobieren und zu verstellen. Ich denke auch nur so kommt man selbst zu einem eigenen Bildbearbeitungsstil.

“Mein Lightroom Alltag” ist meiner Meinung nach ein Must-Have für jeden, der sich näher mit der Bildbearbeitung in Lightroom auf praktische Weise auseinander setzen will. Die Funktionen sind sehr gut erklärt und die Erklärungen wirken nicht zu trocken. Der Schreibstil ist locker und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Für mich war es sicherlich auch nicht das letzte Mal, dass ich dieses Buch gelesen habe, denn einige Punkte habe ich sicherlich auch überlesen bzw. konnte ich mir nicht merken. Daher klare Kaufempfehlung!

Falls ihr eher Theoretiker seit und jede Funktion bis auf das äußerste Detail beschrieben haben wollt, so rate ich euch von dem Buch ab. Es ist eher ein Buch vom Praktiker für Praktiker, also gerade richtig für mich. Theorie ist zwar schön und gut, aber irgendwann will man halt auch mal Ergebnisse davon sehen und nicht nur fachsimpeln.

Falls ihr ein paar Beispielbilder zu den Presets sehen wollt, so könnt ihr diese in seinem Blog anschauen. Ich selbst habe bisher noch kein Preset verwendet, sondern spiele lieber selbst an den Reglern :-)

Informationen zum Buch:

Titel: Mein Lightroom Alltag
Autor: Patrick Ludolph
Preis: 29,95 €
ISBN: 978-3826691553

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