Wie ihr wisst, habe ich seit einiger Zeit vor ein Upgrade meines Blogs auf WordPress 3.0 durchzuführen. Dabei steht jedoch nicht nur das Upgrade an, sondern auch ein komplettes Re-Design meines Blogs. Warum ich ein neues Blog-Design haben wollte und mir die Gelegenheit des WordPress 3.0 Upgrade gerade gelegen kommt, habe ich bereits in 6 Gründen zusammengefasst.
Was bietet WordPress 3.0?
- Zuallererst sei hier das Multiblog-Feature genannt. Es ist nun möglich, mit einer WordPress-Installation mehrere Blogs zu betreuen und zwar alles über ein Backend. Bisher war dies über ein Plugin zwar auch möglich, aber der Komfort ist durch die Integration in WordPress natürlich größer. Ich selbst habe dieses Feature zwar noch nicht getestet, aber vielleicht werde ich es mir mal anschauen, wenn ich meinen Test-Blog auch über mein Standard-Backend betreiben will.
- Als zweite Neuerung hat die WordPress-Community nun endlich einmal ein neues Standardtheme “Twenty Ten” mitgeliefert. Das alte Kubrick-Theme war schon etwas in die Jahre gekommen und kaum ein Blogger hat es benutzt. Ich habe seit dem Release von WordPress 3.0 schon viele neue Facelifts von Blogs gesehen, die das Standardtheme benutzen. Warum diese Blogs das tun ist schnell erklärt: Es bedarf wenig Modifikationen im Quellcode selbst! Sehr viel des neuen Themes kann man direkt im WordPress-Backend ändern.
- Besonders interessant für Blogbetreiber, die mit dynamischen Sidebars arbeiten ist die Funktion, dass individuelle Menüs erstellt werden können. Diese können dann per Widget ganz einfach in die Sidebar eingefügt werden. Bisher war hierfür entweder ein Plugin oder ein Eingriff in den Code nötig. Bisher funktioniert diese Funktion jedoch nur für das Standard-Theme, ich denke aber dass bald Themes aus der Community folgen werden, die diese Funktion unterstützen.
- Auch das Backend von WordPress hat durch das Update ein neues Design verpasst bekommen. Statt den dunkleren Farben, ist nun ein neues Farb-Schema aufgetaucht, welches das Backend um einiges freundlicher macht. Das Backend lenkt dadurch nicht mehr so stark ab wie durch die dunkle Farbgebung. Ich finde das besonders positiv, da einem so mehr Konzentration auf das eigentliche eines Blogs gegeben wird: dem Text!
- Doch nicht nur die Farbgebung im Backend wurde angepasst. WordPress 3.0 bietet nun auch die Möglichkeit die Themes, wie auch die Plugins übersichtlich in einer Funktion upgraden zu können. Bisher mussten immer die entsprechenden Menüs angewählt werden. Diese Funktion ist definitiv ein großer Schritt, da es den Komfort der Bedienerfreundlichkeit stark erhöht.
- Bisher hatte jede Installation von WordPress automatisch den Standarduser “admin” nach der Installation. Dies wussten natürlich auch Hacker, welche so per Brute-Force-Attacke den Blog hacken konnten, sofern er nicht abgesichert war. Da dies bei sehr vielen Blogs jedoch der Fall ist (unter anderem in meinem Alten
) konnten so große Schäden entstehen. WordPress 3.0 bietet nun die Möglichkeit, vor der Installation einen eigenen Usernamen und Passwort zu vergeben. Dadurch ist schoneinmal etwas mehr Sicherheit nach der Bloginstallation vorhanden. Natürlich bedarf es auch noch weiterer Maßnahmen, doch immerhin ein Fortschritt. - Natürlich bringt so ein Update auch immer etwas schönes mit sich. Alte Bugfixes von früheren Releases wurden behoben und stören so nicht mehr. Trotzdem ist WordPress 3.0 nicht fehlerfrei. Es wird niemals ein fehlerfreies Programm geben, aber immerhin ist ersichtlich, dass die Community an der Verbesserung ihrer freien Blog-Software arbeitet!
Wie zu sehen ist, bietet WordPress 3.o eine Vielzahl von tollen Neuerungen. Da ich einige davon für mich nutzen wollte, gab es keinen anderen Weg als ein Update durchzuführen.
Das neue Blog-Design:
Meinen Blog wollte ich schon etwas länger umstrukturieren. Der bisherige Aufbau hat mir zwar grob gefallen, aber irgendwie war es nicht das, was ich längerfristig mit dem Blog machen wollte. Deshalb war es nötig ein neues Blog-Design zu erstellen. Doch einfacher gesagt als getan. Zuallererst war mal wieder ein bisschen Brainstorming angesagt, wie die Seiten und Kategorien im neuen Design aufgebaut werden sollen. Nach stundenlangem Hin und Her, habe ich mich dann auf eine Überlegung festgelegt. Da mit so einer Umstrukturierung der Kategorien und Seiten immer auch ein Problem mit den Permalinks und den in Google gelisteten Links einhergeht, wollte ich keine zu großen Änderungen durchführen. Wenn ihr euch durch die Kategorien bewegt, werdet ihr das auch sehen.
Die einzige neue Kategorie, die ich eingefügt habe, ist die Kategorie “Foto der Woche”. In dieser Kategorie werde ich, sofern möglich, jede Woche ein Bild von mir posten, welches mir in dieser Woche am Besten gefallen hat. Dadurch bin ich motiviert, jede Woche mehr zu fotografieren und mich auch mehr um den Blog zu kümmern.
Nun war es an der Reihe, mich für ein Themegrundgerüst zu entscheiden. Auf topwpthemes.com finden sich zahlreiche Themes für WordPress. Dort bin ich dann auch, nach etwas Recherche und ausprobieren der Themes, auf mein jetziges Theme aufmerksam geworden. Das Theme meines neuen Blog-Designs nennt sich “Zinfolio”. Es bietet eine Menge Möglichkeiten und gefällt mir persönlich besonders gut. Weshalb, dass folgt in den nächsten Abschnitten:
- Als erstes sei hier die Frontpage genannt. Mir gefällt der Slider am oberen Ende, in dem ein paar meiner Beiträge durchhuschen (in meinem Fall die Fotos der Woche). Zudem gefällt mir dieses bläuliche Design sehr, da es nicht ganz so schlicht ist wie weiß. Auch die Sidebar, welche auf der Frontpage anders ist als auf den anderen Seiten finde ich gelungen. Es ist etwas einladender und man möchte mehr erforschen. Zumindest finde ich das so!
- Das zweite ist die nun endlich auch in meinem Blog verfügbare Suchfunktion. In meinem alten Design hatte ich keine Möglichkeit den Besucher suchen zu lassen und das obwohl er ja ein Besucher ist
Dadurch hat nun jeder Leser meines Blogs die Möglichkeit nach Beiträgen zu suchen! - Die dritte Erweiterung in meinem neuen Blog-Design ist die Blogroll in der Sidebar. Das Theme ermöglicht es mir diese in eine Tab-Sidebar einzubauen, wo auch noch Tags und Archiv Platz finden. Durch die Blogroll möchte ich euch zeigen, welche Blogs ich so lese und die auch für euch vielleicht interessant sind. Zudem erhält der jeweilige Zielblog einen Link, was ihm vielleicht bei seinem Google-Pagerank weiterhilft
- Ebenfalls neu ist der Kalender in der Sidebar. Dadurch habt ihr eine Übersicht, wann ich meine Posts geschrieben habe und könnt direkt dorthin springen.
- Ein großer Pluspunkt dieses Blog-Designs gegenüber dem alten ist, dass ich nun auch die Möglichkeit anbieten kann, meine Beiträge per E-Mail zu abonnieren. Bisher war das Abonnement lediglich über RSS-Feed möglich. Nun habe ich eine weitere Möglichkeit neue Leute zu erreichen.
- Durch das Theme ist auch mein Schwerpunkt des Inhalts etwas geändert worden. Mein altes Blog-Design war eigentlich eher für einen Foto-Blog gedacht. Viele Bilder und auch auf der Startseite nur Bilder. Ich möchte in Zukunft meinen Schwerpunkt aber etwas mehr auf Texte und Inhalte legen. Ich finde es interessanter Blogs zu lesen, die mehr über Erfahrungen berichten oder tiefer in Themen vordringen, als Blogs, die lediglich Bilder beschreiben.
- Das neue Blog-Design ist zudem auch für mehr Browser kompatibel. Bisher hatte ich das Problem, dass in älteren IE Versionen meine Buttons im Header nicht korrekt angezeigt wurden. Mit dem Zinfolio-Theme habe ich bisher keine Probleme in einem Browser entdecken können.
Umfrage:
Jetzt aber genug der Worte. Nun möchte ich von euch wissen, wie euch mein neues Blog-Design gefällt. Neben dem Teilnehmen an der Umfrage, kann auch gerne kommentiert werden. Besonders, wenn dir etwas nicht gefällt würde ich es gerne wissen. Vielleicht lässt sich das ja noch anpassen. Ein perfektes Blog-Design ist schließlich eine lebenslange Aufgabe
[poll id="2"]
Mein Name ist Bernd und ich bin leidenschaftlicher Hobby-Fotograf. In den 342 Artikeln meines Blogs dreht sich alles um Fotografie, Apple und Design. Wenn dir mein Blog gefällt, abonniere doch meinen 


29.06.2010 um 20:09
Hi Bernd,
ich hatte mit “Zu Verbessern” gevoted. Ich finde das neue Theme ist irgendwie zu blau. Irgendwie fehlt mir da auch noch eine Struktur und eine klare Abtrennung. Es ist halt nur blau. Dazu kommt natürlich, dass deine Bilder auf weißen oder schwarten Hintergrund besser zur Geltung gekommen sind.
Was mit sehr gut gefällt ist, dass es ohne große Spielereien daher kommt und es schnell im Aufbau ist. Auch dein Logo ist sehr gut gelungen.
Viele Grüße
Thomas
29.06.2010 um 20:43
Ich finde es auch zu blau. Inhalt würde ich vom Header und Sidebars optisch abgrenzen. Es fehlt mir im Design, das es hier um Fotografie geht, sprich es fehlen die Fotos, auch gerne als Schmuckelement.
Und was du dringend verbessern musst, ist die Schriftgröße im Header und ind en Sidebars. Ich kann da nur wenig erkennen.
Daher habe ich auch in der Umfrage auf “Zu Verbessern, es hat ein paar Mankos” geklickt.
Gut finde ich die schnelle Ladezeit deines Blogs und das es übersichtlich, strukturiert ist.
29.06.2010 um 23:15
Danke für die Verbesserungstipps. Ich habe gleich mal ein bisschen mit der Abgrenzung gespielt. Weiß wirkt irgendwie schön schöner und die Bilder kommen wirklich klasse rüber.
Ob ich den blauen Hintergrund vllt. noch durch grau oder etwas dunkleres ersetzen sollte?
29.06.2010 um 23:17
Vielen Dank für die Tipps Jana. Die Abgrenzung habe ich jetzt schonmal etwas vorgenommen. Noch ist mir nichts besseres eingefallen. Die Schriftgröße habe ich auch etwas erhöht!
Das mit der Verbindung mit der Fotografie im Design selbst muss ich mir noch überlegen. Das einzige ist, dass jetzt auf der Startseite vor jedem Post ein kleines Thumbnail generiert wird, außer bei den Posts, die kein Bild haben.