Kostenloses eBook: Die Kunst der Schwarzweißfotografie

Bisher habe ich mich noch nicht wirklich viel mit der Schwarzweißfotografie auseinandergesetzt, auch wenn ich diese Art der Bildgestaltung bzw. -bearbeitung sehr interessant finde. Vor langer Zeit hatte ich mich mal mit Ansel Adams und seinen Ansichten dazu befasst, aber irgendwie habe ich es nie wirklich probiert umzusetzen. Bei Michael Kirchner gibt es derzeit das kostenloses eBook zur Kunst der Schwarzweißfotografie, wodurch ich nun wieder einen kleinen Motivationsschube erhalten habe demnächst doch öfters mal Schwarzweißbilder zu erstellen. Vielleicht ist ja der ein oder andere Leser auch an dem Buch interessiert.

Danbo unterwegs auf dem Honberg

Vor zwei Wochen war ich am Samstag ein bisschen spazieren auf dem Honberg in Tuttlingen und hatte meine Kamera dabei. Es war nichts geplant, sondern einfach ein bisschen das schöne Wetter genießen und ein paar Fotos machen. Da ich mir vor kurzem einen Danbo gekauft habe, war er natürlich auch dabei und hat für mich das Model gespielt.

Danbo beim Sonnenbaden:

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Nikon D700 | Nikon 35 mm | f/2.5 | 1/1000s | ISO 200

Danbo frisch gestärkt und voller Tatendrang:

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Nikon D700 | Nikon 35 mm | f/4.0 | 1/1000s | ISO 200

Danbo erkundet die Natur:

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Nikon D700 | Nikon 35 mm | f/2.2 | 1/640s | ISO 200

Irgendwie habe ich richtig Spaß daran den Danbo abzulichten. Zum einen weil er sehr geduldig ist wenn ich mal wieder mit ein paar Einstellungen herumspiele. Zum anderen, weil ich bei den Danbo Fotos fast immer mit meinem 35 mm unterwegs bin und ich mich nach und nach an diesen tollen Blickwinkel gewöhne. Vielleicht kommt ja dann doch bald wieder ein Lensbaby mit Sweet 35 ins Haus 🙂

Neben den Bilder von Danbo sind auch noch ein paar weitere ohne ihn entstanden. So habe ich vor allem auf einen schönen Sonnenuntergang auf dem Honberg gehofft und ich hatte Glück. Es ist wirklich ein toller Sonnenuntergang zustande gekommen. Wie dieses Sonnenuntergangsbild entstanden ist, könnt ihr dem Screencast entnehmen.

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Lightroom-Screencast: Sonnenuntergang in Tuttlingen

Es ist jetzt ca. 10 Monate her, seitdem es hier auf dem Blog einen Screencast von mir gab. Der letzte drehte sich um die Bearbeitung eines Makro-Bildes, dem Dewdrop. Da ich vor ein paar Tagen näher auf die Frage „Wieviel Bildbearbeitung machst du?“ eingegangen bin, habe ich mich endlich mal daran gesetzt einen weiteren Screencast aufzunehmen. Ich hatte schon des öfteren vor ein paar meiner Bearbeitungen in einen Screencast zu packen, aber irgendwie fehlte mir dann meist die Zeit hierfür.

Am Wochenende hatte ich dann die Zeit ein bisschen fotografieren zu gehen und im Anschluss dazu habe ich mir gedacht, dass ich doch gleich einen Lightroom-Screencast der Bearbeitung aufnehmen könnte. Am Ende der Bearbeitung entstand dann das folgende Bild:

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Lightroom-Screencast zur Bildbearbeitung: Sonnenuntergang in Tuttlingen

In dem folgenden Screencast erläutere ich euch die einzelnen Schritte, die zu dem obigen Endergebnis geführt haben. Vorab die Info, dass für die finale Bearbeitung fünf unterschiedlich belichtete Aufnahmen, Photomatix Pro*, Lightroom* und Photoshop CS5* verwendet wurden. Zur Bearbeitung eines Bildes sind nicht alle Programme notwendig, aber ich fand es in diesem Fall angenehmer.

Gerade wenn das Programm Photomatix auftaucht denken viele immer an schrecklich aussehnde HDR-Bilder, die nichts mit der Realität zu tun haben und einfach nur futuristisch/unrealistisch wirken. Das Bild welches ihr oben seht ist ebenfalls ein HDR-Bild, aber eben nur minimal mit diesem Effekt versehen. In den nächsten Tagen wird es sicherlich noch einen kleinen HDR-Exkurs geben, denn so schlecht wie HDR im Internet häufig dargestellt wird, ist es gar nicht 🙂

Nun aber viel Spaß mit dem Screencast. Achja, lasst euch durch die leicht erkältete Stimme nicht abschrecken.

Ich hoffe euch hat das kleine Making-Of gefallen und wie ihr gesehen habt, habe ich für die Bearbeitung inklusive Erklärungen gerade einmal 14 Minuten benötigt. Bildbearbeitung kostet also nicht unbedingt soviel Zeit um ein, meiner Meinung nach, klasse Ergebnis zu erzielen.

Was mich jetzt noch interessieren würde ist, ob euch die Art des Screencasts gefallen hat? Welche Änderungen würdet ihr euch wünschen? Wollt ihr in Zukunft überhaupt solche Videos sehen?

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Timelapse-Video von L.A.: The Angels

Es ist jetzt gut zwei Jahre her, dass ich aus Los Angeles, der Stadt der Engel, zurückgekehrt bin nach Deutschland. Für mich war mein Auslandsaufenthalt in Los Angeles einer der schönsten Lebensabschnitte bisher und jedes Mal wenn ich Bilder von der Stadt oder ein Video sehe, sehne ich mich wieder zurück.

Timelapse-Video: The Angels

So auch bei diesem Timelapse-Video von Givot in welchem er die Stadt der Engel bei Nacht zeigt. Ich fühlte mich sofort wieder hineingezogen in das Leben in Los Angeles, das Flair, die Menschen und die Stadt an sich. Aber schaut es euch selbst an; ich bin jedenfalls begeistert und meine Erinnerungen sind wieder aufgefrischt.

Das Timelapse-Video entstand aus 6335 Auslösungen, welche mit einer Canon 7D erstellt wurden. Für ein Timelapse sind das im Allgemeinen gesprochen wenige Auslösungen, aber das Ergebnis welches am Ende herausgekommen ist, gefällt mir außerordentlich gut! Zumal wenn man die Zeit betrachtet, die für solche Videos notwendig ist. Grob gesagt braucht man für ca. 20 Sekunden Video eine Stunde Aufnahmezeit.

Nunja falls sich jemand gerade überlegt mal nach Los Angeles zu gehen oder sich dort für längere Zeit niederzulassen: Ich würde gerne auf Besuch kommen 😀

Und falls ihr noch nicht genug von Los Angeles gesehen habt, so schaut euch doch noch ein weiteres Timelapse-Video über L.A. -Die Stadt der Engel an.

Interessante Frage: Wieviel Bildbearbeitung machst du?

Bei Ronny von Blogtimes habe ich einen interessanten Artikel aufgeschnappt, indem er seine Meinung zur Bildbearbeitung in der digitalen Fotografie kund gibt. Ich finde seine Ansicht sehr interessant und möchte ein paar der Aspekte aufgreifen und ebenfalls meine Meinung dazu äußern.

Wieviel Bildbearbeitung machst Du?

Das ist die Frage, die Ronny öfters beantworten muss und so wie er sehe ich das auch. Ich mache soviel, bis MIR das Bild gefällt. Es gibt viele Fotografen, die sagen, dass sie keine Bildbearbeitung machen, sondern alles gleich bei der Aufnahme berücksichtigen. Ist mir auch schon öfters gesagt worden und ich halte diese Aussage für Quatsch.

Man kann nicht immer alles perfekt bei der Aufnahme machen. Es gibt vieles was man schon beim Fotografien berücksichtigen kann, aber wenn man alles berücksichtigen wollte, dann würde einem die Zeit fehlen oder das Motiv weglaufen 🙂

Meiner Meinung nach gehört zu jedem Bild, welches man jemandem zeigen möchte ein bisschen Bildbearbeitung hinzu. Ein bisschen am Weißabgleich drehen, die Färbung anpassen, etwas nachschärfen oder einfach nur den Kontrast erhöhen. Diese Schritte sind in nicht einmal 5 Minuten erledigt und können das Ergebnis und den Wow-Effekt bei den Betrachtern enorm steigern. Und wenn dann mal ein Bild dabei ist wo das alles nicht notwendig ist, dann freut man sich darüber! Aber es gibt sicherlich auch noch unzählige Fotos, die man selbst nicht sooo überzeugend findet.

Und wieso sollte man heutzutage seine Bilder nicht bearbeiten? Nur weil man digital fotografiert und das Ergebnis gleich auf dem Mäusekino betrachtet und beurteilt? Früher war die Diskussion um Bildbearbeitung nie ein Thema. Analoge Fotografen haben in ihrer Dunkelkammer auch Bildbearbeitung betrieben. Zwar war diese nicht so destruktiv und einfach wie die heutige, aber ist das ein Grund keine Bildbearbeitung mehr anzuwenden? Ich denke nein! Die Technik entwickelt sich weiter und warum soll man diese Möglichkeiten nicht ausschöpfen?

Klar gibt es immer wieder genug Gegenbeispiele, bei denen die Bildbearbeitung das Bild eher verschlimmbessert hat. Aber auch solche Bilder braucht man, denn genau daran erkennt man wo man selbst seine Grenze setzt und was einem dann nicht mehr gefällt. Und wenn man es selbst mal ein bisschen übertrieben hat, dann setzt man alles wieder zurück und fängt von vorne an, nur ohne die selben Fehler nochmals zu begehen.

Wieviel Bildbearbeitung mache ich?

Ich selbst bin erst durch die Bildbearbeitung zur digitalen Fotografie gekommen. Ich weiß dass das sehr komisch klingt da man meist anders herum beginnt, aber mir hat es schon immer Spaß gemacht Bilder in Photoshop zu optimieren, andere Ausschnitte zu wählen oder Bilder komplett anders aussehen zu lassen. Irgendwann hatte ich dann aber keine Lust mehr nur Bilder von anderen zu bearbeiten und habe mit der Fotografie begonnen. Und jetzt bin ich ein kleine Fotojunkie geworden 🙂

Ich gebe zu, dass ich vielleicht etwas anders mit der Fotografie umgehe und nicht alles gleich in die Aufnahme mit einfließen lassen was möglich ist. Aber ich habe genausoviel Spaß daran meine Bilder anschließend mit Photoshop oder Lightroom zu bearbeiten, wie bei dem Erstellen der Aufnahme selbst.

Es kann schonmal vorkommen, dass ich mehrere Stunden an einem Bild rumbastel und hinterher ist das Ergebnis immernoch nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber während ich an dem Bild rumspiele, lerne ich immer mehr Funktionen und neue Techniken kennen, die bei anderen Bildern vielleicht viel bessern wirken. Im Prinzip ist es bei der Bildbearbeitung wie in der Fotografie. Es gibt viele Funktionen und bis man diese alle ausprobiert hat vergeht viel Zeit. Aber es macht auch verdammt viel Spaß neue Funktionen auszuprobieren und kennenzulernen!

Im Schnitt bearbeite ich meine Bilder meistens zwischen 5 und 10 Minuten. Das reicht locker aus und gerade in Lightroom kann ich mir ein paar Vorlagen erstellen, die mir einen Teil der Bildbearbeitung abnehmen. Sehr oft passen diese auch gut auf andere Bilder und ich korrigiere nur noch minimal die Einstellungen. Sollte ich doch mal etwas außergewöhnliches mit einem Bild machen wollen oder die Bearbeitung muss perfekt sein (inkl. Retusche, etc.) dann kann es auch mal bis zu 1 Stunde oder länger dauern bis das Bild fertig ist.

Was ich aber eigentlich sagen will:

Es ist egal, wie ihr zu euren Bildern kommt und wieviel ihr sie bearbeitet. Letztenendes müssen die Bilder EUCH gefallen. Ob die fertigen Fotografien aus der Kamera das richtige sind oder die bearbeiteten Bilder aus Photoshop, Gimp und wie sie alle heißen. Es sind eure Bilder und niemand anderem sollen sie gefallen. (Gilt natürlich nur bedingt, denn wenn ihr auf Auftrag fotografiert sollten sie dem Kunden auch gefallen)

Und um euch zu zeigen, was ich teilweise aus meinen Bildern mache bzw. wie diese aus der Kamera aussehen, gibt es hier einen Vergleich:

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Und wem das noch nicht reicht, der kann gerne noch ein bisschen auf meinem Blog herumstöbern und die Tutorials anschauen oder die Vorher-Nachher-Artikel durchlesen.

Abschließend noch die Frage an euch: Wie seht ihr das mit der Bildbearbeitung? Wieviel Aufwand steckt ihr dort rein?