Foto der Woche: Die kleine Tierwelt

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Spontane Ausflüge in den Garten hatte ich schon ein paar und fast jedes Mal sind dabei ein paar schöne Bilder entstanden. Das letzte Mal waren es Blumen, dieses Mal ist es eher die Kleintierwelt.

Der Ausflug entstand dadurch, weil ich mal wissen wollte, ob ich so ein Tier auch als Makro ohne Hilfe eines Stativs scharf bekomme. Ich muss zugeben, dass es ziemlich lange ging, bis ich ein einigermaßen scharfes Bild zustande bekommen habe. Irgendwie war das Tierchen noch nicht ganz müde und ist noch viel rumgeflogen 🙁

Graufilter – Was ist es und für was benutze ich einen?

Hoya Graufilter 8x

Ich hatte schon in den vergangenen Wochen immer wieder Bilder gezeigt, die mit Hilfe eines Graufilters entstanden sind. Ich wollte schon seit längerem mal wieder einen Artikel über neues Equipment schreiben, aber irgendwie hatte mir immer die Zeit gefehlt. Aber lieber spät als nie 🙂

Vor ein paar Wochen habe ich mir endlich einen Graufilter gegönnt. Lange habe ich überlegt, ob ich mir so einen Filter überhaupt kaufen soll und ob er sich für mich auch lohnt. Nach diesen paar Wochen kann ich sagen: Es hat sich gelohnt und ich will noch einen zusätzlichen Graufilter haben! Doch kommen wir zunächst mal zu den Basics.

Was ist ein Graufilter?

Unter Neutraldichtefilter (ND-Filter, Neutralfilter, meist: Graufilter) versteht man in der Fotografie gefasste Glas- oder Kunststoffscheiben von optischer Güte, die vor das Objektiv des Fotoapparats geschraubt oder gesteckt werden, um gleichmäßige Abdunklung im Bild zu erzielen. Sie sind homogen neutralgrau eingefärbt, so dass die Farbwiedergabe nicht verfälscht wird.

Quelle: Wikipedia

So nun ist das doch alles klar oder? Einfach gesagt erlaubt mir ein Graufilter eine längere Verschlusszeit bei gleichbleibender Blende und ISO-Zahl. Der Filter hat dabei keinen Einfluss auf die Farbwiedergabe und dient somit lediglich dazu, länger belichten zu können.

Graufilter gibt es in verschiedenen Stärken:

Neutraldichte
ND, NDx
Durchlässigkeit Verlängerungsfaktor
Verschlusszeit oder
Filter „ND…X“-fach
Anzahl Blendenstufen
(Rastungen der Blende)
0,0 100 % 1 0,0
0,3 50 % 2 1,0
0,45 35 % 3 1,5
0,6 25 % 4 2,0
0,9 12,6 % 8 3,0
1,0 10,0 % 10 3,3
1,2 6,3 % 16 4,0
2,0 1,0 % 100 6,6
3,0 0,1 % 1.000 10
4,0 0,01 % 10.000 13
5,0 0,001 % 100.000 17
6,0 0,0001 % 1.000.000 20
7,0 0,00001 % 10.000.000 23
8,0 0,000001 % 100.000.000 27

Quelle: Wikipedia

Für welchen Filter ihr euch entscheidet hängt ganz davon ab, was ihr damit bezwecken wollt:

  1. Möchtet ihr z.B. bei Sonnenschein mit offener Blende fotografieren, so reicht meist die Verschlusszeit der Kamera nicht mehr aus. In solchen Fällen, kann ein Graufilter Abhilfe schaffen, indem er einfach weniger Licht durchlässt und somit die Verschlusszeit verlängert. Wohlgemerkt, die Blende bleibt dabei unbeeinflusst. Für solche Zwecke sind Graufilter mit geringer Stärke ideal.
  2. Wollt ihr mit eurem Filter längere Belichtungszeiten erreichen, damit z.B. fließendes Wasser eine Unschärfe erreicht und somit wirklich als fließend wahrgenommen wird, so braucht ihr bei Sonnenschein einen etwas stärkeren Graufilter, damit ihr auch wirklich eine lang genuge Belichtungszeit erreicht. Bei solchen Szenarien ist man meist auch auf ein Stativ angewiesen, da solche Belichtungszeiten nicht von Hand zu halten sind.

Warum habe ich mir einen Graufilter gekauft?

Ich selbst habe mich für einen Allround 8x-fach Graufilter entschieden. Er kann für jegliche Zwecke verwendet werden, zeigt allerdings Schwächen bei starken Sonnenlicht, da die Belichtungszeit in diesen Fällen meist nicht groß genug beeinflusst wird. Fließendes Wasser bei strahlendem Sonnenschein darzustellen ist schon etwas schwierig.

Der erste Gedanke bei einem Graufilter ist bei mir jedoch darauf zurückzuführen, dass ich Wasser einfach „weicher“ darstellen wollte. Hier ging es mir vor allem um Flüsse und Wasserfälle, welche meist in Wäldern verlaufen und somit von Sonnenstrahlen nicht viel zu sehen ist. Für bewölkte Tage oder schattige Gebiete ist der 8x-fach Graufilter völlig ausreichend um Wasser fließend darstellen zu können.

Wasserfälle Triberg 2

Da ich jedoch nicht nur Wasser damit fotografieren wollte, habe ich es auch einmal getestet einen Platz menschenleer zu machen. Das geht mit einem Graufilter hervorragend, da durch die längere Belichtungszeit die Bewegungen der Personen eliminiert werden. Getestet habe ich diesen Effekt in der U-Bahn in München. Dort ist es mir gelungen, fast alle Personen aus dem Bild auszuschließen und einen menschenleeren Gang zu bekommen.

U-Bahn Marienplatz

Als ich den selben Effekt dann auch auf dem Marienplatz durchführen wollte, ist mir das leider misslungen. Hier war das Licht einfach zu stark, sodass mein Graufilter die Verschlusszeit nicht ausreichend verlängern konnte. Ich bin nun schon am überlegen, mir noch einen stärkeren Graufilter zu kaufen, der dann gerade für solche Plätze oder viel besuchte Sehenswürdigkeiten zum Einsatz kommt.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Graufiltern gemacht? Welche Stärke verwendet ihr für welchen Zweck?

Naturgewalten in Triberg

Wasserfälle in Triberg

Die Natur kann sehr faszinierend sein. Durch diese Faszination kam ich vor drei Jahren überhaupt zur Fotografie. Auch heute noch bin ich immer wieder begeistert von der Natur und freue mich immer wieder wenn ich mit der Kamera auf Tour bin.

Das Bild oben ist in Triberg enstanden, welches knapp eine Stunde von mir zu Hause entfernt ist. Ich wollte schon länger mal dort vorbeischauen, aber irgendwie hat es nie geklappt. Als ich mir vor ein paar Wochen einen Graufilter kaufte, war es eigentlich schon selbstverständlichen den Naturgewalten in Triberg einen Besuch abzustatten.

Wasserfälle Triberg 2

In Triberg gibt es wunderschöne Wasserfälle, die von der Gutach ca. 163m in die Tiefe stürzen. Da es die letzten Tage sehr viel geregnet hatte, gab es auch viel Wasser, das sich die Berge hinunterstürzte. Leider war das Wasser aber auch ziemlich dreckig, so dass der Wasserfall in den Bildern nicht immer sehr weiß dargestellt ist.

Ich bin auf jeden Fall begeistert von dem Graufilter und überlege mir schon nochmal einen etwas stärkeren zu kaufen. In Triberg ist zwar alles im Schatten gehalten und so reicht mein jetziger Graufilter auch aus, aber es gibt ja auch noch andere Orte, an denen ich mir die Eigenschaften eines Graufilters zu Nutzen machen möchte.

Feuerwerk fotografieren: Meine ersten Schritte

Feuerwerk Gartenschau Horb - Bild 4

Wie ihr vor ein paar Tagen vielleicht gesehen habt, war ich in Horb auf der Gartenschau unterwegs, um das Feuerwerk dort zu fotografieren. Es war mein erster Versuch mit einem Feuerwerk und ich möchte euch einfach ein paar Dinge sagen, wie ich die Bilder gemacht habe und auf was ich das nächste Mal eher achten sollte. Vielleicht kann ich ja dem ein oder anderen noch ein paar Tipps auf den Weg geben.

Vor dem eigentlichen Feuerwerk

Beim Feuerwerk ist es nicht getan einfach an die Location zu gehen und mal eben schnell ein paar Bilder zu schießen. Es bedarf einer gewissen Vorbereitung und dies sollte auf jeden Fall in der Zeitplanung berücksichtigt werden.

Die richtige Location finden:

Als Ortskundiger hat man hier klare Vorteile und kann sich schon Tage zuvor Gedanken dazu machen, wo man sich aufstellt um Fotos zu machen. Hat man eine etwas längere Anreise, so ist das mit Vorabbesuchen vor Ort oftmals schwierig. Die folgenden Punkte sollte man bei der Suche nach einem geeigneten Standort zum Aufnehmen des Feuerwerks berücksichtigen.

  • Ein freies Blickfeld auf das Feuerwerk (dazu muss man ungefähr wissen, wo die Feuerwerkskörper explodieren werden)
  • Wenige Personen im Umkreis, da man mit Stativ arbeitet und nicht immer Leute an das Stativ stoßen sollen
  • Stabiler Untergrund, da das Stativ ansonsten verwackeln oder wegrutschen kann
  • keine hellen Lichtquellen, die in das Objektiv strahlen
  • Evtl. noch einen schönen Vordergrund, der vielleicht auch noch mit auf das Motiv passt, z.B. eine beleuchtete Altstadt oder ähnliches

Bei der Wahl meiner Location hatte ich keine Möglichkeit mir das Gelände an einem früheren Tag anzuschauen, deshalb bin ich auch ein paar Stunden früher losgegangen. Der gewählte Platz hat sich jedoch als sehr gut erwiesen, da keine weiteren Personen dort waren. Ich hatte totale Ruhe und konnte alles schön aufbauen. Leider war die Altstadt in Horb nicht beleuchtet, weshalb alles um das Feuerwerk sehr dunkel ist. Aber ich bin dennoch zufrieden mit meinem ersten Feuerwerk.

Die benötigte Ausrüstung:

Nichts ist schlimmer, als vor Ort an der Location anzukommen und zu merken, dass man etwas vergessen hat. Natürlich hat man seine Fototasche in der Regel zuvor gepackt, aber dennoch sollte man an die folgenden Dinge für das fotografieren des Feuerwerks dabei haben:

  • Kamera mit vollen Akkus und leeren Speicherkarten
  • 1-2 Objektive, ich kann hier nur empfehlen, ein Standardzoom und ein Telezoom mitzunehmen, was aber immer auch auf die Location ankommt. Wenn man diese nicht genau kennt, dann lieber beides einpacken oder noch ein drittes hinzunehmen
  • Stativ, da die Bilder sonst nicht gehalten werden können
  • Fernauslöser, damit Verwacklungen vermieden werden können
  • Taschenlampe, welche ich leider vergessen hatte. Es ist jedoch ziemlich dunkel nachdem das Feuerwerk dann vorbei ist. Wenn man sich dann eine Location ausgesucht hat, die etwas abseits von Straßenbeleuchtung oder ähnlichem ist, kann der Rückweg doch etwas schwierig sein.

Die Einstellungen der Kamera:

Hat meine alle Sachen gepackt und eine passende Location gefunden, so sollten noch ein paar Einstellungen an der Kamera vorgenommen werden, bevor wild drauf losgeknipst wird:

  • ISO auf Standardwert setzen (bei Nikon ISO 200), damit das Rauschen gering bleibt
  • Autofokus deaktivieren und manuell auf unendlich fokussieren (nach den ersten Bildern kontrollieren ob nachjustiert werden muss)
  • Die Blende zwischen 11-22 wählen, wobei 16 für die meisten Arten von Feuerwerk ideal ist (hatte ich erst im Nachhinein gemerkt und das gesamte Feuerwerk in Blende 11 fotografiert)
  • Manuellen Modus einstellen und Kamera auf BULB setzen. Die Dauer der Belichtung wird durch den Fernauslöser gesteuert
  • Fernauslöser an die Kamera anschließen und testen ob man den BULB-Modus kontrolliert steuern kann
  • RAW-Modus verwenden damit die meisten Informationen in den Bildern erhalten bleiben
  • Den Sucher wenn möglich verschließen, damit es kein Streulicht gibt

Feuerwerk Gartenschau Horb - Bild 3

Die Stunde der Wahrheit

Hat man seine Checkliste abgearbeitet ist man bereit für die ersten Feuerwerkskörper. Zu Beginn sollte man sich zunächst um einen passenden Ausschnitt kümmern, damit das Feuerwerk auch gut zu sehen ist auf dem Sensor und nicht überall abgeschnitten wird. Dies ist mir leider sehr häufig passiert, da ich einfach nicht genug kontrolliert habe. Da man nie genau weiß, wie groß die nächste Rakete explodiert und wo genau das passieren wird, ist dies schon etwas schwierig. Meine Empfehlung ist hier einen größeren Ausschnitt zu wählen und wenn nötig im Nachgang den Ausschnitt zuzuschneiden.

Der richtige Zeitpunkt zum Auslösen ist ebenfalls eine kleine Glückssache. Zu Beginn ist man noch unsicher, in welchen Abständen die Raketen abgeschossen werden und wann man den Auslöser drücken soll. Auch hier ist etwas Glück gefragt, wobei es nach den ersten paar Raketen schon ganz gut funktionieren sollte. Ich hatte immer abgedrückt, als ich die Rakete fliegen sah und kurz dachte sie wird jetzt gleich explodieren.

Der Ablauf bei der Feuerwerksfotografie ist immer gleich. Den richtigen Zeitpunkt für die Auslösung erwischen, den Auslöser gedrückt halten und loslassen wenn alles im Kasten ist. Hier kann man etwas experimentieren, je nachdem ob man die Raketenschweife stärker ausgeprägt haben möchte oder nicht. Je länger belichtet wird, desto heller sind auch die Feuerwerkskörper. Man sollte es hierbei aber nicht übertreiben und das ganze Feuerwerk auf einem Bild einfangen wollen, denn dann wird das ziemlich hässlich.

Das Fotografieren eines Feuewerks ist an sich recht simpel, wenn man auf die oben genannten Punkte achtet. Zwar ist es oft sehr frustrierend, wenn das Feuerwerk an sich auch langweilig ist, aber es gibt sicherlich auch wieder andere. Man darf sich auch nicht entmutigen lassen, wenn man von einem Feuerwerk zurückkommt und nur wenige Bilder für gut empfindet. Der Ausschuss ist bei der Feuerwerksfotografie ziemlich hoch, da es viel mit Glück und Zufall zu tun hat.

Ich selbt war nach meinem ersten Feuerwerk sehr zufrieden und bin schon auf der Suche, wann das nächste in meiner Umgebung stattfinden wird.

Schach mit Nikon und Canon Objektiven

Welcher Kamerabesitzer kennt das nicht: der ewige Kampf zwischen Nikon und Canon. Egal ob unter Fotofreaks, in Foren oder auf Blogs, jeder wirbt für seine Marke, weil er diese am Besten findet und meistens findet er die andere Marke nicht annähernd so toll. Das soll auch jedem sein Recht sein, für das einzustehen, was er für gut befindet, so lange er das andere nicht zwingend schlecht redet. Einen allzugroßen Unterschied gibt es eigentlich nicht.

Die Leute von Lensrentals.com ziehen diesen Kampf auf eine ganz andere Art und Weise auf. Sie spielen mit den Objektiven von Canon und Nikon einfach Schach. Ist zwar ein etwas teureres Vergnügen, aber die Idee mit schwarz und weiß und den unterschiedlich großen Teleobjektiven ist schon irgendwie toll.

lenschess

(via fstoppers)