Rezension: Presentation Zen

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In letzter Zeit lese ich wieder vermehrt Bücher. Früher habe ich das öfter getan und es ist eine klasse Alternative zu dem trostlosen Fernsehprogramm. Bei dieser Rezension handelt es sich aber nicht um ein Fotografiebuch, sondern um ein Buch zu Präsentationsdesign. Ich war schon immer begeistert von gut gestalteten und gut gehaltenen Präsentationen, wie z.B. Garr Reynolds oder Steve Jobs. Wie auch sie halte ich nicht viel von Powerpointschlachten, wie man sie tagtäglich erlebt. Doch oft wird man im Alltag schräg angeschaut, wenn man einen alternativen Weg zur Präsentation einschlägt.

Da ich in den kommenden Wochen ein paar Vorträge halten werde, habe ich mir das Buch Presentation Zen von Garr Reynolds gekauft. Ich erhoffte mir ein bisschen Inspiration und eine andere Herangehensweise an das Erstellen von Präsentationen. Bisher kannte ich nur die Vorgehensweise um Lehrer, Dozenten oder auch Geschäftskollegen zufriedenzustellen und das waren dann meistens die oben erwähnten Powerpointschlachten, mit wenig Bild, viel Stichpunkten und Text. Ich hoffe durch die folgende Rezension auch den ein oder anderen dazu zu bringen das Buch zu lesen und seine Sichtweise auf die bisher üblichen Präsentationen zu ändern.

Presentation Zen: Simple Ideas on Presentation Design and Delivery

Garr Reynolds ist einer der bekanntesten Persönlichkeiten, wenn es um modernes und interessantes Präsentieren geht. In seinen Vorträgen vermittelt er mit viel Bild, wenig Text und einem guten Vortrag den Zuhörern alle wichtigen Informationen. Er hat seine Vorgehensweise sehr stark perfektioniert, ist aber immer auf der Suche nach neuen Wegen und Möglichkeiten. Wer ein paar seiner Präsentationsslides anschauen möchte, der findet diese auf slideshare.net.

Schon im Vorwort zu Presentation Zen gibt es die ersten Präsentationsslides zu sehen. Guy Kawasaki erklärt mit wenig Worten und deutlichen Bildern und Grafiken, wie die aktuelle Situation bei Präsentationen aussieht und das man sich die Vorschläge des Buches doch näher anschauen und anschließend auch umsetzen soll. Schon hier war ich begeistert von Presentation Zen und hoffte, dass der Rest des Buches ebenso begeisternd wirkt. Und das war auch im Großen und Ganzen der Fall.

Reynolds teilt das Buch in drei große Kapitel auf. Zunächst vermittelt er seine Herangehensweise an die Vorbereitung einer Präsentation. Hierbei wird schon deutlich, dass eine Präsentation nicht mal eben schnell zusammengeschrieben oder zusammengeklickt ist, sondern das man sich schon im Vorfeld die Gedanken dazu machen sollte, was die Kernaussage ist und wie man diese mit Hilfe von Präsentationsfolien untermauert. Er spricht immer wieder an, wie wichtig es ist sich eine Geschichte aufzubauen, damit die Zuhörer auch aufmerksam dem Vortrag folgen können und nicht gelangweilt nach den ersten Minuten aussteigen.

Nachdem die sehr ausführlich beschriebene Vorbereitungsphase dann beendet ist, geht es weiter mit dem Design von Präsentationen. Reynolds setzt sehr viel auf visuelle Vermittlung des gesprochenen Vortrags. Er versucht immer so wenig wie nötig auf den Folien zu zeigen und diese Dinge dann auch so schlicht wie möglich darzustellen. Sein Motto hierbei: „Simplicity, clarity, brevity“ Bei all seinen Beispielen zeigt er, wie er diese umsetzen würde. Oft ist es sehr amüsant zu sehen wie seine Folien im Vergleich zu den Präsentationsfolien der meisten Vorträge wirken. Und dieser Kontrast zwischen dem Standard und seiner Folie ist nicht gerade realitätsfremd!

Bei dem Kapitel Design geht er auch sehr genau darauf ein, wie Bilder auf das Publikum wirken und worauf bei der Platzierung zu achten ist. Sehr deutlich wird dies, wenn er ein Bild mit einem Zitat verbindent. Gerade wenn auf dem Bild eine Person zu sehen ist, merkt man schon als Leser wie unterschiedlich das selbe Bild an unterschiedlichen Positionen auf einen wirkt. Der Grundsatz ist immer, dass das Bild nicht ablenkt oder von dem Zitat hinwegleitet, z.B. durch eine falsche Blickrichtung der gezeigten Person.

Ebenso erklärt Reynolds auch, dass die Präsentation nicht als Handout erstellt werden soll. Dieses ist separat zu erstellen und mit detaillierten Daten und dem Inhalt zu füllen, der durch den Vortrag an sich vermittelt wird. Dadurch hat man mehr Freiheiten im Design der Präsentation und der interessierte Zuhörer kann sich im Anschluss den Inhalt im ausführlichen Handout nochmals zu Gemüte führen. Besteht das Handout nur aus Präsentationsfolien mit Text und Bullet Points, so hat er keinen Mehrwert davon denn nicht alle Details können in dieser Form abgebildet werden.

Im letzten Kapitel gibt Reynolds noch ein paar Tipps, wie man seinen Inhalt auch an seine Zuhörer gekonnt übermitteln kann. Er beschreibt, wie man eine Beziehung zu den Zuhörern aufbauen kann und wie wichtig es ist, sich engagiert zu zeigen und immer mit Begeisterung von dem Thema der Präsentation zu reden. Diese Begeisterung springt auf die Zuhörer über und die Präsentation bzw. der vermittelte Inhalt bleibt in den Köpfen hängen.

Sehr oft bringt er Beispiele von bekannten Rednern und zeigt an dem Foliendesign, dass man nahezu jegliche Präsentation mit den Grundsätzen von Presentation Zen aufpeppen kann. Dabei ist es egal, ob es sich um politische Themen, um den Bericht von Geschäftszahlen oder um Produktvorstellungen handelt. Mit den Beispielen deckt er vieles davon ab und er verweist auch auf weitere Beispiele, die man im Internet anschauen kann. Sehr oft geht er auch auf Steve Jobs Präsentationen ein, welche als herausragend gelten und die das Publikum immer mitgerissen haben. Wenn man sich die Tipps von Presentation Zen durchliest und anschließend eine Präsentation von Steve Jobs sieht, so merkt man wie viele Dinge er davon angewendet hat.

Fazit:

Presentation Zen ist für mich ein Muss für jeden, der öfter Präsentationen halten muss. Mit viel Witz und guten Beispielen vermittelt Garr Reynolds sehr deutlich, auf was bei Präsentationen zu achten ist und wie langweilig heutige Powerpointschlachten sind. Er motiviert den Leser auch immer wieder diese Dinge auszuprobieren und nicht aufzugeben, auch wenn die Situation aussichtslos ist oder eine Präsentation vielleicht nicht so hervorragend gelaufen ist. Wie auch in anderen Bereichen des Lebens lernt man aus solchen Erfahrungen und verbessert seine Fähigkeiten immer weiter.

Ebenso versucht er durch seine lockere Art dem Leser zu vermitteln kreativ zu sein. Jeder Mensch ist kreativ, er verlernt es nur mit dem älter werden. Als Kind zeichnet oder malt man Dinge, wie sie eigentlich nie existieren können, da man die Grenzen nicht kennt oder diese nicht beachtet. Bei der Erstellung einer Präsentation sollte man versuchen, diese Kreativität wieder zu wecken. Einfach nicht darüber nachdenken, ob das alles möglich ist oder nicht. Zuerst sollte der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Kürzen, anpassen oder ändern kann man im Nachhinein immernoch.

Ich habe das Buch jetzt schon zweimal gelesen und immer wieder etwas Neues entdeckt, was ich in meinen Präsentationen vielleicht verwenden könnte. Und mit Sicherheit werde ich es noch ein paar weitere Mal lesen. Durch den einfach gehaltenen Schreibstil ist es sehr verständlich und man spürt beim Lesen die Beigeisterung von Reynolds für dieses Thema. Als ich mit dem Buch fertig war musste ich mich an einen Dozenten aus meinem Studium erinnern, welcher der Einzige war, der seine Vorlesungen nach diesem Prinzip aufgezogen hat. Und wenn ich ehrlich bin, ist bei mir sehr viel von der Vorlesung hängen geblieben im Gegensatz zu anderen Vorlesungen 🙂

Wer neben dem Buch noch auf ein paar Tipps aus ist, der sollte sich auch mal ein bisschen auf dem Blog von Garr Reynolds umschauen. Dort schreibt er regelmäßig über interessante Präsentationen, andere Redner, hilfreiche Bücher und gibt Tipps. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Informationen zum Buch:

Titel: Presentation Zen: Simple Ideas on Presentation Design and Delivery
Autor: Garr Reynolds
Preis: 21,95 €
ISBN: 978-0321811981

Weitere Informationen bei Amazon.

linkTime – Januar 2012 – #5

Der Januar neigt sich nun auch im neuen Jahr schon wieder dem Ende entgegen. Es war für mich ein Monat mit Höhen und Tiefen aber auch vor allem ein Monat um Inspiration zu sammeln und neue Projekte zu planen. Momentan fotografiere ich eher weniger, da mir irgendwie ein Ziel fehlt und ich wenig Lust  habe mit der Kamera loszuziehen. Ich hoffe das ändert sich aber demnächst wieder. Bis dahin gibt es aber auf jeden Fall für die kommende Woche eine kleine Sammlung zu interessanten Artikeln und Bildern.

Flickr Favoriten der Woche:

  The Piano Parallelism Danbo beim lesen Aurora borealis, Sona, Norway life in monochrome..

Northern lights Iceland El Matador Seastacks at Sunset Cottage blasted by Aurora Borealis Drip Evolution 26/366 Between the present and the past

Linkschleuder:

  • Davide Belocchio ist ein italienischer Fotograf und manipuliert Fotos auf seine eigene Art & Weise. Für mich sind die Bilder eine Quelle der Inspiration, da sie teilweise mit sehr einfachen Mitteln den Blick des Betrachters umlenken und zum Nachdenken über das Bild anregen. (via fubiz)
  • Von Project Yosemite haben sicherlich schon einige etwas gehört, ich bin jedoch erst heute darauf aufmerksam geworden. Bei dem Projekt wollen die zwei Verantwortlichen die Schönheit der Landschaft im Yosemite bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen zeigen. Dies haben sie meiner Meinung nach in ihrem Timelapse Video schon hervorragend umgesetzt. Als ich mir das Video angeschaut habe, fühlte ich mich wieder zurückversetzt in meinen Urlaub in Kalifornien. Yosemite ist wirklich ein toller Nationalpark und auch für Landschaftsfotografien ein richtig toller Fleck auf Erden!
  • Bei Pablo wurde ich auf Jasper James aufmerksam gemacht, der eine tolle Serie von Silhoutenbildern erstellt hat. In diesen Bildern verbindet er das Leben in einer Großstadt mit dem einzelnen Menschen in dieser. Meine Meinung: Idee klasse, Umsetzung hervorragend!
  • Gunther hat einen schönen Know-How Artikel verfasst, wie man die Milchstraße in einem Bild festhalten kann. Ich bin begeistert von seinen Milchstraßebildern und er erkärt sehr ausführlich, was er für Erfahrungen gemacht hat und worauf man achten sollte, wenn man selbst die Milchstraße fotografieren möchte.
  • Auf Kwerfeldein gibt es einen tollen Gastartikel von Malte Brandenburg zu lesen. Er beschreibt dort sein Vorgehen beim Projekt Escalator Studies. Die Bilder die er hier von den Rolltreppen in der Metro gemacht hat sind erstklassig und durch den Artikel wird klar, dass man sein Ziel nicht aus den Augen verlieren sollte und immer weiter am Ball bleiben muss um es zu erreichen. Ansonsten macht man Abstriche und ist mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden, da man sich dieses vor dem inneren Auge anders vorgestellt hat.
  • Falls ihr auf der Suche nach neuen Möglichkeiten seit, wie ihr euren Kompaktblitz kreativ einsetzen könnt, dann solltet ihr euch mal das Video auf fstoppers.com anschauen. Dort wird gezeigt, wie man mit mehrfachen Blitzauslösungen eine tolle Mehrfachbelichtung eines Tänzers hinbekommt. Diese Vorgehensweise ist aber mit Sicherheit auch auf andere Gebiete der Blitzfotografie anwendbar.

linkTime – Januar 2012 – #4

Flickr Favoriten der Woche:

Breakfast sheung wan I am canadian Memories TERRA INCOGNITA Imperial War Museum North & Media City Bridge
Hamoa Beach Shorebreak 1 Oheo Gulch Sunset 1 Milky Way stars over Bryce Canyon Buick Detail. Wait, one minute Sa Dragonera

Linkschleuder:

  •  Vor ein paar Wochen hat Martin zu seiner alljährlichen Blogparade „Euer bestes Foto“ aufgerufen. Nun hat er sich die Mühe gemacht, alle Bilder der Teilnehmer in einer Galerie zusammenzufassen. Viel Spaß beim anschauen, sind wirklich klasse Bilder dabei.
  • Radomir Jakubowski hat bei Kwerfeldein ein paar Gedanken zum Gegenlicht in der Naturfotografie niedergeschrieben und ein paar wirklich sehr schöne Aufnahmen hinzugefügt! Da bekommt man schon wieder Lust mit der Kamera sofort loszuziehen, aber bei dem Regenwetter kommen halt nicht so schöne Gegenlichtbilder zu stande…
  • Jeriko hat ein paar schöne Worte geschrieben, weshalb Flickr auch 2012 noch für ihn funktioniert. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich so langsam auch wieder mehr und mehr auf Flickr unterwegs bin. Es gab eine lange Zeit, da war ich sehr abstinent und ich habe lieber mit anderen Diensten experimentiert. Nun bin ich aber wieder bei Flickr unterwegs, was ihr vllt. auch schon an den Flickr Favoriten in den linkTime Beiträgen gemerkt habt.
  • Paddy hat sich einen Elinchrom Ranger Quadra RX gekauft und schreibt seine ersten Erfahrungen dazu. Ich habe auch schon des öfteren mit so einem Teil geliebäugelt, allerdings hat mich bisher immer der Preis abgeschreckt, da er bei mir sicherlich nicht so oft zum Einsatz kommt, dass er sich lohnt.
  • Beim fotografr gibt es einen interessanten Artikel zum Thema Bildkritik. Zum einen wird darauf eingegangen, wie man selbstkritisch mit seinen Bilder umgeht und wie man konstruktive Kritik annimmt und auch gibt.
  • Wer das Jahr 2011 noch einmal in Bildern Revue passieren lassen möchte, der kann sich mal das tolle Onlinemagazin Year in Focus 2011 anschauen. Es gibt ein paar wirklich erstklassige Bilder zu sehen.

Rezension: Profibuch Photoshop von Calle Hackenberg

profibuch-photoshopAls ich 2009 mit der Fotografie begonnen habe, war Photoshop für mich so etwas wie das ultimative Bildbearbeitungstool. Es war sozusagen die eierlegende Wollmilchsau. Mit Photoshop war alles machbar. Wenn ich jedoch die letzten Jahre reflektiere, so habe ich für meine Bildbearbeitung gerademal einen Bruchteil von den Funktionen benutzt. Das wird mir immer wieder klar, wenn ich eines der unzähligen Bücher zum Thema Photoshop lese oder mir Videos dazu anschaue.

Und auch bei meinem aktuellen Buch Profibuch Photoshop von Calle Hackenberg ist es mir so ergangen. Calle hat mir freundlicherweise ein Rezensionexemplar zur Verfügung gestellt und der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging war: Ich bin kein Photoshop Profi. Kann ich mit dem Buch dann überhaupt etwas anfangen? Falls ja, was kann mir das Buch neues vermitteln im Vergleich zu meinen bisher gelesenen Photoshop Büchern? Und so machte ich mich ans Lesen und kurze Zeit später wurden meine Fragen beantwortet.

Profibuch Photoshop – Die Themenauswahl

Der Blick in das Inhaltsverzeichnis stimmt mich schonmal Positiv, dass ich hier noch so einiges mitnehmen kann. Gestartet wird mit einer ausführlichen Beschreibung zum Thema Farbmanagement und der richtigen Kalibrierung und Profilierung des Bildschirms, was für den späteren Druck der bearbeiteten Bilder enorm wichtig ist. Anschließend geht der Autor noch kurz auf die Unterschiede bei Tonwerten ein, bevor die Hauptkapitel des Buchs beginnen.

Das Hauptaugenmerk des Buches zielt auf die Beschleunigung des Bildbearbeitungsworkflows in Photoshop ab. So zeigt der Autor an praktischen Beispielen das Erstellen von Aktionen und Panels, wodurch viele Tätigkeiten automatisiert auch auf andere Bilder angewandt werden können. Bisher hatte ich immer schlechte Erfahrung mit meinen Photoshop Aktionen gemacht, nach den Kapiteln weiß ich auch weshalb, denn ich hatte nie eine vernünftige Basis oder Struktur erstellt, die auch auf andere Bilder übertragen werden konnte.

Am Ende des Buches hat man schonmal eine schöne Sammlung an Photoshop Aktionen zusammen und durch den Schritt für Schritt Ansatz, kann man ganz leicht noch weitere Aktionen für sich selbst erstellen. Jede der Aktionen kann parallel zum Buch an eigenen Bildern erstellt werden, wodurch sich der Lerneffekt erhöht.

Neben diesem sehr interessanten Thema Workflow-Beschleunigung widmet sich der Autor noch den Themen Schärfen und Bildoptimierung mit Camera Raw. Auch diese Themen sollten in der professionellen Bildbearbeitung nicht zu kurz kommen. Der Autor beschreibt verschiedene Möglichkeiten, was man beim Schärfen beachten sollte und wie man vorgehen kann. Der Bereich Camera Raw war für mich als Lightroom Benutzer aber eher uninteressant, da ich die verwendeten Regler und ihre Funktionen schon kannte.

Abschließend geht der Autor noch auf angesagte Bild-Looks ein. So gibt es verschiedene Aktionen zu Instagram-Effekten, Gegenlichtverstärkung oder zur Erzeugung des Miniatur-Looks. Aber auch die People-Fotografen kommen nicht zu kurz. Der Autor widmet dem Thema People-Retusche ein Extra-Kapitel. Zu Beginn beschleicht einen allerdings die Sorge, dass man mit diesen Techniken das Aussehen von Menschen komplett verändern kann, was ich persönlich nicht so toll finde. Allerdings weißt auch der Autor öfters darauf hin, dass man diese Techniken in einem gesunden Maß einsetzen sollte und es nicht mit der Retusche übertreiben darf.

An wen richtet sich dieses Buch nun?

Das Profibuch Photoshop ist aus meiner Sicht kein allgemeines Lehrbuch und auch keine Einführung in Adobe Photoshop. Wer mit den Themen Gradationskurve, Tonwertkorrektur, Ebenenmasken, Hochpassfilter oder Gaußscher Weichzeichner etwas anfangen kann und jetzt nicht nur Bahnhof versteht, der kann viele Tipps aus dem Buch entnehmen, um seine Bildbearbeitungsschritte zu automatisieren. Das Buch richtet sich an Fotografen, die diese Techniken für ihre Arbeit einsetzten sollten, aber nicht an jemanden, der einen umfassenden Einblick in die Möglichkeiten von Photoshop haben will.

Fazit

Das Buch ist fachlich sehr gut und hilfreich. Es werden wichtige Photoshop-Techniken erläutert, die eine Bildbearbeitung in Photoshop vereinfachen und auch verbessern. Für mich wird das Buch ein tolles Nachschlagewerk, auch gerade wegen den diversen Bild-Looks, da diese in letzter Zeit immer mehr nachgefragt werden.

Etwas schade fand ich, dass nicht immer so überzeugende Beispielbilder eingesetzt wurden, die einem ein „Wow“ entlocken wenn man die Vorher/Nachher Versionen sieht. Es werden eher die gezielten Unterschiede der jetzt durchgeführten Aktion dargestellt. Erst in Kombination der Techniken lässt sich meiner Meinung nach ein „Wow“ Effekt erzielen. Das Buch zielt meiner Meinung nach aber auch nicht darauf ab, dass man sofort mit jeder Aktion ein Bild zu einem Meisterwerk verbessern kann. Es möchte dem ambitionierten Fotografen eher die Möglichkeiten darstellen, was alles machbar ist und einen Einstieg verschaffen, sich noch mehr mit der Materie auseinander zu setzen.

Informationen zum Buch:

Titel: Profibuch Photoshop
Autor: Calle Hackenberg
Preis: 39,95 €
ISBN: 978-3645600835

Weitere Informationen bei Amazon.

 

Wer oder was sind diese Danbos?

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, gibt es in letzter Zeit ziemlich viele Bilder dieser kleinen Figur namens Danbo hier im Blog. Seitdem ich meinen Danbo habe, macht es einfach soviel Spaß diese kleine Figur zu fotografieren. Da ich bisher noch nicht allzuviele Informationen über diese Danbos geschrieben habe, sondern meist nur Bilder zeige, möchte ich euch in den folgenden Zeilen ein paar Worte zur Herkunft von Danbo sagen. Sonst weigert sich Danbo demnächst noch und will keine Bilder mehr von sich machen lassen, wie an diesem Tag.

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Nikon D700 | Nikon 35 mm | f/2.8 | 1/20 s | ISO 800

Die kleine Figur Danbo spielt im Manga „Yotsuba&!“ mit und wurde von dem japanischen Mangazeichner Kiyohiko Azuma entworfen. Yotsuba ist ein kleines Mädchen, welches fantastische Abenteuer erlebt. Ihre Freundin hingegen verkleidet sich gerne mal mit dem Köstum aus Amazon-Kartons. Wie ihr seht steckt hinter der kleinen Amazonfigur also eigentlich ein Mensch bzw. eine Comic-Figur. Falls sich jemand die Szenen genauer anschauen möchte, der kann das gerne hier tun.

Nachdem das Comic erschienen ist, brachte der japanische Anime-Figuren Hersteller Kaiyodo die Figuren aus „Yotsuba&!“ auf den japanischen Sammlerfiguren-Markt, welche immer sehr stark umkämpft ist. Der kleine Danbo hatte jedoch Glück und war ein voller Markterfolg, nicht zuletzt deshalb, weil viele Blogger und Fotografen diese Figur so gehyped haben.

Man kann Danbo in zwei Größen bestellen (13 cm und 7,5 cm). Alle Gelenke der kleinen Amazonfigur sind aus Plastikkugellagern und beweglich. In den Augen sind zwei LEDs verbaut, die über einen kleinen Schalter zum Leuchten gebracht werden können. Das ist ein toller Effekt im Dunkeln! Alle Arme und Beine sind auch abnehmbar, bei dem großen Danbo kann sogar der Kopf abgenommen werden und es kommt der Kopf der Freundin von Yotsuba zum Vorschein.

Seitdem ich meinen Danbo habe, kann ich den Hype unter Hobbyfotografen sehr gut nachvollziehen. Es macht einfach süchtig die kleine Figur zu fotografien. Und der Vorteil ist natürlich auch, dass er still hält und selbst nach der hundersten Einstellung immernoch keinen Mucks von sich gibt. Ich bin jedoch noch am Anfang meiner Danbo Abenteuer, aber mit jedem Bild lernt man etwas neues hinzu 🙂

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Nikon D700 | Nikon 50 mm | f/2.8 | 1/500 s | ISO 200

Und wie ihr sehen könnt ist Danbo nun auch wieder ganz glücklich und ich denke für die kommenden Fotos wird er sich nicht seiner Aufgabe als Model verweigern!