Vicky – Portrait in der Stadt

Vergangenes Wochenende waren Vicky und ich ein bisschen in der Stadt unterwegs. Dort gab es ein kleines Gauklerfest mit verschiedenen Bühnen und Artisten. Das Fest an sich hat uns eigentlich weniger interessiert, aber wir wollten einfach ein bisschen durch Tuttlingen schlendern.

Da ich schon lange keine Fotos mehr von Vicky gemacht hab, sind wir an einem Ladengeschäft stehen geblieben und es gab mal wieder ein Portrait, welches mir sehr gut gefällt. Nicht zuletzt war dieses Portrait der Startpunkt für Faces-of-Strangers, wobei Vicky für mich natürlich nicht wirklich ein Fremder Mensch ist.

Ich finde solche Art von Portraits sehr schön, ein bisschen Spiegelung auf der einen Seite und alles schön verschwommen im Hintergrund. Ich kann es kaum erwarten demnächst noch weitere solche Portraits auch von fremden Personen zu machen. Also wundert euch nicht, wenn euch auf einmal so ein komischer Typ mit ner Retrokamera anquatscht. Könnte sein, dass ich das bin :-)

Da ich mir bezüglich eines Looks noch nicht ganz sicher bin, wollte ich von euch wissen, welches der beiden Fotos ihr von der Bearbeitung her besser findet bzw. welches euch eher zusagt. Ich finde beide toll und kann mich nicht wirklich entscheiden.

linkTime – Mai 2013 – #1

Alles neu macht der Mai, so eine Redensart. Beim Wetter hat das leider noch nicht viel geholfen. Allerdings gab es bei mir ein paar Neuerungen sowohl persönlich, als auch fotografisch.

Persönlich habe ich mich endlich für den 10 km Lauf beim Tuttlinger Run&Fun Wochenende angemeldet. Als Trainingsmotivation höre ich die monatlichen Best-Running-Songs von Joggen-macht-Spaß. Ebenfalls habe ich mir einen Wunsch erfüllt und mir ein Singlespeed Fahrrad bestellt, sobald das da ist gibt es ein paar Fotos. Allerdings muss ich hierfür noch ein paar Tage warten.

Fotografisch habe ich mich dazu entschlossen ein Fotoprojekt mit meiner Fuji X100s zu machen – Faces of Strangers. Einigen sind diese Projekte bestimmt bekannt, ich selbst habe so eines aber noch nicht durchgeführt. Weitere Informationen zu dem Projekt findet ihr auf der englischsprachigen Website. So nun aber genug geschrieben, viel Spaß mit der Inspiration der linkTime im Mai.

Flickr Favoriten der Woche:

Babushka Cloudy Sunset A colourful kiss Chennai Holi Chef Ageng Baron Canoes at Sunset

shopping Girl Beach Life Kvassheim Scille The other west coast

Street Life Fuji Hand Kiss NYC #26 Seascape Modeling and commuting

Linkschleuder:

  • Die Bretagne ist ein Ziel, welches ich in den nächsten Jahren unbedingt mit dem Foto bereisen möchte. Nicht zuletzt hat mich Mathias Rehberg wieder auf diesen Gedanken gemacht. Er zeigt bei Kwerfeldein seine Tour durch die Bretagne.
  • Ich bin schon lange begeistert von den Hochzeitsfotos, die Julia so erstellt. Mit der Serie von Anke & Dirk hat sie mich aber noch mehr begeistert. Es gibt dort kein Bild, welches mir nicht gefällt!
  • Jack Daly hat ein tolles Projekt gestartet. Dabei portraitiert er Menschen mit deren Leidenschaft. Einfach nur klasse was er dort festhält.
  • Stilllife ist ein Genre in dem ich bisher noch nie so warm wurde. Wenn ich jedoch solche Stilllife Fotos sehe, dann bin ich wieder Feuer & Flamme und würde am liebsten gleich selbst solche Fotos machen. Einfach nur inspirierend.
  • Ein Tisch benötigt jeder Haushalt heutzutage. Wieso nicht mal etwas ausgefallenes machen und den Tisch aus Lego bauen. Sieht irgendwie lustig aus. Ich hoffe er ist auch stabil!

Wilfried Rösch und seine böhmischen Freunde

Vergangenes Wochenende war ich mal wieder unterwegs ein paar Fotos machen. Ein Mitglied der Böhmischen Freunde hat mich gefragt, ob ich nicht bereit wäre ein paar Gruppenbilder zu machen für das nächste Plakat und die Webseite. Da ich ihn kannte und Wilfried Rösch und seine Böhmischen Freunde mir schon lange ein Begriff sind, habe ich zugesagt.

Vergangenes Wochenende war es dann soweit und wir haben uns an einem Auftritt der Böhmischen Freunde in Sipplingen am Bodensee zu einem Fotoshooting verabredet. Leider hat das Wetter nicht ganz so mitgespielt wie wir wollten. Alle paar Minuten war es anders. Mal Regen, mal Sonne, dann wieder Regen. Von daher hatten wir nicht so viele Möglichkeiten was die Location anging, doch zum Glück gab es hinter der Festhalle ein paar grüne Flecken um Fotos zu machen.

Wilfried Rösch und seine Böhmischen Freunde wollten endlich mal wieder ein paar Bilder der Musiker und der Register haben. Also nichts wie ab auf die Wiese und los bevor der nächste Regen kommt.

linkTime – April 2013 – #3

Lernmarathon ist überstanden, Prüfungen ebenfalls und das gute Wetter ist jetzt leider auch wieder vorbei. Soll aber ja bald wieder ein paar Tage wärmer werden, so dass ich dann auch demnächst noch viel mit meiner Fuji X100s unternehmen kann. Nun aber erstmal noch ein bisschen Inspiration in der linkTime.

Flickr Favoriten der Woche:

Middle Rock winter sunset kontiki suite 1 big bottom Macht der Gezeiten Sparkling Daisy

Caixaforum The Nuggets 1.5 min of peace Robayera, Spain Contrary Wonders of Iceland

Fifty Points Sunrise cat relaxing on a sofa A cold Spring Piton View Aurora Reflection Mimo

Linkschleuder:

  • Ich drucke hin und wieder ja auch mal ganz gerne ein Bild, so dass ich es nicht immer nur auf dem Bildschirm anschauen muss. Ich hatte schon viele Arten von Druck ausprobiert: Leinwand, Acrylglas, Alu-Dibond, Papier. Beim Stilpirat wurde ich vor einiger Zeit auf den Druck auf Stein aufmerksam. Sieht definitiv interessant aus!
  • Portraits finde ich in letzter Zeit sehr ansprechend und so bin ich immer mehr auf der Suche nach interessanten Projekten, in denen die Gesichter Geschichten erzählen. Dabei bin ich auf die Serie “Five Roads Back Home” von Simon Geis gestoßen. Seine Portraits erzählen teilweise eine sehr interessante Geschichte.
  • Matthias Haker macht klasse Aufnahmen von Städten, Landschaften und alten Gebäuden. Ich finde seine Arbeiten äußerst ansprechend.
  • Ein paar lustige Fotos zeigt die Serie “Moments before”. Es ist eindeutig zu erahnen, was gleich auf den Fotos passiert und wie einige Personen das nicht wahrnehmen. Ich finde die Aufnahmen einfach unterhaltsam, auch wenn es teilweise wirklich in der Realität nicht so lustig ist.
  • Architektur in einer wundervollen Lage finde ich immer sehr ansprechend. Besonders dann finde ich es interessant, wenn diese Art von Häusern weit außerhalb des eigenen Budgets liegt und wahrscheinlich immer ein Traum bleiben wird. So auch dieses Haus von Saota Architecture.

Fuji X100s – Mein neues Spielzeug

Der ein oder andere hat es in den verganenen Beiträgen vielleicht schon mitbekommen, ich habe mir ein neues Spielzeug angeschaft – eine Fuji X100s. Ja, ja, ich weiß… Wieso braucht der denn noch ne Kamera, der hat doch schon ne D700 und zig Objektive? Und ne kleine Kompaktknipse hat er dann auch noch. Wieso also noch eine Fuji X100s?

Nunja, manchmal ensteht in mir halt kurzfristig ein Haben-Wollen-Gefühl und ich kann dann nicht an mich halten. Die ersten Berichte zur Fuji X100s von Zack Arias und David Hobby habe ich sofort verschlungen und beschlossen, die will ich haben! Kaum gesagt, auf Amazon gegangen und erst mal eine Fuji X100s geordert. Zum Glück waren noch drei auf Lager und ich konnte mich in wenigen Tagen auf das neue Spielzeug freuen.

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Spielzeug auspacken und loslegen

Nach gefühlt mehreren Wochen kam die Fuji X100s dann nach wenigen Tagen bei mir an. Ich war schon ganz gespannt das Schmuckstück endlich auszupacken und damit die ersten Fotos zu schießen. Amazonpakete sind wie Weihnachten. Oft weiß man schon was drin ist, aber man freut sich immer es dann doch endlich auspacken und in den Händen halten zu können.

Der erste Eindruck? Wow! Schick sieht die Fuji X100s aus. Der Retrostil gefällt mir voll und ich hatte schon öfters mit einer der Fujis geliebäugelt. Die X100 hat mich aber abgeschreckt wegen des Autofokus, die X-Pro1 war mir mit den Wechselobjektiven zu teuer und die X-E1 hatte ich mal kurz, hat mir aber dann nicht zugesagt. Ich habe beim auspacken schon gehofft, dass es nicht so endet wie mit der X-E1, aber ich hatte schon ein ganz anderes Gefühl, als ich die Kamera das erste Mal in der Hand hatte.

Nachdem der Akku dann geladen war, ging es gleich mal an die Funktionen und Einstellungen. Erst mal alles durchgehen, sich mit den Knöpfen vertraut machen und gleich mal an allem rumspielen. Nach wenigen Minuten hat sich die Bedienung schon sehr einfach angefühlt und die meisten Dinge waren schon im Kopf. Doch später mehr zur Bedienung.

Fuji X100s nach den ersten Stunden

Nachdem ich die Fuji X100s dann geladen hatte und meine Einstellungen vorgenommen hatte, ging es erst Mal raus auf die Straße ein paar Fotos machen. Ein neues Spielzeug muss schließlich nicht nur toll aussehen, sondern auch Spaß machen. Und ich kann euch jetzt schon sagen, das kleine Ding macht verdammt viel Laune.

Die ersten Ergebnisse sind schon einmal sehr vielversprechend. Bewusst habe ich zunächst mit der Schwarzweiß Filmeinstellung fotografiert, da ich zur Zeit ein Fable für Schwarzweißfotos habe. Die Fuji X100s hat sich hervorragend dafür geschlagen und die Bilder direkt aus der Kamera konnten auch ohne Probleme verwendet werden. Nacharbeit war ganz selten notwendig.

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Die Bedienung der Fuji X100s

Das “s” im Namen der Fuji X100s steht quasi für “simpel”. Die Bedienung der Kamera ist sehr einfach. Die wichtigsten Funktionen sind direkt an der Kamera angebracht. Über einen Blendenring kann man direkt am Objektiv die gewünschte Blende einstellen. Ein Rädchen für die Belichtungszeit oben auf der Kamera, sowie zusätzlich das Rädchen für die Belichtungskorrektur sind einfach zu erreichen und klar verständlich. Der Fn-Knopf neben dem Auslöser lässt sich dann noch mit z.B. der ISO-Einstellung belegen und schon kann es losgehen.

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Wer noch weitere Einstellungen vornehmen möchte, der kommt über das Q-Menü zu weiteren wichtigen Einstellungen, wie z.B. der Autofokus, das Messfeld oder die Filmtypen. Mit wenigen Klicks ist die Kamera komplett anders eingestellt. Das Kameramenü habe ich nur zu Beginn verwendet, den Rest mache ich nun über das Quickmenü oder die Rädchen und Tasten.

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Ich selbst habe mir verschiedene Einstellungen für die Fuji X100s zurechtgelegt. Bis zu drei unterschiedliche Konfigurationen können gespeichert und direkt über das Q-Menü aufgerufen werden. Bei mir gibt es eine Konfiguration für Farbfotos und eine für Schwarzweißfotos. Damit komme ich ganz gut klar und ich habe beide Vorlieben abgedeckt.

Brennweite, Display, Sucher und Autofokus der Fuji X100s

Die Fuji X100s ist mit einer Festbrennweite von 23 mm (35 mm Kleinbild) ausgestattet und verfügt über eine Blende von f/2.0. Ich selbst liebe Festbrennweiten schon an der DSLR, vor allem auch das Nikon 35 mm. So passt mir die Brennweite der Fuji ganz gut rein, da ich mich nicht groß umstellen muss. Natürlich wäre es auch schön ein Zoomobjektiv an einer Kompaktkamera zu haben, aber das geht dann entweder auf die Qualität oder die Kompaktheit. Somit ist die Fuji X100s für mich ein guter Kompromiss.

Das Display an der Fuji ist sehr hell und hochauflösend. Details werden sehr gut dargestellt, die Live-View Funktion ist tadellos, wobei ich diese ganz selten verwende. Einziges Manko, man kann das Display nicht schwenken. Da muss ich halt weiterhin auf dem Boden rumliegen und -grabbeln.

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Fasziniert bin ich von dem hybriden Sucher der Fuji X100s. Ich war bisher noch nie ein Fan von elektronischen Suchern, da diese meist pixelig und langsam waren. Von dem Sucher in der Fuji X100s bin ich jedoch total begeistert. Es sieht alles knackscharf aus, Verzögerungen gibt es nur bei sehr schnellen Schwenks oder bei Dunkelheit. Aber auch dort kann man schnell Abhilfe schaffen. Einfach kurz den Modus des Suchers auf der Vorderseite der Fuji umstellen und schon hat man einen optischen Sucher. Wirklich klasse und genial gelöst.

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Ich hatte bereits vorhin schon erwähnt, dass mich bei der Fuji X100 der Autofokus vor einem Kauf abgeschreckt hat. Laut Medien sollte dieser bei der Fuji X100s aber um einiges schneller sein und so habe ich es einfach gewagt. Und ich muss sagen, für mich ist der Fokus verdammt schnell. Er trifft sehr sicher und reicht für meine Bedürfnisse durchaus. Sport würde ich vielleicht nicht damit fotografieren, aber da reicht mir die Brennweite eh nicht für aus.

Fuji X100s bei Nacht

Die Fuji X100s hat einen APS-C Sensor wie viele DSLRs auch. Die ISO-Leistung ist sehr gut. Bis ISO 6400 lässt sich kaum ein Rauschen erkennen. Für meine Bedürfnisse völlig ausreichend und ich finde die Qualität kann sich sehen lassen. Meistens fotografiere ich nicht mit mehr als ISO 3200 und das ist mehr als klasse!

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Panoramamodus und Filmsimulationen

Natürlich darf eine Kamera von heute ein paar Dinge nicht missen. Bei vielen Kompakten ist dies der Panoramamodus in der Kamera. Dabei werden mehrere Bilder direkt hintereinander gemacht und in der Kamera zusammengesetzt. So auch bei der Fuji. Ich finde den Modus sehr gut gelöst. Er zeigt genau an, in welche Richtung man sich drehen muss und wann das Panorama fertig ist und man aufhören kann zu schwenken. Leider musste ich aber feststellen, dass die Zusammensetzung teilweise ein paar Stitchingfehler aufweist wenn Objekte etwas näher an der Kamera dran sind. Ansonsten gibt es auch nur zwei feste Blickwinkel für die Panoramas (120 und 180 Grad) was ich auch etwas einschränkend finde. Hier hätte ich mir noch etwas kleineres gewünscht, aber man kann ja hinterher auch alles zurechtschneiden.

Die Fuji X100s bietet keine Programmautomatiken wie z.B. Strand oder Nacht. Sie kommt jedoch mit verschiedenen Filmsimulationen daher, die sich direkt auf die Ergebnisse auswirken. So kann man z.B. kräftigere Farben erzeugen, Schwarzweißaufnahmen machen, Sepia Fotos direkt erstellen, usw. Ich finde das ganz gut, denn die Ergebnisse aus der Kamera lassen sich durchaus sehen. Bei den Schwarzweißaufnahmen hatte ich kaum Arbeit mit der Bearbeitung. Die RAW-Fotos sind natürlich etwas aufwendiger zu bearbeiten, da dort die Filmsimulation nicht zieht.

Achja, im elektronischen Sucher sieht man auch direkt schon die Filmsimulation. Verwendet man beispielsweise den Schwarzweißfilm, so wird auch der Sucher schwarzweiß dargestellt. Das finde ich wirklich klasse!

Ansonsten ist noch zu erwähnen, dass die Fuji X100s direkt einen 3-Stop ND-Filter mitbringt. Das ist vor allen Dingen bei starkem Sonnenlicht klasse um dennoch mit sehr offener Blende fotografieren zu können denn die Verschlusszeit ist schließlich begrenzt.

Apropos Verschlusszeit, diese reicht bis 1/4000 s. Und auch bis zu dieser Geschwindigkeit soll man auch Blitze synchronisieren können. Ich selbst habe das nicht getestet, da ich bisher noch keinen Blitz für die X100s gebraucht habe und wahrscheinlich auch nicht so schnell brauchen werde.

Fazit

So und wie ist euer erster Eindruck nun nach diesem Review? Ich hoffe genauso wie meiner! Die Fuji X100s ist einfach klasse. Sicherlich hat sie einige Schwächen und sie ist bestimmt auch nicht für jeden geeignet. Wer jedoch auf der Suche nach etwas kompaktem im Retrodesign und mit guter Bildqualität ist, der wird die Fuji lieben. Ich werde sie auf jeden Fall nicht mehr zurückgeben und sie immer mit dabei haben.

Fotografie – Apple – Design