Testbericht: Sirui Carbon-Stativ N-1204 mit K10X Kugelkopf

Vor kurzem erhielt ich ein Stativset von meinFoto bestehend aus einem Sirui Carbonstativ N-1204 und dem Kugelkopf K-10X. Aktuell bin ich gar nicht auf der Suche nach einem Stativ, da ich mit meinem Benro A-268 bisher eigentlich sehr zufrieden bin, aber gerne habe ich das Testgerät entgegengenommen und in meinem Fotoalltag getestet.

Es ist natürlich schwierig einen Vergleich zwischen den beiden Stativ herzustellen, da das Sirui ca. doppelt soviel kostet wie das Benro, was aber auch dem Material Carbon statt Aluminium geschuldet ist. Ich habe es dennoch versucht und für euch meine subjektiven Vor- und Nachteile des Sirui zusammengestellt.

Das Sirui N-1204 Carbonstativ

Beginnen möchte ich zunächst mit dem Stativ und dessen Eigenschaften. Zunächst sollte gesagt sein, dass meine Körpergröße 1,98 cm beträgt und ich bei Stativen deshalb sehr oft Probleme habe und nicht aufrecht stehen kann. Klar macht man nicht immer aus der normalen Standhöhe Fotos, aber einen Großteil davon dann doch, vermutlich aus Bequemlichkeit :-)

Das Sirui N-1204 hat eine Höhe von ca. 160 cm mit ausgefahrener Mittelsäule. Kommt der Kugelkopf und die Kamera noch dazu, so kann ich aufrecht durch den Sucher schauen, was den Rücken dann bei manchen Aufnahmen doch entspannt. Mit eingefahrener Mittelsäule beträgt die Höhe immerhin noch ca. 130 cm.

Für mich ist die Höhe somit ausreichend und in Ordnung. Allerdings muss man aber auch sehen, dass durch die Höhe etwas an Stabilität eingebüßt wird gegenüber kleineren Stativen. Die Höhe wird erreicht durch dünnere Segmente im vierten Glied der Stativbeine. Das könnte gerade bei stärkerem Wind ein Problem sein, jedoch kann ich das nicht bestätigen, da es ziemlich windstill war bei meinen Tests.

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Stativ ausgefahren mit kurzer Mittelsäule

Neben der maximalen Höhe war es mir dieses Mal auch wichtig zu schauen, was die minimale Höhe ist. Vor längerer Zeit schon habe ich mich für die Makrofotografie begeistern können und bei meinem Benro musste ich jedes Mal die Mittelsäule umdrehen um in Bodennähe fotografieren zu können. Bei anderen Herstellern ist im Lieferumfang oftmals noch eine kurze Mittelsäule gerade wegen solchen bodennahen Aufnahmen enthalten. Auch beim Sirui N-1204 war eine kurze Mittelsäule dabei und die minimale Höhe beträgt bei abgespreizten Beinen ca. 13 cm ohne Kugelkopf. Für mich ist das eine gute Arbeitshöhe für meine Makros. Noch tiefer würde man nur kommen, wenn sich die Mittelsäule klappen ließe wie z.B. bei dem Vanguard Alta Pro 263*.

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Minimale Höhe inklusive Kugelkopf

Das Sirui N-1204 bietet neben dem klassischen Dreibein-Stativ auch noch die Möglichkeit eines der Stativbeine abzunehmen und somit ein Einbeinstativ zur Hand zu haben. Für was ich jedoch ein Einbeinstativ benötige kann ich euch so gar nicht beantworten. Für meine Anwendungsgebiete in der Naturfotografie brauche ich das nicht. Ich habe allerdings schon diverse Sportfotografen mit solchen Einbeinstativen am Spielfeldrand gesehen. Vermutlich entlastet es die Fotografen, da diese oftmals große und schwere Objektive verwenden. Für mich ist das Einbein jedoch kein Must-Have.

Was ich praktisch finde und was mir bei meinem Benro A-268 oft fehlt sind die Kälteschutzschaumstoffe an den Stativbeinen. Klar kann man sich die selbst zusammenbasteln, aber irgendwie macht man das dann doch nicht, denn es fällt einem erst kurz vor der nächsten Fototour wieder ein. Den Kälteschutz hat das Sirui N-1204 an zwei Stativbeinen, wobei ich mir auch noch an dem dritten einen gewünscht hätte. Es sieht optisch einheitlicher aus (ich weiß Optikfreak…) und man kann jedes der Stativbeine zum Tragen in der Kälte anfassen.

Eine Klasse Idee finde ich die Möglichkeit, den Schultergurt der mitgelieferten Tasche auch direkt am Stativ befestigen zu können. Die Tasche habe ich eigentlich nie dabei, sondern ich nehme meistens meinen Flipside 400 AW mit Stativhalterung wenn ich mit Stativ unterwegs bin. Mit der Lösung von Sirui könnte ich mir das Stativ auch ganz angenehm über die Schulter hängen und mit der Schultertasche losziehen.

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Schlaufe für den Schultergurt am Stativ befestigt

Neben den bisher genannten Punkten gibt es aber noch zwei ganz entscheidende Kriterien für die Stativauswahl; das Gewicht und das Packmaß! Viele Fotografen reden oft von der Wichtigkeit der Stabilität, nur ist hier oft das Problem, dass diese Stative dann sehr schwer sind und man sie dann meist gar nicht auf die Fototour mitnimmt und dadurch womöglich einige Motive nicht aufnehmen kann. Ich hatte mir vor einem Jahr das Ziel gesetzt, dass mein Stativ maximal 2 kg wiegen darf.

Als ich das Sirui N-1204 in der Hand hatte war ich von dem minimalen Gewicht fasziniert. Ich dachte schon die 2 kg des Benro A-268 sind angenehm, aber die 950 g des Sirui waren dann doch nochmal spürbar, gerade bei längeren Touren. Natürlich kommt hier auch noch ein Kugelkopf hinzu. Mein Set wog insgesamt ca. 1,3 kg, aber immerhin nochmal angenehmer wie 2 kg. Das Packmaß beträgt ca. 44 cm und ist somit recht angenehm zu transportieren.

Was mir noch fehlt sind Spikes. Gerade auf Wintertouren schätze ich solche Spikes doch, da das Stativ dann noch weniger verrutschen kann. Die größeren Brüder des N-1204 haben diese Spikes laut Beschreibung aber integriert.


Der Kugelkopf Sirui K-10X

Als Kugelkopf kam der Sirui K-10X in meinem Stativset zum Einsatz. Er ist der Kleinste in der Familie der KX-Kugelköpfe und auch der Leichteste. Da ich bei diesem Test vor allen Dingen die Qualität auch im Vergleich zum Gewicht sehen wollte, habe ich mich sehr darüber gefreut, das meinFoto mir keinen schwereren Kugelkopf zugeschickt hatte. Der Kopf wiegt ca. 350 g und hat eine Höhe von 9,3 cm.

Als ich den Kopf auf dem Stativ montiert hatte sind mir gleich ein paar Dinge aufgefallen, die ich bei meinem Benro B-1 sehr vermisse. Vor allen Dinge sind das die Nivellierlibellen, sowohl horizontal wie auch vertikal. Mit Hilfe von diesen lässt sich die Kamera ideal am Horizont ausrichten bzw. gerade stellen, was mir oftmals in Fotos nicht so gelingt. Ich orientiere mich zwar oft an dem Gitter des Suchers, aber das ist dann oft doch nicht so das Wahre :-)

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Nivellierlibellen am K-10X

Ebenfalls klasse finde ich das Schnellwechselsystem. Zum einen ist es kompatibel zu den sehr beliebten Arca Swiss* Schnellwechselplatten, zum anderen finde ich den Safety-Lock klasse. Er verhindert ein Herausrutschen der Kamera bzw. Schnellwechselplatte, wenn z.B. die Platte noch nicht voll fixiert ist und der Kugelkopf vielleicht noch nicht festgestellt wurde. Das könnte unter Umständen ein paar Hundert Euro sparen.

Auch die mitgelieferte Schnellwechselplatte hat mich sehr überzeugt. Bei meinem Benro B-1 musste ich immer noch Werkzeug dabei haben um die Schnellwechselplatte festzumachen. Sirui hat einen kleinen Bügel an der Schraube, mit der sich die Schnellwechselplatte sehr gut festmachen lässt.

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Schnellwechselplatte mit Bügelschraube

Der K-10X bietet keine zusätzliche Friktionsschraube, wie ich das von meinem Benro gewohnt war, allerdings habe ich diese nicht wirklich vermisst. Die Friktion ist in die Feststellschraube mit integriert, so dass sich bei geringem Anzug die Kamera gut bewegen lässt, aber nicht abkippt.

Was ich weniger gut finde ist die Panoramafunktion. Es gibt lediglich eine kleine Auskerbung, an der ablesbar ist, bei wieviel Grad man sich gerade befindet. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Skala komplett sichtbar ist, da es doch teilweise schwierig ist abzulesen, gerade wenn die Feststellschraube über der Kerbe liegt.

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Kerbe für Panoramafunktion


Mein Fazit:

Sirui liefert mit dem N-1204* und dem K-10X* ein gutes Stativset, was nur wenige Wünsche offen lässt. Allerdings hat das geringe Gewicht und die Kompaktheit auch einen stolzen Preis von ca. 400 €. Wer jedoch sehr viel mit dem Stativ unterwegs ist und genau auf diese zwei Punkte angewiesen ist, der wird mit dem Sirui-Set sicherlich glücklich werden. Für meine wenigen Einsätze wäre mir das Stativ eine zu große Investition. Bei den wenigen Touren die ich damit unternehme, kann ich auch mal ein Kilo mehr mit mir rumtragen :-)

Eine Belastbarkeitsprüfung von Stativ und Kugelkopf konnte ich mit meinem Equipment nicht durchführen. Ich komme mit Maximalaustattung auf ca. 3 kg, was bei weitem von den Herstellerangaben entfernt ist (Stativ bis 12 kg, Kopf bis 20 kg). Ich hatte jedenfalls keine Probleme und ich denke auch, dass es bei schwerer Ausrüstung keine großen Probleme geben wird, sofern sie sich unterhalb der Grenzen befindet.

Eine Kleinigkeit die ich mir noch gewünscht hätte wäre ein Steinbeutel anstatt des Befestigungshakens, da man doch hin und wieder an die Fototasche muss und wenn diese an dem Haken hängt kann es passieren, dass man am Stativ wackelt und sich die eingestellte Perspektive verschiebt. Zudem wäre so ein Beutel praktisch für jegliches Kleinteilezubehör an das man ggf. schnell rankommen sollte.

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Neue Fototasche: Think Tank Retrospective 30 “Pinestone”

Ich habe mir vor kurzem mal wieder etwas Fotoequipment gegönnt. Diesesmal war es jedoch kein Objektiv, keine Kamera und auch kein Blitz; es war eine Fototasche! Warum eine neue Tasche werdet ihr euch fragen, nachdem ich doch mit dem Flipside 400 AW so zufrieden bin. Nunja diese Frage will ich euch in diesem kleinen Erfahrungsbericht beantworten.

Die lange Suche nach der perfekten Fototasche…

… wird wahrscheinlich niemals enden. An jeder Tasche gibt es etwas, was einem nicht zu 100% gefällt oder es fehlt einfach noch irgendwas. Aber man muss dann einfach auch einmal in sich gehen und sich fragen, ob man das auch wirklich so braucht wie man es haben möchte.

Ich habe schon diverse Fototaschen ausprobiert. Ob Rücksäcke, Slingbags oder Schultertastaschenchen, immer war es noch nicht genau das, was ich haben wollte. Vor ein paar Monaten bin ich dann auf Think Tank Fototaschen aufmerksam geworden und vor kurzem habe ich mich dann für eine dieser Taschen entschieden.

Ich sage es schonmal vorab, es wird sicherlich nicht die letzte Tasche in meinem Fotografenleben sein :-) Wir Fotografen sind in diesem Punkt, wie Frauen. Es gibt eine neue Tasche und man will sie dann gleich auch mal haben!

Meine neue Tasche, die Think Tank Retrospective 30 “Pinestone”

Eigentlich war ich ja nie so ein Fan von Schultertaschen, da sie mit dem ganzen Fotoequipment doch etwas schwer sind und den Körper einseitig belasten, aber gerade auf kleineren Fototouren oder wenn man schnell mal an sein Equipment möchte, sind die Schultertaschen dann halt doch nochmal einen Tick besser als ihre Kontrahenten.

Mit meinem Lowepro Flipside 400 AW bin ich immernoch sehr zufrieden. Auf längeren Touren und gerade beim Einsatz mit dem Stativ fällt die Wahl immer zuerst auf den Rucksack. Er ist einfach angenehm zu tragen und das Gewicht ist nicht so spürbar. Aber er ist mir häufig dann doch auch zu groß und so musste eine etwas kleinere Tasche her, in der aber trotzdem mein gesamtes Equipment Platz hätte. Bei meinem Flipside 400 AW stoße ich teilweise schon an die Kapazitätsgrenzen.

Meine Entscheidung fiel dann auf die Think Tank Retrospective 30. Für mich ist Think Tank eine Marke, die Artikel nach dem Motto “Von Fotografen, für Fotografen” herstellt. Es gibt sicherlich auch noch andere Hersteller, die so denken, aber bisher habe ich es bei keinem so gemerkt wie bei dieser Tasche.

Als die Tasche ankam und ich sie ausgepackt habe, war ich erstmal verwundert, wie “kompakt” die Tasche doch ist. Ich hätte sie etwas größer erwartet und hatte schon Angst, dass ich mein Equipment nicht komplett hineinbekomme.

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Maße:

  • Innen: 38 x 24 x 15.2 cm
  • Außen: 40.6 x 26.7 x 17.8 cm
  • Gewicht: 1,5 kg

Die Think Tank Retrospective 30 ist nicht gerade ein Fliegengewicht. Mit 1,5 kg Eigengewicht ist die Tasche schon ohne Equipment recht schwer. Schon vor dem Kauf bereitete mir das Gewicht einiges an Kopfzerbrechen, aber ich wollte es letztendlich einfach wissen und habe mir die Tasche bestellt.

Bis jetzt kann ich sagen, dass das Gewicht zwar spürbar ist, aber nicht so sehr wie ich es mit gefüllter Fototasche gedacht habe. Mit voller Fototasche kann man immernoch angenehme Spaziergänge machen, ohne gleich Schulterschmerzen zu bekommen, was sicherlich auch an dem sehr gut gepolsterten Gurt liegt. Auch ist die Tasche nicht so steif und schmiegt sich leicht an die Hüfte an.

Die Retrospective 30 ist zudem erstklassig verarbeitet und man spürt das auch, wenn man die Tasche berührt, dass das Material nicht gerade das billigste war. Das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder, welcher mit knapp 200 € nicht gerade günstig ist.

Was mir auch noch ziemlich gut gefällt ist die Idee mit dem “Silentmode”. Die Tasche wird über Klettverschluss verschlossen und dieser ist entsprechend laut, wenn man die Tasche öffnet. Das kann gerade bei Shootings in Kirchen oder in der freien Natur sehr störend sein. Entweder nervt es Gäste auf einer Hochzeit oder die kleinen Tierchen in der Natur verschwinden durch die Geräusche. Think Tank hat diese störende Eigenschaft dadurch gelöst, dass die Klettverschlusslaschen zugeklappt werden können und es keine Geräusche mehr beim Öffnen/Schließen gibt.

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Was passt alles in meine Think Tank Retrospective 30?

Die wohl wichtigste Frage, die es zu klären gilt ist, was alles in die Retrospective 30 hineinpasst. Wie schon gesagt, war ich sehr überrascht, dass die Tasche so klein ist. Beim Taschenfreak sah die Tasche viel größer aus und auch das ganze Equipment musste da ja auch irgendwie rein.

Als ich dann angefangen hab, die Tasche zu packen, war ich hellauf begeistert. Die Objektive, die Kamera und das Zubehör verschwinden geradezu in der Tasche. Ich habe alles von meinem Equipment hineinbekommen und es ist immernoch Platz für mehr.

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  • Macbook Pro 13″
  • Nikon D700 + aufgesetztes 24-70 mm
  • Nikon 50 mm
  • Nikon 16-35 mm
  • Nikon 70-300 mm (ein 70-200 mm würde auch gut passen, wenn die Geli umgedreht ist)
  • 2x Nikon SB-600
  • Nikon SB-900
  • Diverses Zubehör

Was auf dem Bild noch fehlt, aber auch in der Tasche noch Platz findet ist die Nikon D90 und das Nikon 35 mm. Mit irgendwas musste ich ja auch die Bilder machen :-)

Fazit

Für mich ist die Think Tank Retrospective 30 eine erstklassige Schultertasche. Ich bin überwältigt von dem Platzangebot, dem angenehmen Tragen dank dem Schulterriemen und der Schlichtheit der Tasche. Man sieht der Tasche auf den ersten Blick nicht an, dass es eine Fototasche ist. Es könnte auch eine ganz gewöhnliche Schultertasche sein. Darin sehe ich vor allem auf Reisen große Vorteile, da man nicht gleich sieht, dass in der Tasche wertvolles Fototequipment liegt.

Die Think Tank Retrospective 30 bekommt von mir eine klare Kaufempfehlung. Es gibt die Retrospective auch noch in zwei kleineren Varianten (10, 20), welche für etwas weniger Equipment sicherlich auch sehr gut ausreichen. Ebenso gibt es neben “Pinestone” auch noch die Farbe “Schwarz”. Die Tasche ist zwar nicht ganz günstig, aber das Preis-/Leistungsverhältnis passt auf alle Fälle.

Und es wurde Licht…! SB-900 im Einsatz

Wow, ich glaub es ja selbst noch gar nicht, dass es mal wieder etwas anderes auf meinem Blog gibt als nur Bilder :-) Aber ihr lest richtig, es gibt einen Erfahrungsbericht zu einem neuen Teil in meinem Fotorucksack: ein Nikon SB-900 Aufsteckblitz.

Meine bisherigen Erfahrungen mit Aufsteckblitzen

Schon seit längerer Zeit besitze ich zwei Nikon SB-600 Blitze und war bisher sehr zufrieden mit den Ergebnissen, die ich damit erzielt habe. Den ersten großen Einsatz hatten die beiden Blitze bei ein paar Portrait-Testshootings mit meinem Fotokollegen Emanuel.

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Bei diesem Fotoshooting wollten wir einfach das CLS-System von Nikon mit der Nikon D90 als Auslöser testen. Und wie ihr sehen könnt hat dies sehr gut funktioniert. Problem an der Sache war nur, dass es ein paar verschiedene Lichtquellen an der Location gab und ich keine Filterfolien für die Blitze hatte.

Als nächstes habe ich mit den Blitzen noch mehr herumgespielt und noch ein paar weitere Bilder damit geschossen. Auch hier habe ich meistens das CLS-System von Nikon eingesetzt und ich bin sehr zufrieden mit diesem System. Bei den Fotos der Woche findet ihr noch mehr Bilder die mit den SB-600 entstanden sind.

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Probleme mit dem CLS-System konnte ich bisher nur bei starkem Sonnenlicht festellen. Doch auch dieses Problem konnte mit Hilfe von Yongnuo Funkauslösern gelöst werden. Leider geht über diese aber kein TTL-Blitzen, was ich doch immer sehr toll finde :-)

Warum noch ein weiterer Aufsteckblitz?

Wenn ich doch aber nun so zufrieden bin mit meinen zwei Nikon SB-600, wieso nochmal einen weiteren Aufsteckblitz? Nun hierfür gibt es mehrere Gründe:

  • Licht kann man nie genug haben
  • Erhöhte Zoomspanne des SB-900 gegenüber dem SB-600
  • Stärkere Leistung des SB-900 gegenüber dem SB-600
  • Verwendung als Masterblitzgerät für CLS

Die ersten drei Punkte sind sehr gut nachvollziehbar, denn gerade wenn die Ausleuchtung ohne vorhandene Lichtquellen gemacht werden soll, dann sind mehrere Blitze immer ganz praktisch. Und die erhöhte Leistung ist sehr gut um z.B. gegen die Sonne blitzen zu können.

Der wichtigste Punkt für mich war jedoch der letzte. Ich hatte mir dieses Jahr eine gebrauchte Nikon D700 gekauft und diese hat einen defekten internen Blitz. Ohne den internen Blitz ist es jedoch nicht möglich das CLS-System von Nikon zu benutzen, außer ich setze einen Masterblitz oder den SU-800 von Nikon ein. Da mir die SU-800 zu teuer war, habe ich mir lieber noch zusätzlich mehr Licht gekauft.

Weshalb ein Nikon SB-900?

Meinen ersten Blitz, den Nikon SB-600, habe ich damals gekauft um ein bisschen mit dem Blitzen zu experimentieren. Damals wollte ich nicht soviel Geld ausgeben und der Nikon SB-900 war mir einfach zu teuer. Nachdem ich mich mit dem Nikon SB-600 angefreundet habe, kam auch gleich ein zweiter hinzu. Beide konnte ich über den internen Blitz meiner Nikon D90 ansteuern, was sehr viel Spaß machte.

Nachdem ich meine D700 gekauft habe, konnte ich meinen internen Blitz aber nicht mehr verwenden für die Auslösung, da dieser defekt ist. Also stand ich vor der Wahl einer Reparatur, einem SU-800 oder einem Nikon SB-900. Ich habe mich bewusst für den SB-900 entschieden, da dieser Blitz vom Typ “Draufstecken und Abfeuern” ist. Man muss nicht viel einstellen um eine vernünftige Ausleuchtung zu erhalten, der SB-900 meistert die meisten Situation sehr gut in der Vollautomatik. Und ich will ja immer mal wieder das CLS-System von Nikon nutzen :-)

Der Nikon SB-900 bringt zudem eine Menge an Zubehör mit und ist flexibel für den Einsatz. So kann ich den SB-900 auch über ein iTTL-Synckabel auslösen, was bei meinem SB-600 im Standard nicht möglich ist. Zudem kommt der Blitz mit einem Diffusor, verschiedenen Farbfiltern, einer Tasche und einem Standfuß. Gerade die Farbfilter finde ich klasse!

Erster Einsatz schon am ersten Tag des Kaufes ohne die Einstellungen zu kennen

Der Blitz war kaum in meinem Besitz, schon hatte er seinen ersten Einsatz. Die Randenmusikanten hatten mich gefragt, ob ich nicht ein kleines Gruppenbild von ihnen machen könnte im Gemeinschaftshaus Randen. Da die Beleuchtung in Hallen oder Gemeinschaftshäusern für solche Gruppenaufnahmen meist eher bescheiden ist, habe ich mich umso mehr gefreut, dass der Blitz so pünktlich ankam.

Der Blitzaufbau war ziemlich simpel. Der SB-900 war auf der Kamera und war als Masterblitz eingestellt, der selbst auch noch über TTL auslöste. Rechts neben der Kamera hatte ich einen SB-600 platziert um so die dunkle Ecke auf der rechten Seite zu entfernen. Der SB-600 wurde über den SB-900 gesteuert und alle Einstellungen wurden am SB-900 vorgenommen. Ich finde das wirklich klasse, dass ich alles über den SB-900 zentral steuern kann. Einziger Haken ist natürlich, dass die Blitze für das Auslösen Sichtkontakt haben müssen.

Randenmusikanten

Ohne viel an den Einstellungen zu machen oder überhaupt alle zu kennen, hat der SB-900 schon sehr gute Arbeit geleistet. Ich denke, dass dies in Zukunft noch ausbaufähig ist. Momentan bin ich dran, mich mit den Funktionen auseinanderzusetzen und nebenbei den tollen Nikon SB-900 Praxisguide von Paddy zu lesen.

Von mir bekommt der Nikon SB-900 bis jetzt eine absolute Empfehlung. Er ist zwar nicht ganz günstig in der Anschaffung, aber er ist meiner Meinung nach jeden Euro wert. Einfacher kommt man nicht zu schönen Blitzbildern und es macht extrem viel Spaß mit dem SB-900 zu blitzen. Mit meinen SB-600 hatte ich zu Beginn nicht soviel Spaß :-)