Rezension: Mein Lightroom Alltag von Patrick Ludolph

Zunächst möchte ich eine kleine Warnung aussprechen, denn vieles von dem was Paddy bisher veröffentlich hat, hat mich süchtig werden lassen nach den Dingen, über die er geschrieben hat. Angefangen hat es vor ca. 2 Jahren, als ich durch Zufall auf seinen Blog gestoßen bin. Es war schnell zu erkennen, dass er ein Nikon Fan ist und mit seiner Begeisterung hat er mich auch zum Teil damit angefixt eine Nikon zu kaufen. Fast wäre es damals seine D90 geworden, allerdings war ich zu langsam 🙁 Dann hat er ein eBook zum Thema Nikon CLS geschrieben und ratet mal, wer sich anschließend so einen Blitz gekauft hat…. Ich! Also seht das mal als kleine Warnung, denn Paddy kann durch seine Begeisterung für ein Thema ziemlich ansteckend sein 🙂

Im vergangenen Jahr hat er es getan und sein Wissen über Lightroom in ein Buch gepackt. Ich war schon im Sommer hin und weg und wollte das Buch unbedingt lesen, aber leider kam immer etwas dazwischen. Die letzten Tage kam ich nun endlich dazu und nun möchte ich euch meine Meinung zu „Mein Lightroom Alltag“ von Patrick Ludolph geben.

Als ich mit der Fotografie angefangen habe, bearbeitete ich meine Bilder immer mit Adobe Photoshop. Für mich war es das Tool schlechthin, da es so viele Möglichkeiten bot in der Bearbeitung. Ich habe mir Tutorials dazu angeschaut, Dinge probiert, Bücher gelesen, etc. Bis ich eines Tages einfach mal Adobe Lightroom ausprobiert habe. Ich habe viel davon im Netz gelesen und hatte Lust es auszuprobieren. Und was soll ich sagen, ich bin mit Lightroom glücklich und möchte kein anderes Tool mehr für meine Zwecke haben.

Mein Lightroom Alltag von Patrick „Paddy“ Ludolph

Mein Lightroom Alltag

Nach dieser kleinen Vorgeschichte möchte ich nun aber das Buch „Mein Lightroom Alltag“ näher vorstellen. Zunächst hatte ich gedacht, der nächste Blogger, der ein Buch schreibt zu den Themen, die er auch schon in seinem Blog beschrieben hat. Na das kann ja was werden. Und dann auch noch ein Buch zu Lightroom, wo es doch schon zig Bücher über das Thema gibt. Aber um es vorweg zu sagen, der Titel macht sich alle Ehre und ich wurde wieder einmal positiv überrascht und zugleich angefixt! Danke Paddy… 😉

Paddy schreibt in „Mein Lightroom Alltag“ über seinen persönlichen Workflow in Lightroom 3. Wie er manche Dinge angeht, warum er es so macht und teilweise, weshalb er andere Dinge nicht macht oder auch nicht ausprobiert. Er beschreibt keine Details zu jeder einzelnen Funktion, sondern stellt das in den Vordergrund, was er selbst zum Bearbeiten seiner Bilder benutzt. Jede der verwendeten Funktionen wird durch Beispielbilder verdeutlicht, wodurch die Lernkurve erheblich gesteigert wird. Zunächst liest man im Text, welche Möglichkeiten es gibt und wie es gemacht wurde und anschließend schaut man sich das Vorher/Nachher an.

Neben den umfangreichen Ausführungen zum Entwickelnmodul von Lightroom, geht Paddy auch noch auf andere Module ein. Ganz zu Beginn werden die Basics zu Lightroom erklärt und wie bei Paddy der Import und die Katelogisierung seiner Bilder von statten geht. Auch das finde ich unheimlich interessant, da es doch immer wieder Anregungen gibt, seinen eigenen Workflow durch das ein oder andere zu ergänzen.

Ein ganz neues Kapitel war für mich das Thema Drucken. Bisher hatte ich mich mit diesem Modul nicht auseinandergesetzt und dachte das werde ich nie verwenden. Nachdem ich jedoch das Kapitel in „Mein Lightroom Alltag“ gelesen hatte, dachte ich mir, dass ich dieses Modul doch auch häufiger in meinen eigenen Lightroom Alltag aufnehmen sollte.

Als Ergänzung zu den Modulkapiteln gibt es noch ein Kapitel über die beliebtesten Presets von Paddy. Dort erklärt er kurz, wie das Preset enstanden ist, sodass man das zuvor gelesene und gelernte auch gleich reflektieren kann. Damit das ganze nicht nur Theorie bleibt und man sich die Presets selbst zusammenbasteln muss, liegt dem Buch auch noch eine DVD bei. Auf dieser sind neben den vorgestellten Presets auch noch ein paar Videotutorials, die es auch schon auf seinem Blog neunzehn72.de zu sehen gab.

Meine Meinung zum Buch

Ich selbst benutze Lightroom nun schon seit ein paar Monaten für die Bildbearbeitung und Bildorganisation und ich muss sagen, manche der angesprochenen Themen waren mir bereits bekannt, viele Kleinigkeiten jedoch noch nicht. Ich konnte noch unglaublich viele Informationen aufschnappen und habe nun noch mehr Lust Dinge auszuprobieren und zu verstellen. Ich denke auch nur so kommt man selbst zu einem eigenen Bildbearbeitungsstil.

„Mein Lightroom Alltag“ ist meiner Meinung nach ein Must-Have für jeden, der sich näher mit der Bildbearbeitung in Lightroom auf praktische Weise auseinander setzen will. Die Funktionen sind sehr gut erklärt und die Erklärungen wirken nicht zu trocken. Der Schreibstil ist locker und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Für mich war es sicherlich auch nicht das letzte Mal, dass ich dieses Buch gelesen habe, denn einige Punkte habe ich sicherlich auch überlesen bzw. konnte ich mir nicht merken. Daher klare Kaufempfehlung!

Falls ihr eher Theoretiker seit und jede Funktion bis auf das äußerste Detail beschrieben haben wollt, so rate ich euch von dem Buch ab. Es ist eher ein Buch vom Praktiker für Praktiker, also gerade richtig für mich. Theorie ist zwar schön und gut, aber irgendwann will man halt auch mal Ergebnisse davon sehen und nicht nur fachsimpeln.

Falls ihr ein paar Beispielbilder zu den Presets sehen wollt, so könnt ihr diese in seinem Blog anschauen. Ich selbst habe bisher noch kein Preset verwendet, sondern spiele lieber selbst an den Reglern 🙂

Informationen zum Buch:

Titel: Mein Lightroom Alltag
Autor: Patrick Ludolph
Preis: 29,95 €
ISBN: 978-3826691553

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3 Gedanken zu „Rezension: Mein Lightroom Alltag von Patrick Ludolph“

  1. höhrt sich ziehmlich hilfreich an – danke
    wie es scheint kommt man um diese Lightroom nicht drumherum und bald kommt schon die vierte version. man oh man da kommt man kaum hinterher

    fFrage: was sind diese „Presets“ ?

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  2. @Paddy: Ein gutes Buch erhält positives Feedback 🙂

    @Alex: Presets sind Vorlagen in denen deine Entwicklungseinstellungen gespeichert werden und die du so dann auch auf andere Bilder anwenden kannst. Aber Lightroom ist kein Muss für jemanden der seine Bilder bearbeitet. Es gibt auch noch viele andere Möglichkeiten. Photoshop, Gimp, Aperture, etc. Ich bin mit Lightroom allerdings sehr zufrieden und verwende Photoshop nur noch ganz selten.

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