Schon lange hatte ich vor ein Foto vom Mond zu schießen. Ich hatte es letztes Jahr schon ein paar mal versucht, aber meistens hatte ich Pech und die Bilder waren unscharf oder der Mond war nicht voll da. Heute auf der Heimfahrt habe ich dann diesen herrlichen Vollmond gesehen (naja fast Vollmond) und da war es für mich klar, dass ich es heute wieder versuche.
Das Experiment und das Equipment:
Zunächst habe ich mich zu meinem Fotozeug begeben und alles zusammengesucht, was ich dachte ich brauche es vielleicht. Zuerst natürlich meine D90 und das 70-300 mm. Desweiteren habe ich mir noch mein Stativ geschnappt und den Fernauslöser. Das war für mich zunächst das wichtigste.
Fotografiert habe ich bei uns im Garten, da man hier schön auf den Mond gesehen hat und ich nicht erst wieder irgendwohin laufen bzw. fahren musste. Stativ aufgebaut, Kamera drauf und losfotografiert. Ich wollte unbedingt ein Bild vom Mond haben. Zumal wir heute keine klare Nacht haben und sich vor dem Mond noch diverse Wolken blicken ließen.
Nachdem ich meine ersten Bilder erstellt hatte, war mir klar, dass ich nicht beides gleichzeitig auf das Foto bekomme. Entweder ich belichte länger und habe meine Wolken drauf, dafür aber den Mond als glühende Kugel. Oder ich belichte kürzer und habe die Krater des Mondes drauf, aber keine Wolken.
Also habe ich mir gedacht, ich mache einfach zwei Bilder und lege diese im nachhinein übereinander. Dabei habe ich festgestellt, dass man sehr schnell sein muss, denn die Wolken und der Mond bewegen sich doch recht zugüg, wenn man mit einer langen Brennweite fotografiert. Bei bloßer Betrachtung mit dem Auge ist das gar nicht so festzustellen.
Das Ergebnis meines Experiments:

Mit ein bisschen Nacharbeit bei Kontrast und der Schärfe ist dann dieses Bild entstanden. Für mein erstes gelungenes Mondfoto bin ich schon sehr zufrieden. Meine zwei Ausgangsbilder waren dann die folgenden:


Tipps für die Fotografie des Mondes:
Ein paar Tipps möchte ich euch hier auf den Weg geben, bevor ihr euch auch auf Mondtour begebt, schließlich ist morgen ja Vollmond!
- Achtet darauf, dass keine stärkeren Lichtquellen um euch sind (z.B. Straßenlaternen). Das Licht dringt sonst auf euer Foto und ihr wundert euch dann, warum es nicht pechschwarz ist.
- Fotografiert mit einer Blende zwischen 11 und 16. Damit habe ich die besten Ergebnisse beim Mond erzielt. Die Konturen der Krater waren dadurch am besten sichtbar.
- Benutzt ein Stativ und wenn möglich einen Fernauslöser.
- Wenn eure Kamera Live-View bietet, dann zoomt so dass ihr den Mond sehen könnt und stellt manuell darauf scharf. Der Autofokus packt es hin und wieder nicht.
- Verwendet eine niedrige Iso-Zahl um eventuelles Rauschen zu vermeiden. Bei dem schwarzen Himmel fällt das ziemlich schnell auf.
- Um den Mond scharf zu bekommen solltet ihr eine möglichst kurze Verschlusszeit wählen. Ich habe die besten Ergebnisse zwischen 100s und 150s gemacht (je nach Blende und Umgebungslicht).
So, dass solls fürs erste auch schon gewesen sein. Mal schauen, wann ich das nächste Mal in den Genuss der Mondfotografie komme.
Habt ihr auch schonmal den Mond fotografiert? Was für Ergebnisse habt ihr dabei erzielt und welche Einstellungen habt ihr verwendet? Habt ihr weitere Tipps?
Mein Name ist Bernd und ich bin leidenschaftlicher Hobby-Fotograf. In den 342 Artikeln meines Blogs dreht sich alles um Fotografie, Apple und Design. Wenn dir mein Blog gefällt, abonniere doch meinen 


23.01.2011 um 09:53
Ein tolles Ergebnis, dass du da erzielt hast! Und danke für deine Tipps =) Ich habe schon einmal versucht den Mond zu fotografieren – er stand ziemlich tief und leuchtete wunderbar. Aber leider hatte ich noch weniger als keine Ahnung: Ich wusste nichts von Belichtungszeit und Blende, von ISO schon gar nichts – versuchte es freihand, und noch dazu die Straße vor mir mit drauf zu kriegen. Natürlich wurde das überhaupt nichts
Aber irgendwann versuche ich es noch einmal
Der Point.
23.01.2011 um 19:32
Schön, dass ich dir ein bisschen helfen konnte. Bin schon gespannt auf die ersten Ergebnisse deines nächsten Versuchs!