Rezension & Gewinnspiel: Porträtretusche mit Photoshop Elements

In letzter Zeit scheint es in Mode gekommen zu sein, dass Fotografen und Blogger Bücher schreiben. Die letzten von mir rezensierten Fotografiebücher wurden alle von Fotografen geschrieben, so auch das Buch Porträtretusche mit Photoshop Elements von Kate Breuer. Es kommt mir so vor als wäre Bücher schreiben das neue HDR im Fotografieumfeld :-)

Aber ich möchte den Aufwand der Fotografen nicht in Frage stellen und freue mich über jedes neue Buch, welches meinen und euren Horizont erweitert und vielleicht auch Themen anspricht, die man in einem anderen Buch eher nicht findet. Ebenfalls wichtig ist mir die einfache Vermittlung von Inhalten und Techniken und kein akkribisch korrekter Fachjargon.

Kate hat mir ihr Buch Porträtretusche mit Photoshop Elements* zur Verfügung gestellt was ich mit Freuden gelesen habe, da ich mich schon immer für Porträtretusche begeistern konnte auch wenn ich selbst kaum Porträts bearbeite. Am Ende dieser Rezension wird mein Exemplar auch verlost, also schön weiterlesen!

Porträtretusche mit Photoshop Elements – Themenumfang und Inhalt

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Das Buch Porträtretusche mit Photoshop Elements ist in vier Teilbereiche geglidert in denen die Themen Einführung in Photoshop Elements, Porträtretusche, Körperretusche und Looks und Stile behandelt werden. Im ersten Teil des Buches geht Kate auf die Oberfläche von Photoshop Elements ein und beschreibt die Werkzeuge welche später in der Retusche verwendet werden mit einfachen Worten. Neben den Werkzeugen wird auch ausführlich auf das Thema Ebenenmasken eingegangen, welche in der Bildbearbeitung eine sehr große Rolle spielen und gerade im Bereich Porträtretusche sehr häufig zum Einsatz kommen.

Nach dieser kurzen Einführung in das Werkzeug geht Kate in Teil zwei auf die Porträtretusche an sich ein. In diesem Teil wird die Grundretusche, die Retusche von Gesicht, Haut, Haaren und Augen dargestellt. Es werden viele Basistechniken der Porträtretusche angesprochen und in Form von Schritt für Schritt Anleitungen durchgeführt. Diese Anleitungen werden durch Bildmaterial unterstützt, wodurch der Leser den angewandten Effekt direkt am Bild nachvollziehen kann.

In Teil drei wird die Porträtretusche auf den ganzen Körper erweitert. Die bisher erlernten Techniken kommen auch beim Körper zum Einsatz und der Leser kann dadurch die erlernten Techniken gleich noch einmal wiederholen. Neben den Basistechniken zur Porträtretusche werden aber auch noch weitere Techniken dargestellt, die speziell für den Körper und sehr häufig in der Fashionfotografie angewandt werden, z.B. die Verlängerung von Beinen.

Den vierten Teil des Buches finde ich in der Form wie er im Buch dargestellt ist etwas überflüssig. Es wird sehr kurz und knapp das Thema Effekte und Farblooks angesprochen, wobei die dargestellten Beispiele den Leser nicht wirklich umhauen sondern eher abschrecken solche Effekte anzuwenden. Der einzige Effekt den ich gut beschrieben finde ist die Umwandlung in Schwarzweiß, wobei meiner Meinung nach auch hier noch mindestens ein weiterer Weg sinnvoll gewesen wäre um einen Vergleich zu schaffen.

In den Retuscheteilen wird neben den Einstellungsebenen und Ausbesserungswerkzeugen auch auf die Themen Perspektive und Dodge & Burn eingegangen. Gerade letzteres finde ich sehr gut dargestellt und ausführlich erklärt. Diese Technik kommt auch sehr häufig zum Einsatz was man auch an den Kapiteln im Buch recht schnell merkt. Durch die einfache Beschreibung dieser Technik und die praktische Darstellung am Bild ist es für den Leser jedoch sehr einfach nachzuvollziehen welchen Effekt diese Technik hervorruft.

An wen richtet sich Porträtretusche mit Photoshop Elements?

Wie schon aus dem Titel und auch dem Inhalt erkennbar richtet sich Porträtretusche mit Photoshop Elements vor allem an Einsteiger in die Bildbearbeitung und Porträtretusche. Durch die Kapitel und die vermittelten Basistechniken ist es meiner Meinung nach auch nicht möglich wirklich professionelle Retusche für Fashionfotografie durchzuführen da hier noch weitere Techniken angewandt werden sollten. Für den Einsteiger, der seine Porträts aber etwas optimieren möchte ist das Buch bestens geeignet.

Ebenfalls praktisch für Einsteiger ist die Beschreibung anhand von Photoshop Elements, dem kleinen Bruder von Photoshop. Gerade der Preis von Photoshop ist für viele sehr abschreckend und für den Otto-Normal-Verbraucher ist Photoshop auch leicht überdimensioniert. Mit Photoshop Elements* ist dieser bestens bedient und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist dabei sehr gut.

Mein Fazit zum Buch

Wie schon in den Absätzen zuvor verdeutlicht kann ich dieses Buch jedem Einsteiger in die Bildbearbeitung, speziell die Porträtretusche empfehlen. Kate beschreibt auf einfache Art und Weise die angewandten Techniken und unterstreicht diese durch Bilder auf denen die Effekte zu erkennen sind.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Zusammenfassung am Ende eines Retuschenteils, indem alle zuvor angewandten Techniken gemeinsam an einem Bildbeispiel verwendet werden. Dadurch ist der Effekt der jeweiligen Bildbearbeitungsschritte noch deutlicher nachvollziehbar und die Veränderung im Vergleich zum Ausgangsbild sehr deutlich zu sehen. Sehr schön ist hier auch, dass es zu diesen Komplettbearbeitungen noch Videos zum Buch gibt, welche beim Verlag angeschaut werden können.

Die einzigen Kritikpunkte die ich habe sind die teilweise unscharfen Bilder im Vorher-Nachher-Vergleich, wodurch der angewandte Effekt nicht immer deutlich zu erkennen ist, ebenso wie die Pixelstufen in manchen Bildern, was ich von einer Autorin die Fotografin ist und dem Verlag eigentlich nicht erwartet hätte.

Informationen zum Buch

Titel: Porträtretusche mit Photoshop Elements
Autor: Kate Breuer
Preis: 29,80 €
ISBN: 978-3827330956

Weitere Informationen bei Amazon*.

Gewinnspiel

Da ich selbst kaum mit Porträtretusche zu tun habe, die beschriebenen Techniken nahezu alle kenne und nicht mit Photoshop Elements arbeite, verlose ich unter allen Teilnehmern mein Rezensionsexemplar. Kate war so freundlich mir dieses zur Verfügung zu stellen und wir dachten, dass wir mit der Verlosung einen meiner Leser glücklich machen können. Dieses Mal möchte ich aber nicht nur einen Kommentar in der Form “ich will” haben, sondern ihr müsst eine einfache Frage beantworten:

Warum brauchst gerade du dieses Buch?

Unter allen Kommenatren die bis zum 10.03.2012 unter diesem Beitrag eingegangen sind wird das Buch verlost. Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück.

*Affiliate-Link: Mit einem Kauf über Amazon verdiene ich eine kleine Provision und du zahlst nicht mehr.

 

Rezension: Presentation Zen

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In letzter Zeit lese ich wieder vermehrt Bücher. Früher habe ich das öfter getan und es ist eine klasse Alternative zu dem trostlosen Fernsehprogramm. Bei dieser Rezension handelt es sich aber nicht um ein Fotografiebuch, sondern um ein Buch zu Präsentationsdesign. Ich war schon immer begeistert von gut gestalteten und gut gehaltenen Präsentationen, wie z.B. Garr Reynolds oder Steve Jobs. Wie auch sie halte ich nicht viel von Powerpointschlachten, wie man sie tagtäglich erlebt. Doch oft wird man im Alltag schräg angeschaut, wenn man einen alternativen Weg zur Präsentation einschlägt.

Da ich in den kommenden Wochen ein paar Vorträge halten werde, habe ich mir das Buch Presentation Zen von Garr Reynolds gekauft. Ich erhoffte mir ein bisschen Inspiration und eine andere Herangehensweise an das Erstellen von Präsentationen. Bisher kannte ich nur die Vorgehensweise um Lehrer, Dozenten oder auch Geschäftskollegen zufriedenzustellen und das waren dann meistens die oben erwähnten Powerpointschlachten, mit wenig Bild, viel Stichpunkten und Text. Ich hoffe durch die folgende Rezension auch den ein oder anderen dazu zu bringen das Buch zu lesen und seine Sichtweise auf die bisher üblichen Präsentationen zu ändern.

Presentation Zen: Simple Ideas on Presentation Design and Delivery

Garr Reynolds ist einer der bekanntesten Persönlichkeiten, wenn es um modernes und interessantes Präsentieren geht. In seinen Vorträgen vermittelt er mit viel Bild, wenig Text und einem guten Vortrag den Zuhörern alle wichtigen Informationen. Er hat seine Vorgehensweise sehr stark perfektioniert, ist aber immer auf der Suche nach neuen Wegen und Möglichkeiten. Wer ein paar seiner Präsentationsslides anschauen möchte, der findet diese auf slideshare.net.

Schon im Vorwort zu Presentation Zen gibt es die ersten Präsentationsslides zu sehen. Guy Kawasaki erklärt mit wenig Worten und deutlichen Bildern und Grafiken, wie die aktuelle Situation bei Präsentationen aussieht und das man sich die Vorschläge des Buches doch näher anschauen und anschließend auch umsetzen soll. Schon hier war ich begeistert von Presentation Zen und hoffte, dass der Rest des Buches ebenso begeisternd wirkt. Und das war auch im Großen und Ganzen der Fall.

Reynolds teilt das Buch in drei große Kapitel auf. Zunächst vermittelt er seine Herangehensweise an die Vorbereitung einer Präsentation. Hierbei wird schon deutlich, dass eine Präsentation nicht mal eben schnell zusammengeschrieben oder zusammengeklickt ist, sondern das man sich schon im Vorfeld die Gedanken dazu machen sollte, was die Kernaussage ist und wie man diese mit Hilfe von Präsentationsfolien untermauert. Er spricht immer wieder an, wie wichtig es ist sich eine Geschichte aufzubauen, damit die Zuhörer auch aufmerksam dem Vortrag folgen können und nicht gelangweilt nach den ersten Minuten aussteigen.

Nachdem die sehr ausführlich beschriebene Vorbereitungsphase dann beendet ist, geht es weiter mit dem Design von Präsentationen. Reynolds setzt sehr viel auf visuelle Vermittlung des gesprochenen Vortrags. Er versucht immer so wenig wie nötig auf den Folien zu zeigen und diese Dinge dann auch so schlicht wie möglich darzustellen. Sein Motto hierbei: “Simplicity, clarity, brevity” Bei all seinen Beispielen zeigt er, wie er diese umsetzen würde. Oft ist es sehr amüsant zu sehen wie seine Folien im Vergleich zu den Präsentationsfolien der meisten Vorträge wirken. Und dieser Kontrast zwischen dem Standard und seiner Folie ist nicht gerade realitätsfremd!

Bei dem Kapitel Design geht er auch sehr genau darauf ein, wie Bilder auf das Publikum wirken und worauf bei der Platzierung zu achten ist. Sehr deutlich wird dies, wenn er ein Bild mit einem Zitat verbindent. Gerade wenn auf dem Bild eine Person zu sehen ist, merkt man schon als Leser wie unterschiedlich das selbe Bild an unterschiedlichen Positionen auf einen wirkt. Der Grundsatz ist immer, dass das Bild nicht ablenkt oder von dem Zitat hinwegleitet, z.B. durch eine falsche Blickrichtung der gezeigten Person.

Ebenso erklärt Reynolds auch, dass die Präsentation nicht als Handout erstellt werden soll. Dieses ist separat zu erstellen und mit detaillierten Daten und dem Inhalt zu füllen, der durch den Vortrag an sich vermittelt wird. Dadurch hat man mehr Freiheiten im Design der Präsentation und der interessierte Zuhörer kann sich im Anschluss den Inhalt im ausführlichen Handout nochmals zu Gemüte führen. Besteht das Handout nur aus Präsentationsfolien mit Text und Bullet Points, so hat er keinen Mehrwert davon denn nicht alle Details können in dieser Form abgebildet werden.

Im letzten Kapitel gibt Reynolds noch ein paar Tipps, wie man seinen Inhalt auch an seine Zuhörer gekonnt übermitteln kann. Er beschreibt, wie man eine Beziehung zu den Zuhörern aufbauen kann und wie wichtig es ist, sich engagiert zu zeigen und immer mit Begeisterung von dem Thema der Präsentation zu reden. Diese Begeisterung springt auf die Zuhörer über und die Präsentation bzw. der vermittelte Inhalt bleibt in den Köpfen hängen.

Sehr oft bringt er Beispiele von bekannten Rednern und zeigt an dem Foliendesign, dass man nahezu jegliche Präsentation mit den Grundsätzen von Presentation Zen aufpeppen kann. Dabei ist es egal, ob es sich um politische Themen, um den Bericht von Geschäftszahlen oder um Produktvorstellungen handelt. Mit den Beispielen deckt er vieles davon ab und er verweist auch auf weitere Beispiele, die man im Internet anschauen kann. Sehr oft geht er auch auf Steve Jobs Präsentationen ein, welche als herausragend gelten und die das Publikum immer mitgerissen haben. Wenn man sich die Tipps von Presentation Zen durchliest und anschließend eine Präsentation von Steve Jobs sieht, so merkt man wie viele Dinge er davon angewendet hat.

Fazit:

Presentation Zen ist für mich ein Muss für jeden, der öfter Präsentationen halten muss. Mit viel Witz und guten Beispielen vermittelt Garr Reynolds sehr deutlich, auf was bei Präsentationen zu achten ist und wie langweilig heutige Powerpointschlachten sind. Er motiviert den Leser auch immer wieder diese Dinge auszuprobieren und nicht aufzugeben, auch wenn die Situation aussichtslos ist oder eine Präsentation vielleicht nicht so hervorragend gelaufen ist. Wie auch in anderen Bereichen des Lebens lernt man aus solchen Erfahrungen und verbessert seine Fähigkeiten immer weiter.

Ebenso versucht er durch seine lockere Art dem Leser zu vermitteln kreativ zu sein. Jeder Mensch ist kreativ, er verlernt es nur mit dem älter werden. Als Kind zeichnet oder malt man Dinge, wie sie eigentlich nie existieren können, da man die Grenzen nicht kennt oder diese nicht beachtet. Bei der Erstellung einer Präsentation sollte man versuchen, diese Kreativität wieder zu wecken. Einfach nicht darüber nachdenken, ob das alles möglich ist oder nicht. Zuerst sollte der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Kürzen, anpassen oder ändern kann man im Nachhinein immernoch.

Ich habe das Buch jetzt schon zweimal gelesen und immer wieder etwas Neues entdeckt, was ich in meinen Präsentationen vielleicht verwenden könnte. Und mit Sicherheit werde ich es noch ein paar weitere Mal lesen. Durch den einfach gehaltenen Schreibstil ist es sehr verständlich und man spürt beim Lesen die Beigeisterung von Reynolds für dieses Thema. Als ich mit dem Buch fertig war musste ich mich an einen Dozenten aus meinem Studium erinnern, welcher der Einzige war, der seine Vorlesungen nach diesem Prinzip aufgezogen hat. Und wenn ich ehrlich bin, ist bei mir sehr viel von der Vorlesung hängen geblieben im Gegensatz zu anderen Vorlesungen :-)

Wer neben dem Buch noch auf ein paar Tipps aus ist, der sollte sich auch mal ein bisschen auf dem Blog von Garr Reynolds umschauen. Dort schreibt er regelmäßig über interessante Präsentationen, andere Redner, hilfreiche Bücher und gibt Tipps. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Informationen zum Buch:

Titel: Presentation Zen: Simple Ideas on Presentation Design and Delivery
Autor: Garr Reynolds
Preis: 21,95 €
ISBN: 978-0321811981

Weitere Informationen bei Amazon.

Rezension: Profibuch Photoshop von Calle Hackenberg

profibuch-photoshopAls ich 2009 mit der Fotografie begonnen habe, war Photoshop für mich so etwas wie das ultimative Bildbearbeitungstool. Es war sozusagen die eierlegende Wollmilchsau. Mit Photoshop war alles machbar. Wenn ich jedoch die letzten Jahre reflektiere, so habe ich für meine Bildbearbeitung gerademal einen Bruchteil von den Funktionen benutzt. Das wird mir immer wieder klar, wenn ich eines der unzähligen Bücher zum Thema Photoshop lese oder mir Videos dazu anschaue.

Und auch bei meinem aktuellen Buch Profibuch Photoshop von Calle Hackenberg ist es mir so ergangen. Calle hat mir freundlicherweise ein Rezensionexemplar zur Verfügung gestellt und der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging war: Ich bin kein Photoshop Profi. Kann ich mit dem Buch dann überhaupt etwas anfangen? Falls ja, was kann mir das Buch neues vermitteln im Vergleich zu meinen bisher gelesenen Photoshop Büchern? Und so machte ich mich ans Lesen und kurze Zeit später wurden meine Fragen beantwortet.

Profibuch Photoshop – Die Themenauswahl

Der Blick in das Inhaltsverzeichnis stimmt mich schonmal Positiv, dass ich hier noch so einiges mitnehmen kann. Gestartet wird mit einer ausführlichen Beschreibung zum Thema Farbmanagement und der richtigen Kalibrierung und Profilierung des Bildschirms, was für den späteren Druck der bearbeiteten Bilder enorm wichtig ist. Anschließend geht der Autor noch kurz auf die Unterschiede bei Tonwerten ein, bevor die Hauptkapitel des Buchs beginnen.

Das Hauptaugenmerk des Buches zielt auf die Beschleunigung des Bildbearbeitungsworkflows in Photoshop ab. So zeigt der Autor an praktischen Beispielen das Erstellen von Aktionen und Panels, wodurch viele Tätigkeiten automatisiert auch auf andere Bilder angewandt werden können. Bisher hatte ich immer schlechte Erfahrung mit meinen Photoshop Aktionen gemacht, nach den Kapiteln weiß ich auch weshalb, denn ich hatte nie eine vernünftige Basis oder Struktur erstellt, die auch auf andere Bilder übertragen werden konnte.

Am Ende des Buches hat man schonmal eine schöne Sammlung an Photoshop Aktionen zusammen und durch den Schritt für Schritt Ansatz, kann man ganz leicht noch weitere Aktionen für sich selbst erstellen. Jede der Aktionen kann parallel zum Buch an eigenen Bildern erstellt werden, wodurch sich der Lerneffekt erhöht.

Neben diesem sehr interessanten Thema Workflow-Beschleunigung widmet sich der Autor noch den Themen Schärfen und Bildoptimierung mit Camera Raw. Auch diese Themen sollten in der professionellen Bildbearbeitung nicht zu kurz kommen. Der Autor beschreibt verschiedene Möglichkeiten, was man beim Schärfen beachten sollte und wie man vorgehen kann. Der Bereich Camera Raw war für mich als Lightroom Benutzer aber eher uninteressant, da ich die verwendeten Regler und ihre Funktionen schon kannte.

Abschließend geht der Autor noch auf angesagte Bild-Looks ein. So gibt es verschiedene Aktionen zu Instagram-Effekten, Gegenlichtverstärkung oder zur Erzeugung des Miniatur-Looks. Aber auch die People-Fotografen kommen nicht zu kurz. Der Autor widmet dem Thema People-Retusche ein Extra-Kapitel. Zu Beginn beschleicht einen allerdings die Sorge, dass man mit diesen Techniken das Aussehen von Menschen komplett verändern kann, was ich persönlich nicht so toll finde. Allerdings weißt auch der Autor öfters darauf hin, dass man diese Techniken in einem gesunden Maß einsetzen sollte und es nicht mit der Retusche übertreiben darf.

An wen richtet sich dieses Buch nun?

Das Profibuch Photoshop ist aus meiner Sicht kein allgemeines Lehrbuch und auch keine Einführung in Adobe Photoshop. Wer mit den Themen Gradationskurve, Tonwertkorrektur, Ebenenmasken, Hochpassfilter oder Gaußscher Weichzeichner etwas anfangen kann und jetzt nicht nur Bahnhof versteht, der kann viele Tipps aus dem Buch entnehmen, um seine Bildbearbeitungsschritte zu automatisieren. Das Buch richtet sich an Fotografen, die diese Techniken für ihre Arbeit einsetzten sollten, aber nicht an jemanden, der einen umfassenden Einblick in die Möglichkeiten von Photoshop haben will.

Fazit

Das Buch ist fachlich sehr gut und hilfreich. Es werden wichtige Photoshop-Techniken erläutert, die eine Bildbearbeitung in Photoshop vereinfachen und auch verbessern. Für mich wird das Buch ein tolles Nachschlagewerk, auch gerade wegen den diversen Bild-Looks, da diese in letzter Zeit immer mehr nachgefragt werden.

Etwas schade fand ich, dass nicht immer so überzeugende Beispielbilder eingesetzt wurden, die einem ein “Wow” entlocken wenn man die Vorher/Nachher Versionen sieht. Es werden eher die gezielten Unterschiede der jetzt durchgeführten Aktion dargestellt. Erst in Kombination der Techniken lässt sich meiner Meinung nach ein “Wow” Effekt erzielen. Das Buch zielt meiner Meinung nach aber auch nicht darauf ab, dass man sofort mit jeder Aktion ein Bild zu einem Meisterwerk verbessern kann. Es möchte dem ambitionierten Fotografen eher die Möglichkeiten darstellen, was alles machbar ist und einen Einstieg verschaffen, sich noch mehr mit der Materie auseinander zu setzen.

Informationen zum Buch:

Titel: Profibuch Photoshop
Autor: Calle Hackenberg
Preis: 39,95 €
ISBN: 978-3645600835

Weitere Informationen bei Amazon.