Vor ein paar Wochen habe ich mir ein neues Spielzeug gegönnt: ein Amazon Kindle 4*. Bislang war ich der Meinung, dass ein eBook Reader für mich total überflüssig ist denn schließlich kann ich die ganzen eBooks auch auf meinem iPad lesen. Doch nachdem ich den Kindle nun ein paar Wochen im Einsatz habe, gibt es doch ein paar Punkte in denen er mich überzeugt hat.
Die Bestellung des Kindle 4 lief wie immer problemlos über Amazon ab. Der Kindle kommt in einer kleinen Verpackung und sobald man diese öffnet erblickt man auch schon sein neues Spielzeug. Als Zubehör ist lediglich ein Micro USB zu USB Kabel dabei, über das der Kindle auch geladen wird. Steckdosen sind wohl eher nicht mehr so selbstverständlich wie ein PC, denn möchte man den Kindle ohne PC aufladen, so muss man sich noch einen Adapterstecker kaufen. Ich selbst habe mich einfach dem iPad Adapter bedient.

Vorweg ein paar technische Daten zum Amazon Kindle 4
- Display: 6 Zoll E Ink
- Maße: 166 mm x 114 mm x 8,7 mm
- Gewicht: 170 g
- Akku-Laufzeit: ca. 1 Monat
- Ladezeit: 3 Stunden für Vollaufladung
- Schnittstellen: WLAN, USB 2.0 (Micro-B USB)
Kindle mit Wifi oder Wifi + 3G?
Schon vor dem Kauf hat man die Qual der Wahl. Möchte ich einen kleinen eBook Reader der nur Wifi unterstützt? Möchte ich womöglich einen Kindle Touch den ich direkt auf dem Display bedienen kann? Oder möchte ich vielleicht doch lieber einen Kindle Keyboard mit 3G Unterstützung?
Wie ihr merkt hat man es zunächst nicht leicht sich für ein Gerät zu entscheiden. Ich selbst habe mich gegen eine Touchoberfläche entschieden, da diese sicherlich schneller verschmiert und ich den Touch schon auf meinem iPad habe. Mir ist kein Grund eingefallen, weshalb ich einen Touchscreen zum Lesen brauche, schließlich muss ich überwiegend nur die Seiten umblättern.
Stand also noch die Frage im Raum ob mir ein Wifi-fähiges Gerät ausreicht oder ob ich auch noch 3G benötige. Letztendlich bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass mir ein Wifi-fähiger Kindle ausreicht. Die ganzen Bücher die ich lese kann ich mir auch zu Hause herunterladen und ansonsten habe ich immer noch die Hotspot Funktion des iPhones. Zudem ist der Kindle ohne Tastatur nochmals etwas kleiner und kompakter!
Die ersten Schritte mit dem Kindle
Nachdem ich das Paket ausgepackt hatte war ich sehr erstaunt wie leicht der Kindle* doch im Vergleich zu meinem iPad ist. Natürlich war mir das rein von den technischen Daten und Maßen klar, aber ich dachte dennoch, dass er etwas schwerer ist.
Der kleinste Kindle hat lediglich ein paar Tasten mit denen das gesamte Gerät bedient wird. Unter dem Bildschirm befinden sich eine Zurücktaste, eine Taste zum Einblenden der Tastatur eine Navigationskreuz mit Bestätigungstaste in der Mitte, eine Kontextmenütaste und eine Hometaste.

Das alles reicht völlig aus um seinen Kindle zu konfigurieren und sich Notizen zu einzelnen Stellen im Buch zu machen. Die Bedienung der Tastatur ist zunächst natürlich etwas gewöhnungsbedürftig da sie nicht per Touch funktioniert aber nach kurzer Zeit funktioniert das schon. Und mal ehrlich, wer schreibt denn schon viel mit seinem Kindle?

Verwundert ist man zu Beginn etwas über die Blätterfunktion. Der Kindle hat an jeder Seite zwei größere Tasten, mit denen geblättert wird. Beim ersten Einsatz war ich etwas durcheinander denn ich dachte, dass die große Taste auf der linken Seite nach links blättert und die große Taste auf der rechten Seite nach rechts. Es ist jedoch so, dass die große Taste auf beiden Seiten nach rechts blättert und die kleine Taste nach links. Nach etwas Eingewöhnung hat man den Dreh aber schnell draußen und eigentlich blättert man in Büchern ja auch eher nach rechts wie nach links.
Eindruck nach den ersten gelesenen Büchern auf dem Kindle
Es macht wirklich Spaß auf dem Kindle zu lesen. Selbst in der prallen Sonne auf dem Balkon ist es kein Problem die Schrift zu erkennen. Das Display spiegelt überhaupt nicht und die Schrift wird knackscharf dargestellt. Sowieso nachdem es die letzten Tage möglich ist eine neue Firmware für den Kindle 4 zu installieren. Alles in allem habe ich mich super an die Bedienung des Kindle gewöhnt.
Meine bessere Hälfte ist ebenso begeistert und liest auch regelmäßig Bücher auf dem Kindle. Er ist einfach leicht und handlich und man kann ihn in jeder Position lesen. Ich persönlich finde gerade das sehr gut. Bei gewöhnlichen Büchern muss ich immer schauen, wie ich diese jetzt umblättere oder das sie nicht zurückblättern wenn ich mal auf der Seite liege und lese. Beim Kindle habe ich das Problem natürlich nicht denn dort habe ich einfach nur die Tasten für vor und zurück. Und hier ist ein ganz großer Vorteil, denn die Tasten sind auf jeder Seite des Kindle und nicht nur links für Zurück und rechts für Vorwärts. Ich weiß dass man eigentlich nicht so oft zurückblättert in Romanen oder ähnlichen Büchern, ich selbst lese aber überwiegend Sachbücher auf dem Kindle und da ist es dann doch ganz praktisch mal zurück zu können.
Die Markierungsfunktion ist ebenfalls einfach gelöst, wobei es natürlich etwas aufwändiger ist wie über den Touchscreen des iPads. Dafür kann ich mit dem iPad aber beim praller Sonne auch nicht lesen und somit auch nichts markieren
Genial finde ich zudem, dass alle Markierungen gesammelt auf dem Homescreen unter “Meine Clippings” angezeigt werden. So kann ich sehr schnell durch die Zitate durchspringen und mir nochmals genau das anschauen was ich für wichtig fand.
Und durch das, dass sich alle Bücher und Markierungen etc. mit der Amazon Cloud synchronisieren, kann ich auf jedem anderen Gerät diese Dinge nachlesen. Gerade lese ich doch häufig zu Hause etwas und finde das ganz interessant für die Arbeit. Ich markiere mir die Stelle und kann dann mit Hilfe der vielen Kindle-Apps die Zitate auch auf meinen Windows-PC im Geschäft nachschlagen.
Da es bisher nur positives zu berichten gab, gibt es zum Ende hin aber auch noch zwei kleine Dinge die mich speziell am Kindle 4 stören. Ich weiß nicht ob es bei anderen Kindle Geräten ebenfalls stört, aber beim Kindle 4 stören mich diese Dinge etwas. Zum einen ist es die Gewichtsverteilung des Kindle. Zu Beginn ist es ungewohnt ihn zu halten denn das Gewicht verteilt sich gleichmäßig über das Gehäuse. Ich selbst würde es bevorzugen wenn er unten etwas schwerer wäre, da man so noch weniger Kraft brauchen würde beim Lesen. Das zweite ist hin und wieder das starke Flackern des Bildschirms beim Blättern. Manchmal ist es kaum vorhanden und manchmal dann doch ziemlich stark. Gerade als Schnellleser und beim Überfliegen von Seiten ist es dann doch etwas störend. Das hat man bei einem normalen Buch natürlich nicht. Letztendlich ist das aber dem eInk Display geschuldet. Und lieber hab ich hin und wieder ein Flackern wie das ich durch eine Glanzoberfläche überhaupt nicht lesen könnte.
Was man ggf. noch als Nachteil werten könnte ist, dass das Display nicht beleuchtet ist und somit ist ein Lesen bei wenig Licht kaum möglich. Aber gerade das ist ja auch die Absicht des Kindle. Das Display soll wie ein normales Buch erscheinen und das kann man auch nicht ohne Licht lesen. Somit für mich kein Nachteil!
Meine Empfehlung: Klares JA zum Kindle
Wie ihr aus den obigen Abschnitten bereits erfahren konntet bin ich mit dem Kindle zu 95 % zufrieden. Ein perfektes Gerät für Vielleser, Urlaubsleser und Reisende. In wenigen Sekunden hat man sich ein neues Buch geladen und kann sofort mit dem Lesen beginnen. Egal bei welcher Sonneneinstrahlung!
Die Amazon Bibliothek hat zwar noch nicht jedes Buch als eBook verfügbar jedoch werden es Tag für Tag mehr Bücher. Der Preis ist für die eBooks ein bisschen niedriger, wobei man natürlich auch sagen muss, dass man die Bücher nicht so schön verleihen kann wie ein richtiges Buch. Es ist zwar möglich dies für zwei Wochen einem anderen Kindle Nutzer zur Verfügung zu stellen aber das war es dann auch schon.
Was ich überhaupt nicht vermisse ist das 3G Modul des Kindle. Ich kann mir meine Bücher gut über das WLAN herunterladen und wenn ich wirklich mal unterwegs sein sollte und alle Bücher ausgelesen habe, dann habe ich immernoch die Möglichkeit mir einen Hotspot mit dem iPhone aufzubauen. Im Urlaub hat man meist auch die Möglichkeit sich im Hotelwlan anzumelden und dort nochmals kurz die neusten Schmöker herunterzuladen. Von daher spare ich mir das zusätzliche Gewicht und die Kosten und kaufe mir dafür ein paar Bücher
Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr ebenfalls schon Erfahrungen mit dem Kindle sammeln können?
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Mein Name ist Bernd und ich bin leidenschaftlicher Hobby-Fotograf. In den 438 Artikeln meines Blogs dreht sich alles um Fotografie, Apple und Design. Wenn dir mein Blog gefällt, abonniere doch meinen 

14.06.2012 um 10:43
Hab mir auch das gleiche Kindle geholt. Ist schon ein tolles Ding, man hat einfach seine ganzen Lieblingsbücher, oder auch die Lieblingszeitschrift, in einem Gerät dabei. Und ich finde nicht, dass die Lesequalität irgendwie darunter leidet, ganz im Gegenteil.
14.06.2012 um 14:11
Ich hab das Kindle vor kurzem geschenkt bekommen. War bisher hin und her gerissen, ob ich wirklich meine Bücher digital lesen will. Jetzt, nachdem ich es einige Zeit ausprobiert habe, muss ich sagen, dass sich meine Denken fast komplett aufgelöst haben. Die Qualität des Lesens ist bei weitem besser als gedacht. Das Kindle ist einfach praktischer als ein Buch, nur dieses ich nenne es mal “Buchlesegefühl” fehlt mir etwas. Sonst bin ich auch vollkommen zufrieden.