Mein neuer Nodalpunktadapter

Nachdem ich vor einiger Zeit Bilder im Deutschen Hof in Biederbach für meinen Studienkollegen Patric erstellt habe, gab es nun als kleines Geschenk einen Nodalpunktadapter. Diesen hat er mir nicht gekauft, sondern von seinem Bruder bauen lassen. Als ich das erste Mal davon gehört habe, war ich hellauf begeistert. Ich wollte schon immermal so richtige Panoramas erstellen und zwar nicht Freihand. Dafür wollte ich mir aber keinen Nodalpunktadapter kaufen, da mir diese etwas zu teuer waren.

Er bat mich gebeten, grob die Maße und das Aussehen aufzuzeichnen, damit er sich ein bisschen Gedanken zur Umsetzung machen kann. Da ich flexibel sein wollte, habe ich die Einzelteile etwas größer gezeichnet, damit ich auch bei einem Umstieg auf eine größere Kamera noch den Nodalpunktadapter nutzen kann.

Nodalpunktadapter

Der erste Eindruck war einfach nur: Klasse!! Die Teile passen super zusammen und sind aus Aluminium gefertigt. Die Schienen sind flexibel und ich habe noch Luft für eine größere Kamera, so wie gewünscht. Das Einzige was fehlt sind Lineale an der unteren und oberen Schiene, aber diese werden eigentlich nicht benötigt, da die Markierung für die jeweiligen Einstellungen auch per Stift gemacht werden kann. Des weiteren fehlt noch eine Markierung am oberen Drehpunkt für die Gradzahlen, aber dieses Teil kann man auch einzeln nachkaufen. Vielleicht macht er mir auch noch so etwas :-) Für die Drehung um die eigene Achse bietet mein Stativ bereits einen Panoramakopf an, daher benötige ich keinen am Nodalpunktadapter.

Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass der Regen bald wieder aufhört und ich den Nodalpunktadapter ausgiebig testen kann. Für einen kleinen Funktionstest im Haus und zur Einstellung des Nodalpunkts war das Wetter egal. Es hat soweit alles gepasst und jetzt bin ich gespannt auf die tollen Panoramabilder.

Vielleicht gibt es irgendwann noch eine Version II, falls ich Sachen entdecke, die verbessert werden sollten. Aber bis dahin ist bestimmt noch lange Zeit.

DIY: Modifizierter StyroCube

In einem anderen Beitrag hatte ich bereits über meinen selbstgebauten StyroCube berichtet. Wer nicht mehr genau weiß, worum es dabei ging, hier eine kurze Erklärung:

Ein StyroCube ist eine Alternative zu einem Fototisch. Er wird verwendet um Produktfotos zu erstellen und kann komplett mit einem einzigen Aufsteckblitz ausgeleuchtet werden.

Da ich bei meiner ersten Version nicht genau nach Daniels Anleitung vorgegangen bin, hatte ich als Ergebnis einen etwas wackeligen StyroCube. Ich habe zwar versucht ihn zu stabilisieren, aber das hat alles nichts geholfen, da die Platten etwas zu dünn waren.

Jetzt habe ich mich dann doch dazu entschlossen, einen neuen, stabileren StyroCube zu bauen und etwas dickere Platten zu verwenden. Ebenso wollte ich den Würfel etwas transportabler und flexibler machen, da er vielleicht doch auch an anderer Stelle eingesetzt und somit schnell ab- und aufgebaut werden sollte. Ich hatte dafür Ratschlag bei meinem Vater geholt und der hatte sofort die zündende Idee:

Anstatt Klebeband zu verwenden und die Platten so auszuschneiden, dass man sie zusammenstecken kann, verwenden wir ein paar Holzzapfen. Diese Idee ist ähnlich wie die von Daniel mit seinen Nägeln.

Neue Materialien:

  • 3x 100mm x 50mm Styroporplatten à 3cm Dicke
  • 22x Holzzapfen mit 6mm Breite und 3cm Länge
  • Heißkleber
  • etwas Farbe
  • 1x DinA2 Papier in beliebiger Farbe

Bauanleitung:

  • Zuerst werden 2 der Styroporplatten in der Mitte zerschnitten, um so 4 gleichgroße Teile zu haben.
  • Danach wird die letzte Platte mit einer länge von 56cm zugeschnitten. Diese wird dann die Hinterseite unseres Cubes bilden.
  • Als nächstes werden 6 Markierungen an der Boden- und Deckenplatte angebracht. Jewels 3 auf jeder Seite.

StyroCube 1

  • Danach wird ein Bohrer (4,5mm) erhitzt und zu 1,5cm an den markierten Stellen in die Styroporplatte gedrückt. Dadurch schmilzt das Styropor und es gibt ein sauberes Loch.
  • Dann Heißkleber in ein Loch füllen und die Holzzapfen hineinstecken.

StyroCube - 3

  • Nachdem der Kleber getrocknet ist, werden die Spitzen der Holzzapfen mit einem Klecks Farbe versehen und die Seitenplatte wird darauf gehalten. Dadurch weiß man, wo die Löcher an den Seitenwänden zu machen sind.

StyroCube - 2

  • Die Löcher dann ebenso mit dem erhitzen Bohrer eindrücken.
  • Nun kann man die Boden-, Decken- und Seitenplatten zusammenstecken.Ist der Cube nun erstellt, so fehlt noch die hintere Styroporplatte. Hierfür werden die Holzzapfen in den bereits vorhandenen Cube geklebt.
  • Also wieder Löcher erstellen mit dem erhitzen Bohrer.
  • Dann die Zäpfen mit Heißkleber einkleben.
  • Danach die Zäpfen mit Farbe versehen und die hintere Styroporplatte ausrichten und draufdrücken. Dadurch hat man wieder Markierungen für die Löcher.
  • Löcher erneut mit erhitztem Bohrer eindrücken.
  • Nun sind alle Wände erstellt und der Cube kann komplett zusammengesteckt werden.
  • Das DinA2 Papier wird nun auf eine Breite von 44cm zugeschnitten und in den Cube eingelegt. (Hier sieht man wie sauber gearbeitet wurde, ich musste an dieser Stelle zweimal nachschneiden…)
  • Damit das Papier nicht verrutscht doppelseitiges Klebeband oder Reißzwecken verwenden.

So nun ist der StyroCube fertig und der Produktfotografie steht nichts mehr im Wege. Hier nocheinmal ein Vergleich meiner ersten und meiner zweiten Version. Es ist schon merklich ein Unterschied in der Stabilität und ich kann den StyroCube nun endlich in ein paar Minuten ab- und wieder aufbauen.

StyroCube - 4

DIY: Bouncecard für Systemblitz

Bouncecard - 1

Heute bin ich nun endlich einmal dazu gekommen, mir eine Bouncecard für meinen Aufsteckblitz zu bauen. Die Idee bzw. den Gedanken dazu hatte ich schon seit längerem und auch das Material war vorhanden, nur die Zeit hat etwas gefehlt :-)

Was eine Bouncecard ist, und wie ich auf den Bau meiner gekommen bin?

Einfach einmal hier vorbeischauen und Videos angucken.

Die Anleitung für den Bau dieser Bouncecard ist für jeglichen Aufsteckblitz geeignet. Einzige Voraussetzung ist, das der Kopf um 90° gedreht werden kann. Das ist notwendig, wenn du deine Bouncecard auch für Hochformat-Aufnahmen nutzen möchtest. Die Anleitung kann aber auch für Blitze verwendet werden, die den Kopf nicht drehen können. Dann sind Hochformat-Aufnahmen allerdings nicht mit der Bouncecard möglich!

Materialien:

  • 1 m Klettband (Beide Seiten, da eine Seite auf den Blitz kommt, die andere auf die Bouncecard)
  • Alternative zum Klettband: 1 Gummiband (wird der Blitz nicht beklebt mit Klettband)
  • 1 DIN A3 Blatt Moosgummi weiß
  • 1 DIN A3 Blatt Moosgummi schwarz

Vorgehensweise:

Wenn du dir die Videos zum Bau nicht anschauen möchtest, oder keine Lust auf englische Anleitungen hast, dann lies weiter!

Den weißen Moosgummi halbieren auf DIN A4 Größe. Diese Größe reicht locker aus für zwei Bouncecards. Größere Bouncecards sind nur sperriger und bringen nicht viel mehr. Auf dem DIN A4 Teil des Moosgummis dann die folgenden Linien einzeichnen und zuschneiden.

Bouncecard - 2

Ist dies erledigt, ist man im Prinzip schon fast fertig. Es fehlt dann noch das Klettband um die Bouncecard am Blitz zu befestigen. Einfach einen Streifen abschneiden und am unteren Bereich der Bouncecard festkleben. Danach kann die Bouncecard um den Blitz gewickelt werden.

Bouncecard - 3

Du wirst dich jetzt sicher fragen für was du den schwarzen Moosgummi gebraucht hast. Dieser ist nur notwendig, wenn du deine Bouncecard abschirmen möchtest. Es könnte ja sein, dass du auf einer Hochzeit oder Party fotografierst und keine Aufmerksamkeit auf dich ziehen willst von Gästen, die hinter dir und deinem Motiv stehen. Durch den weißen Moosgummi gerät immernoch Licht in den anderen Bereich des Raumes und Gäste könnten sich dadurch gestört fühlen.

Wenn du dem vorbeugen willst, dann nimm den schwarzen Moosgummi und halbiere ihn ebenso wie den weißen auf DIN A4. Dann schneide die grün markierte Fläche aus. Du siehst ich habe die Linien der weißen Bouncecard mit eingezeichnet, damit klar ist, wie es dann im Nachhinein aussehen wird. Die weiße Bouncecard wird von dem schwarzen (grüner Strich) Moosgummi verdeckt werden.

Bouncecard - 4

Damit die beiden Teile nun zusammenhalten, habe ich etwas doppelseitiges Klebeband verwendet. Es geht natürlich auch normaler Kleber. Durch die beiden Schichten von Moosgummi ist die Bouncecard zwar nicht mehr ganz so flexibel im hoch und runterklappen aber einmal angebracht, erfüllt sie ihren Zweck.

Zur Befestigung am Blitz wird auch hier wieder ein Teil des Klettbandes benötigt. Dieser muss nun etwas länger sein, da der Schwarze Moosgummi auch noch an dem Blitzkopf befestigt werden sollte.

Bouncecard - 5

Der Unterschied, zwischen den beiden Bouncecards beim Auslösen, sieht dann folgendermaßen aus:

Weiß:

Bouncecard - 6

Schwarz + weiß:

Bouncecard - 7

Für nichteinmal 5 € gibt es eine tolle Bouncecard, die die Schatten und auch die Ausleuchtung eurer Bilder um einiges verbessern kann. Ich selbst hatte noch keine Gelegenheit sie ausführlich zu testen, aber durch die ganzen Beispiele von Peter Gregg und auch weiteren Fotografen, bin ich überzeugt von der Leistung dieses kleinen Moosgummis.

Viel Spaß beim Nachbauen und Bouncen! Links zu euren damit erstellten Bildern sind gerne gesehen!

DIY: Fototisch bzw. StyroCube

Styrocube

Schon seit langem möchte ich auch einmal ein paar Produktfotos machen bzw. Stillleben vor weißem oder farbigem Hintergrund. Ich hatte einmal etwas provisorisches dafür von meinem Vater erhalten, aber das war nicht wirklich das was ich wollte. Es war zu klein und die Beleuchtung hat auch nicht wirklich gepasst.

Daniel alias Sypke hat auf seinem Blog einen tollen Beitrag geschrieben, wie man sich einen kleinen Fototisch mit wenigen Mitteln erstellen kann. Wobei “Tisch” wohl eher das falsche Wort dafür ist. Es ist eher ein “Würfel”. Genaueres zur Bauanleitung könnt ihr bei Daniel finden. Ich habe mir schnell so einen StyroCube nachgebaut und bin voll und ganz zufrieden, wie ihr den Ergebnissen entnehmen könnt.

Momentan besitze ich leider nur eine Lichtquelle, diese reicht allerdings für den Anfang locker aus. Der Blitz kann gegen alle Wände geworfen werden und spiegelt sich an jeder anderen wieder. Der gesamte Würfel wird also mit Licht erfüllt, was sehr weiche Schatten erzeugt. Interessant wäre es zu wissen, wie es ist, wenn von jeder Seite ein Blitz abgefeuert wird und wie dann die Ausleuchtung ist. Ich selbst kann das leider nicht ausprobieren, aber falls du Lust hast, kannst du es ja hier berichten.

Für meinen StyroCube habe ich geradeeinmal 7€ bezahlt und natürlich etwas Arbeitsaufwand in den Bau gesteckt. Ich bin zufrieden und kann diese DIY-Anleitung nur jedem ans Herz legen, der einmal Produktfotos machen und sich dafür nicht einen Fototisch kaufen möchte.

Einziges Manko des Würfels ist, dass wenn er einmal stabil verklebt wurde nicht mehr auseinandergebaut werden kann. Aber ich kann damit leben, da ich ihn sowieso nur zuhause einsetzen werde.

Der Cube:

Aufbau Styrocube

Das Ergebnis:

Styrocube: Ergebnis