Rezension: Presentation Zen

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In letzter Zeit lese ich wieder vermehrt Bücher. Früher habe ich das öfter getan und es ist eine klasse Alternative zu dem trostlosen Fernsehprogramm. Bei dieser Rezension handelt es sich aber nicht um ein Fotografiebuch, sondern um ein Buch zu Präsentationsdesign. Ich war schon immer begeistert von gut gestalteten und gut gehaltenen Präsentationen, wie z.B. Garr Reynolds oder Steve Jobs. Wie auch sie halte ich nicht viel von Powerpointschlachten, wie man sie tagtäglich erlebt. Doch oft wird man im Alltag schräg angeschaut, wenn man einen alternativen Weg zur Präsentation einschlägt.

Da ich in den kommenden Wochen ein paar Vorträge halten werde, habe ich mir das Buch Presentation Zen von Garr Reynolds gekauft. Ich erhoffte mir ein bisschen Inspiration und eine andere Herangehensweise an das Erstellen von Präsentationen. Bisher kannte ich nur die Vorgehensweise um Lehrer, Dozenten oder auch Geschäftskollegen zufriedenzustellen und das waren dann meistens die oben erwähnten Powerpointschlachten, mit wenig Bild, viel Stichpunkten und Text. Ich hoffe durch die folgende Rezension auch den ein oder anderen dazu zu bringen das Buch zu lesen und seine Sichtweise auf die bisher üblichen Präsentationen zu ändern.

Presentation Zen: Simple Ideas on Presentation Design and Delivery

Garr Reynolds ist einer der bekanntesten Persönlichkeiten, wenn es um modernes und interessantes Präsentieren geht. In seinen Vorträgen vermittelt er mit viel Bild, wenig Text und einem guten Vortrag den Zuhörern alle wichtigen Informationen. Er hat seine Vorgehensweise sehr stark perfektioniert, ist aber immer auf der Suche nach neuen Wegen und Möglichkeiten. Wer ein paar seiner Präsentationsslides anschauen möchte, der findet diese auf slideshare.net.

Schon im Vorwort zu Presentation Zen gibt es die ersten Präsentationsslides zu sehen. Guy Kawasaki erklärt mit wenig Worten und deutlichen Bildern und Grafiken, wie die aktuelle Situation bei Präsentationen aussieht und das man sich die Vorschläge des Buches doch näher anschauen und anschließend auch umsetzen soll. Schon hier war ich begeistert von Presentation Zen und hoffte, dass der Rest des Buches ebenso begeisternd wirkt. Und das war auch im Großen und Ganzen der Fall.

Reynolds teilt das Buch in drei große Kapitel auf. Zunächst vermittelt er seine Herangehensweise an die Vorbereitung einer Präsentation. Hierbei wird schon deutlich, dass eine Präsentation nicht mal eben schnell zusammengeschrieben oder zusammengeklickt ist, sondern das man sich schon im Vorfeld die Gedanken dazu machen sollte, was die Kernaussage ist und wie man diese mit Hilfe von Präsentationsfolien untermauert. Er spricht immer wieder an, wie wichtig es ist sich eine Geschichte aufzubauen, damit die Zuhörer auch aufmerksam dem Vortrag folgen können und nicht gelangweilt nach den ersten Minuten aussteigen.

Nachdem die sehr ausführlich beschriebene Vorbereitungsphase dann beendet ist, geht es weiter mit dem Design von Präsentationen. Reynolds setzt sehr viel auf visuelle Vermittlung des gesprochenen Vortrags. Er versucht immer so wenig wie nötig auf den Folien zu zeigen und diese Dinge dann auch so schlicht wie möglich darzustellen. Sein Motto hierbei: “Simplicity, clarity, brevity” Bei all seinen Beispielen zeigt er, wie er diese umsetzen würde. Oft ist es sehr amüsant zu sehen wie seine Folien im Vergleich zu den Präsentationsfolien der meisten Vorträge wirken. Und dieser Kontrast zwischen dem Standard und seiner Folie ist nicht gerade realitätsfremd!

Bei dem Kapitel Design geht er auch sehr genau darauf ein, wie Bilder auf das Publikum wirken und worauf bei der Platzierung zu achten ist. Sehr deutlich wird dies, wenn er ein Bild mit einem Zitat verbindent. Gerade wenn auf dem Bild eine Person zu sehen ist, merkt man schon als Leser wie unterschiedlich das selbe Bild an unterschiedlichen Positionen auf einen wirkt. Der Grundsatz ist immer, dass das Bild nicht ablenkt oder von dem Zitat hinwegleitet, z.B. durch eine falsche Blickrichtung der gezeigten Person.

Ebenso erklärt Reynolds auch, dass die Präsentation nicht als Handout erstellt werden soll. Dieses ist separat zu erstellen und mit detaillierten Daten und dem Inhalt zu füllen, der durch den Vortrag an sich vermittelt wird. Dadurch hat man mehr Freiheiten im Design der Präsentation und der interessierte Zuhörer kann sich im Anschluss den Inhalt im ausführlichen Handout nochmals zu Gemüte führen. Besteht das Handout nur aus Präsentationsfolien mit Text und Bullet Points, so hat er keinen Mehrwert davon denn nicht alle Details können in dieser Form abgebildet werden.

Im letzten Kapitel gibt Reynolds noch ein paar Tipps, wie man seinen Inhalt auch an seine Zuhörer gekonnt übermitteln kann. Er beschreibt, wie man eine Beziehung zu den Zuhörern aufbauen kann und wie wichtig es ist, sich engagiert zu zeigen und immer mit Begeisterung von dem Thema der Präsentation zu reden. Diese Begeisterung springt auf die Zuhörer über und die Präsentation bzw. der vermittelte Inhalt bleibt in den Köpfen hängen.

Sehr oft bringt er Beispiele von bekannten Rednern und zeigt an dem Foliendesign, dass man nahezu jegliche Präsentation mit den Grundsätzen von Presentation Zen aufpeppen kann. Dabei ist es egal, ob es sich um politische Themen, um den Bericht von Geschäftszahlen oder um Produktvorstellungen handelt. Mit den Beispielen deckt er vieles davon ab und er verweist auch auf weitere Beispiele, die man im Internet anschauen kann. Sehr oft geht er auch auf Steve Jobs Präsentationen ein, welche als herausragend gelten und die das Publikum immer mitgerissen haben. Wenn man sich die Tipps von Presentation Zen durchliest und anschließend eine Präsentation von Steve Jobs sieht, so merkt man wie viele Dinge er davon angewendet hat.

Fazit:

Presentation Zen ist für mich ein Muss für jeden, der öfter Präsentationen halten muss. Mit viel Witz und guten Beispielen vermittelt Garr Reynolds sehr deutlich, auf was bei Präsentationen zu achten ist und wie langweilig heutige Powerpointschlachten sind. Er motiviert den Leser auch immer wieder diese Dinge auszuprobieren und nicht aufzugeben, auch wenn die Situation aussichtslos ist oder eine Präsentation vielleicht nicht so hervorragend gelaufen ist. Wie auch in anderen Bereichen des Lebens lernt man aus solchen Erfahrungen und verbessert seine Fähigkeiten immer weiter.

Ebenso versucht er durch seine lockere Art dem Leser zu vermitteln kreativ zu sein. Jeder Mensch ist kreativ, er verlernt es nur mit dem älter werden. Als Kind zeichnet oder malt man Dinge, wie sie eigentlich nie existieren können, da man die Grenzen nicht kennt oder diese nicht beachtet. Bei der Erstellung einer Präsentation sollte man versuchen, diese Kreativität wieder zu wecken. Einfach nicht darüber nachdenken, ob das alles möglich ist oder nicht. Zuerst sollte der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Kürzen, anpassen oder ändern kann man im Nachhinein immernoch.

Ich habe das Buch jetzt schon zweimal gelesen und immer wieder etwas Neues entdeckt, was ich in meinen Präsentationen vielleicht verwenden könnte. Und mit Sicherheit werde ich es noch ein paar weitere Mal lesen. Durch den einfach gehaltenen Schreibstil ist es sehr verständlich und man spürt beim Lesen die Beigeisterung von Reynolds für dieses Thema. Als ich mit dem Buch fertig war musste ich mich an einen Dozenten aus meinem Studium erinnern, welcher der Einzige war, der seine Vorlesungen nach diesem Prinzip aufgezogen hat. Und wenn ich ehrlich bin, ist bei mir sehr viel von der Vorlesung hängen geblieben im Gegensatz zu anderen Vorlesungen :-)

Wer neben dem Buch noch auf ein paar Tipps aus ist, der sollte sich auch mal ein bisschen auf dem Blog von Garr Reynolds umschauen. Dort schreibt er regelmäßig über interessante Präsentationen, andere Redner, hilfreiche Bücher und gibt Tipps. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Informationen zum Buch:

Titel: Presentation Zen: Simple Ideas on Presentation Design and Delivery
Autor: Garr Reynolds
Preis: 21,95 €
ISBN: 978-0321811981

Weitere Informationen bei Amazon.

Rezension: Profibuch Photoshop von Calle Hackenberg

profibuch-photoshopAls ich 2009 mit der Fotografie begonnen habe, war Photoshop für mich so etwas wie das ultimative Bildbearbeitungstool. Es war sozusagen die eierlegende Wollmilchsau. Mit Photoshop war alles machbar. Wenn ich jedoch die letzten Jahre reflektiere, so habe ich für meine Bildbearbeitung gerademal einen Bruchteil von den Funktionen benutzt. Das wird mir immer wieder klar, wenn ich eines der unzähligen Bücher zum Thema Photoshop lese oder mir Videos dazu anschaue.

Und auch bei meinem aktuellen Buch Profibuch Photoshop von Calle Hackenberg ist es mir so ergangen. Calle hat mir freundlicherweise ein Rezensionexemplar zur Verfügung gestellt und der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging war: Ich bin kein Photoshop Profi. Kann ich mit dem Buch dann überhaupt etwas anfangen? Falls ja, was kann mir das Buch neues vermitteln im Vergleich zu meinen bisher gelesenen Photoshop Büchern? Und so machte ich mich ans Lesen und kurze Zeit später wurden meine Fragen beantwortet.

Profibuch Photoshop – Die Themenauswahl

Der Blick in das Inhaltsverzeichnis stimmt mich schonmal Positiv, dass ich hier noch so einiges mitnehmen kann. Gestartet wird mit einer ausführlichen Beschreibung zum Thema Farbmanagement und der richtigen Kalibrierung und Profilierung des Bildschirms, was für den späteren Druck der bearbeiteten Bilder enorm wichtig ist. Anschließend geht der Autor noch kurz auf die Unterschiede bei Tonwerten ein, bevor die Hauptkapitel des Buchs beginnen.

Das Hauptaugenmerk des Buches zielt auf die Beschleunigung des Bildbearbeitungsworkflows in Photoshop ab. So zeigt der Autor an praktischen Beispielen das Erstellen von Aktionen und Panels, wodurch viele Tätigkeiten automatisiert auch auf andere Bilder angewandt werden können. Bisher hatte ich immer schlechte Erfahrung mit meinen Photoshop Aktionen gemacht, nach den Kapiteln weiß ich auch weshalb, denn ich hatte nie eine vernünftige Basis oder Struktur erstellt, die auch auf andere Bilder übertragen werden konnte.

Am Ende des Buches hat man schonmal eine schöne Sammlung an Photoshop Aktionen zusammen und durch den Schritt für Schritt Ansatz, kann man ganz leicht noch weitere Aktionen für sich selbst erstellen. Jede der Aktionen kann parallel zum Buch an eigenen Bildern erstellt werden, wodurch sich der Lerneffekt erhöht.

Neben diesem sehr interessanten Thema Workflow-Beschleunigung widmet sich der Autor noch den Themen Schärfen und Bildoptimierung mit Camera Raw. Auch diese Themen sollten in der professionellen Bildbearbeitung nicht zu kurz kommen. Der Autor beschreibt verschiedene Möglichkeiten, was man beim Schärfen beachten sollte und wie man vorgehen kann. Der Bereich Camera Raw war für mich als Lightroom Benutzer aber eher uninteressant, da ich die verwendeten Regler und ihre Funktionen schon kannte.

Abschließend geht der Autor noch auf angesagte Bild-Looks ein. So gibt es verschiedene Aktionen zu Instagram-Effekten, Gegenlichtverstärkung oder zur Erzeugung des Miniatur-Looks. Aber auch die People-Fotografen kommen nicht zu kurz. Der Autor widmet dem Thema People-Retusche ein Extra-Kapitel. Zu Beginn beschleicht einen allerdings die Sorge, dass man mit diesen Techniken das Aussehen von Menschen komplett verändern kann, was ich persönlich nicht so toll finde. Allerdings weißt auch der Autor öfters darauf hin, dass man diese Techniken in einem gesunden Maß einsetzen sollte und es nicht mit der Retusche übertreiben darf.

An wen richtet sich dieses Buch nun?

Das Profibuch Photoshop ist aus meiner Sicht kein allgemeines Lehrbuch und auch keine Einführung in Adobe Photoshop. Wer mit den Themen Gradationskurve, Tonwertkorrektur, Ebenenmasken, Hochpassfilter oder Gaußscher Weichzeichner etwas anfangen kann und jetzt nicht nur Bahnhof versteht, der kann viele Tipps aus dem Buch entnehmen, um seine Bildbearbeitungsschritte zu automatisieren. Das Buch richtet sich an Fotografen, die diese Techniken für ihre Arbeit einsetzten sollten, aber nicht an jemanden, der einen umfassenden Einblick in die Möglichkeiten von Photoshop haben will.

Fazit

Das Buch ist fachlich sehr gut und hilfreich. Es werden wichtige Photoshop-Techniken erläutert, die eine Bildbearbeitung in Photoshop vereinfachen und auch verbessern. Für mich wird das Buch ein tolles Nachschlagewerk, auch gerade wegen den diversen Bild-Looks, da diese in letzter Zeit immer mehr nachgefragt werden.

Etwas schade fand ich, dass nicht immer so überzeugende Beispielbilder eingesetzt wurden, die einem ein “Wow” entlocken wenn man die Vorher/Nachher Versionen sieht. Es werden eher die gezielten Unterschiede der jetzt durchgeführten Aktion dargestellt. Erst in Kombination der Techniken lässt sich meiner Meinung nach ein “Wow” Effekt erzielen. Das Buch zielt meiner Meinung nach aber auch nicht darauf ab, dass man sofort mit jeder Aktion ein Bild zu einem Meisterwerk verbessern kann. Es möchte dem ambitionierten Fotografen eher die Möglichkeiten darstellen, was alles machbar ist und einen Einstieg verschaffen, sich noch mehr mit der Materie auseinander zu setzen.

Informationen zum Buch:

Titel: Profibuch Photoshop
Autor: Calle Hackenberg
Preis: 39,95 €
ISBN: 978-3645600835

Weitere Informationen bei Amazon.

 

Wer oder was sind diese Danbos?

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, gibt es in letzter Zeit ziemlich viele Bilder dieser kleinen Figur namens Danbo hier im Blog. Seitdem ich meinen Danbo habe, macht es einfach soviel Spaß diese kleine Figur zu fotografieren. Da ich bisher noch nicht allzuviele Informationen über diese Danbos geschrieben habe, sondern meist nur Bilder zeige, möchte ich euch in den folgenden Zeilen ein paar Worte zur Herkunft von Danbo sagen. Sonst weigert sich Danbo demnächst noch und will keine Bilder mehr von sich machen lassen, wie an diesem Tag.

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Nikon D700 | Nikon 35 mm | f/2.8 | 1/20 s | ISO 800

Die kleine Figur Danbo spielt im Manga “Yotsuba&!” mit und wurde von dem japanischen Mangazeichner Kiyohiko Azuma entworfen. Yotsuba ist ein kleines Mädchen, welches fantastische Abenteuer erlebt. Ihre Freundin hingegen verkleidet sich gerne mal mit dem Köstum aus Amazon-Kartons. Wie ihr seht steckt hinter der kleinen Amazonfigur also eigentlich ein Mensch bzw. eine Comic-Figur. Falls sich jemand die Szenen genauer anschauen möchte, der kann das gerne hier tun.

Nachdem das Comic erschienen ist, brachte der japanische Anime-Figuren Hersteller Kaiyodo die Figuren aus “Yotsuba&!” auf den japanischen Sammlerfiguren-Markt, welche immer sehr stark umkämpft ist. Der kleine Danbo hatte jedoch Glück und war ein voller Markterfolg, nicht zuletzt deshalb, weil viele Blogger und Fotografen diese Figur so gehyped haben.

Man kann Danbo in zwei Größen bestellen (13 cm und 7,5 cm). Alle Gelenke der kleinen Amazonfigur sind aus Plastikkugellagern und beweglich. In den Augen sind zwei LEDs verbaut, die über einen kleinen Schalter zum Leuchten gebracht werden können. Das ist ein toller Effekt im Dunkeln! Alle Arme und Beine sind auch abnehmbar, bei dem großen Danbo kann sogar der Kopf abgenommen werden und es kommt der Kopf der Freundin von Yotsuba zum Vorschein.

Seitdem ich meinen Danbo habe, kann ich den Hype unter Hobbyfotografen sehr gut nachvollziehen. Es macht einfach süchtig die kleine Figur zu fotografien. Und der Vorteil ist natürlich auch, dass er still hält und selbst nach der hundersten Einstellung immernoch keinen Mucks von sich gibt. Ich bin jedoch noch am Anfang meiner Danbo Abenteuer, aber mit jedem Bild lernt man etwas neues hinzu :-)

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Nikon D700 | Nikon 50 mm | f/2.8 | 1/500 s | ISO 200

Und wie ihr sehen könnt ist Danbo nun auch wieder ganz glücklich und ich denke für die kommenden Fotos wird er sich nicht seiner Aufgabe als Model verweigern!

Danbos Smarties sind leer…

Es gibt wieder neuen Danbo Content. Ich weiß, einige von euch wollen sicherlich auch mal wieder andere Bilder sehen, wie nur die von meinem kleinen Danbo, aber er hat es mir echt angetan. Und da ich die letzten Tage sowieso nicht viel machen kann aufgrund eines dicken Knöchels mit dem ich kaum laufen kann, habe ich mal wieder ein bisschen mit meinem kleinen Danbo experimentiert.

Dieses Mal wollte Danbo ein paar Smarties essen, doch leider musste er feststellen, dass seine Smartiesschachtel schon leer war. Das hat ihn ganz traurig gemacht und er wollte dann nicht länger fotografiert werden ;-) Einen Schnappschuss habe ich dann aber doch gemacht.

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Nikon D700 | Nikon 35 mm | f/1.8 | 1/40 s | ISO 800

Zum Lichtaufbau gibt es nicht viel zu sagen. Die einzige Lichtquelle waren die zwei Fenster im Hintergrund, durch die viel Tageslicht hereinkam. Der Rest ist die Nachbearbeitung in Lightroom 4, schließlich wollte ich auch mal ein paar neue Funktionen ausprobieren. Welche Funktionen mir bei der Bearbeitung des Bildes oben besonders zugesagt haben, folgt demnächst in einem separaten Post. Dort werde ich euch auch darum bitten, den Look des Bildes mit den Lightroom 3 Funktionen nachzustellen. Mir ist es bis jetzt noch nicht ganz gelungen.

Wer schon mal etwas experimentieren möchte, der kann sich die Datei (NEF) gerne hier herunterladen.

 

Rezension: Mein Lightroom Alltag von Patrick Ludolph

Zunächst möchte ich eine kleine Warnung aussprechen, denn vieles von dem was Paddy bisher veröffentlich hat, hat mich süchtig werden lassen nach den Dingen, über die er geschrieben hat. Angefangen hat es vor ca. 2 Jahren, als ich durch Zufall auf seinen Blog gestoßen bin. Es war schnell zu erkennen, dass er ein Nikon Fan ist und mit seiner Begeisterung hat er mich auch zum Teil damit angefixt eine Nikon zu kaufen. Fast wäre es damals seine D90 geworden, allerdings war ich zu langsam :-( Dann hat er ein eBook zum Thema Nikon CLS geschrieben und ratet mal, wer sich anschließend so einen Blitz gekauft hat…. Ich! Also seht das mal als kleine Warnung, denn Paddy kann durch seine Begeisterung für ein Thema ziemlich ansteckend sein :-)

Im vergangenen Jahr hat er es getan und sein Wissen über Lightroom in ein Buch gepackt. Ich war schon im Sommer hin und weg und wollte das Buch unbedingt lesen, aber leider kam immer etwas dazwischen. Die letzten Tage kam ich nun endlich dazu und nun möchte ich euch meine Meinung zu “Mein Lightroom Alltag” von Patrick Ludolph geben.

Als ich mit der Fotografie angefangen habe, bearbeitete ich meine Bilder immer mit Adobe Photoshop. Für mich war es das Tool schlechthin, da es so viele Möglichkeiten bot in der Bearbeitung. Ich habe mir Tutorials dazu angeschaut, Dinge probiert, Bücher gelesen, etc. Bis ich eines Tages einfach mal Adobe Lightroom ausprobiert habe. Ich habe viel davon im Netz gelesen und hatte Lust es auszuprobieren. Und was soll ich sagen, ich bin mit Lightroom glücklich und möchte kein anderes Tool mehr für meine Zwecke haben.

Mein Lightroom Alltag von Patrick “Paddy” Ludolph

Mein Lightroom Alltag

Nach dieser kleinen Vorgeschichte möchte ich nun aber das Buch “Mein Lightroom Alltag” näher vorstellen. Zunächst hatte ich gedacht, der nächste Blogger, der ein Buch schreibt zu den Themen, die er auch schon in seinem Blog beschrieben hat. Na das kann ja was werden. Und dann auch noch ein Buch zu Lightroom, wo es doch schon zig Bücher über das Thema gibt. Aber um es vorweg zu sagen, der Titel macht sich alle Ehre und ich wurde wieder einmal positiv überrascht und zugleich angefixt! Danke Paddy… ;-)

Paddy schreibt in “Mein Lightroom Alltag” über seinen persönlichen Workflow in Lightroom 3. Wie er manche Dinge angeht, warum er es so macht und teilweise, weshalb er andere Dinge nicht macht oder auch nicht ausprobiert. Er beschreibt keine Details zu jeder einzelnen Funktion, sondern stellt das in den Vordergrund, was er selbst zum Bearbeiten seiner Bilder benutzt. Jede der verwendeten Funktionen wird durch Beispielbilder verdeutlicht, wodurch die Lernkurve erheblich gesteigert wird. Zunächst liest man im Text, welche Möglichkeiten es gibt und wie es gemacht wurde und anschließend schaut man sich das Vorher/Nachher an.

Neben den umfangreichen Ausführungen zum Entwickelnmodul von Lightroom, geht Paddy auch noch auf andere Module ein. Ganz zu Beginn werden die Basics zu Lightroom erklärt und wie bei Paddy der Import und die Katelogisierung seiner Bilder von statten geht. Auch das finde ich unheimlich interessant, da es doch immer wieder Anregungen gibt, seinen eigenen Workflow durch das ein oder andere zu ergänzen.

Ein ganz neues Kapitel war für mich das Thema Drucken. Bisher hatte ich mich mit diesem Modul nicht auseinandergesetzt und dachte das werde ich nie verwenden. Nachdem ich jedoch das Kapitel in “Mein Lightroom Alltag” gelesen hatte, dachte ich mir, dass ich dieses Modul doch auch häufiger in meinen eigenen Lightroom Alltag aufnehmen sollte.

Als Ergänzung zu den Modulkapiteln gibt es noch ein Kapitel über die beliebtesten Presets von Paddy. Dort erklärt er kurz, wie das Preset enstanden ist, sodass man das zuvor gelesene und gelernte auch gleich reflektieren kann. Damit das ganze nicht nur Theorie bleibt und man sich die Presets selbst zusammenbasteln muss, liegt dem Buch auch noch eine DVD bei. Auf dieser sind neben den vorgestellten Presets auch noch ein paar Videotutorials, die es auch schon auf seinem Blog neunzehn72.de zu sehen gab.

Meine Meinung zum Buch

Ich selbst benutze Lightroom nun schon seit ein paar Monaten für die Bildbearbeitung und Bildorganisation und ich muss sagen, manche der angesprochenen Themen waren mir bereits bekannt, viele Kleinigkeiten jedoch noch nicht. Ich konnte noch unglaublich viele Informationen aufschnappen und habe nun noch mehr Lust Dinge auszuprobieren und zu verstellen. Ich denke auch nur so kommt man selbst zu einem eigenen Bildbearbeitungsstil.

“Mein Lightroom Alltag” ist meiner Meinung nach ein Must-Have für jeden, der sich näher mit der Bildbearbeitung in Lightroom auf praktische Weise auseinander setzen will. Die Funktionen sind sehr gut erklärt und die Erklärungen wirken nicht zu trocken. Der Schreibstil ist locker und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Für mich war es sicherlich auch nicht das letzte Mal, dass ich dieses Buch gelesen habe, denn einige Punkte habe ich sicherlich auch überlesen bzw. konnte ich mir nicht merken. Daher klare Kaufempfehlung!

Falls ihr eher Theoretiker seit und jede Funktion bis auf das äußerste Detail beschrieben haben wollt, so rate ich euch von dem Buch ab. Es ist eher ein Buch vom Praktiker für Praktiker, also gerade richtig für mich. Theorie ist zwar schön und gut, aber irgendwann will man halt auch mal Ergebnisse davon sehen und nicht nur fachsimpeln.

Falls ihr ein paar Beispielbilder zu den Presets sehen wollt, so könnt ihr diese in seinem Blog anschauen. Ich selbst habe bisher noch kein Preset verwendet, sondern spiele lieber selbst an den Reglern :-)

Informationen zum Buch:

Titel: Mein Lightroom Alltag
Autor: Patrick Ludolph
Preis: 29,95 €
ISBN: 978-3826691553

Weitere Informationen bei Amazon.