Action Fotografie: Indy-Kart

Tatort: Indy-Kart Rennbahn Rottweil

Fotograf: Bernd Hoffmeier alias Ich

Tatbestand: Kartfahren Musikverein

Heute war ich das erste Mal als Fotograf auf einer Go-Kart Rennbahn. Der Musikverein Hondingen hat sich zu seinem allmonatlichen Freizeittreffen dieses Mal für das Kartfahren entschieden. Da ich das Fotografieren dem Kartfahren vorziehe, habe ich meine DSLR geschnappt und bin natürlich mitgegangen.

Indy-Kart: Fahrerlager

Das war die Gelegenheit für mich, endlich einmal wieder einen neuen Bereich in der Fotografie kennenzulernen. Wie die meisten wahrscheinlich wissen, ist seit dem Kauf meiner DSLR mein Interesse an fotografischen Themen, abseits von Landschaften, um einiges gestiegen. Eigentlich hatte ich ja vor dieses Jahr vermehrt auf Portrait-Fotografie zu setzen und dort Einblicke zu erhalten, aber bei den doch noch etwas eisigen Temperaturen, war die Action Fotografie glaube ich die bessere Wahl.

Als ich an der Bahn angekommen bin, hatte ich schon etwas Zweifel, dass die Bilder etwas werden. Ich hatte keinerlei Erfahrung mit Rennsport bzw. Action Fotografie und wusste gar nicht so recht, wie ich an die Sache rangehen sollte. Ich habe zwar ein paar Tipps in diversen Foren gefunden, aber Lesen und Anwenden ist dann doch zweierlei!

Indy-Kart: Wettkampf

Die Kartbahn liegt in einer alten Industriehalle in Rottweil und war von den Lichtbedingungen eher suboptimal zum Fotografieren. In den Tipps wurde immer ein lichtstarkes Zoom empfohlen und als ich die Beleuchtung dann sah, wusste ich auch weshalb. Ich hatte mein Standardzoom (18-105mm, f3.5-5.6) auf der Kamera und hoffte, dass es auch damit möglich ist vernünftige Bilder zu schießen. Nach ein paar Testbildern war ich dann doch sehr enttäuscht, denn meistens waren die Bilder unscharf, vor allem aber zu dunkel. Es wäre möglich gewesen bei einer ISO Einstellung von über 6400, aber diese Bilder sind bei der D90 leider etwas verrauscht. Ich musste also etwas dagegen unternehmen und zwar mit einer lichtstärkeren Optik. Da meine Ausrüstung allerdings kein lichtstarkes Zoom hergab, habe ich auf meine Festbrennweite (50mm f1.8) zurückgegriffen.

Indy-Kart: Roter Flitzer

Es war die richtige Entscheidung. Die Bilder wurden sehr hell, ich konnte eine schöne schnelle Verschlusszeit einstellen und das Rauschen hielt sich sehr in Grenzen. Ich war begeistert und schoss wild drauf los. Die Technik, die bei der Action Fotografie häufig zum Einsatz kommt, nennt sich „Mitzieher“. Das bedeutet so viel wie, dass man dem Objekt welches scharf sein soll einfach verfolgt. Bei einem fahrenden Kart ist dies natürlich das Kart und der Fahrer. Hier muss ich jetzt allerdings sagen, dass sich das alles leichter anhört, als es tatsächlich ist. Problem an der Sache ist, dass man sich erst einmal an die Geschwindigkeit der einzelnen Fahrer anpassen muss, um vernünftige Ergebnisse zu erzielen. Nach einer etwa 10-15 minütigen Einlaufphase hat dann aber alles gepasst.

Einstellungen der Kamera waren überwiegend:

  • Blende: 2.8
  • Verschlusszeit: 1/60s – 1/160s (je nach Geschwindigkeit des Fahrers)
  • ISO: 1600-3200

Indy Kart: Zieleinfahrt

Bei einigen Aufnahmen habe ich auch auf einen Blitz zurückgegriffen, was sehr schöne Effekte erzielte, aber auf Dauer nicht das war, was ich eigentlich wollte. Außerdem glaube ich, ist es für den Fahrer sehr störend, wenn der Blitz in seine Richtung feuert. Ich habe das zwar so gut es geht mit meiner Bouncecard vermieden, aber irgendwie war das Ergebnis nicht so wie ich es wollte.

Nachteil der ganzen Sache mit der Festbrennweite war, dass auf den Bildern fast immer der gleiche Ausschnitt zu sehen ist. Auf der Kartbahn war man etwas eingeschränkt mit dem Fuß-Zoom, aber ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen.

Wenn du noch mehr Bilder des Abends sehen willst, dann schau doch einfach in der Galerie vorbei. Dort sind sowohl Bilder des Musikvereins, als auch von anderen Fahrern zu sehen. Und falls du beim Durchschauen Lust auf das Fahren bekommst, dann schau doch einfach mal hier vorbei und nimm paar Freunde mit auf die Bahn.

Abschließend würden mich natürlich noch ein paar Sachen interessieren:

Wie gefallen dir die Bilder?

Hast du dich auch schon einmal an Action Fotografie versucht?

Hast du Tipps, was ich beim nächsten Mal besser machen könnte?

Projekt 52 – 12 – Verwandtschaft

Projekt 52: Verwandtschaft

Das Thema diese Woche hat Raupi ganz durcheinander gebracht. Er wusste gar nichts damit anzufangen. Verwandtschaft… sowas hat Raupi schon, nur ist das Problem, dass die meisten seiner Verwandten bereits entpuppte Raupen sind und für ihn somit außer Reichweite. Als er dann ganz traurig durch das Haus marschierte und sich schon dachte, dass er diese Woche kein Bild von sich und seiner Familie präsentieren könne, ist er auf seinen Vetter aufmerksam geworden. Dieser wohnt nicht allzuweit weg und Raupi dachte sich, den lade ich doch einmal ein. Gesagt, getan. Der Vetter kam schnell hinüber und ließ sich ohne murren ablichten. Er hatte aber glaube ich etwas Angst vor der Kamera, zumindest macht sein Gesicht so einen Eindruck 🙂

DIY: Bouncecard für Systemblitz

Bouncecard - 1

Heute bin ich nun endlich einmal dazu gekommen, mir eine Bouncecard für meinen Aufsteckblitz zu bauen. Die Idee bzw. den Gedanken dazu hatte ich schon seit längerem und auch das Material war vorhanden, nur die Zeit hat etwas gefehlt 🙂

Was eine Bouncecard ist, und wie ich auf den Bau meiner gekommen bin?

Einfach einmal hier vorbeischauen und Videos angucken.

Die Anleitung für den Bau dieser Bouncecard ist für jeglichen Aufsteckblitz geeignet. Einzige Voraussetzung ist, das der Kopf um 90° gedreht werden kann. Das ist notwendig, wenn du deine Bouncecard auch für Hochformat-Aufnahmen nutzen möchtest. Die Anleitung kann aber auch für Blitze verwendet werden, die den Kopf nicht drehen können. Dann sind Hochformat-Aufnahmen allerdings nicht mit der Bouncecard möglich!

Materialien:

  • 1 m Klettband (Beide Seiten, da eine Seite auf den Blitz kommt, die andere auf die Bouncecard)
  • Alternative zum Klettband: 1 Gummiband (wird der Blitz nicht beklebt mit Klettband)
  • 1 DIN A3 Blatt Moosgummi weiß
  • 1 DIN A3 Blatt Moosgummi schwarz

Vorgehensweise:

Wenn du dir die Videos zum Bau nicht anschauen möchtest, oder keine Lust auf englische Anleitungen hast, dann lies weiter!

Den weißen Moosgummi halbieren auf DIN A4 Größe. Diese Größe reicht locker aus für zwei Bouncecards. Größere Bouncecards sind nur sperriger und bringen nicht viel mehr. Auf dem DIN A4 Teil des Moosgummis dann die folgenden Linien einzeichnen und zuschneiden.

Bouncecard - 2

Ist dies erledigt, ist man im Prinzip schon fast fertig. Es fehlt dann noch das Klettband um die Bouncecard am Blitz zu befestigen. Einfach einen Streifen abschneiden und am unteren Bereich der Bouncecard festkleben. Danach kann die Bouncecard um den Blitz gewickelt werden.

Bouncecard - 3

Du wirst dich jetzt sicher fragen für was du den schwarzen Moosgummi gebraucht hast. Dieser ist nur notwendig, wenn du deine Bouncecard abschirmen möchtest. Es könnte ja sein, dass du auf einer Hochzeit oder Party fotografierst und keine Aufmerksamkeit auf dich ziehen willst von Gästen, die hinter dir und deinem Motiv stehen. Durch den weißen Moosgummi gerät immernoch Licht in den anderen Bereich des Raumes und Gäste könnten sich dadurch gestört fühlen.

Wenn du dem vorbeugen willst, dann nimm den schwarzen Moosgummi und halbiere ihn ebenso wie den weißen auf DIN A4. Dann schneide die grün markierte Fläche aus. Du siehst ich habe die Linien der weißen Bouncecard mit eingezeichnet, damit klar ist, wie es dann im Nachhinein aussehen wird. Die weiße Bouncecard wird von dem schwarzen (grüner Strich) Moosgummi verdeckt werden.

Bouncecard - 4

Damit die beiden Teile nun zusammenhalten, habe ich etwas doppelseitiges Klebeband verwendet. Es geht natürlich auch normaler Kleber. Durch die beiden Schichten von Moosgummi ist die Bouncecard zwar nicht mehr ganz so flexibel im hoch und runterklappen aber einmal angebracht, erfüllt sie ihren Zweck.

Zur Befestigung am Blitz wird auch hier wieder ein Teil des Klettbandes benötigt. Dieser muss nun etwas länger sein, da der Schwarze Moosgummi auch noch an dem Blitzkopf befestigt werden sollte.

Bouncecard - 5

Der Unterschied, zwischen den beiden Bouncecards beim Auslösen, sieht dann folgendermaßen aus:

Weiß:

Bouncecard - 6

Schwarz + weiß:

Bouncecard - 7

Für nichteinmal 5 € gibt es eine tolle Bouncecard, die die Schatten und auch die Ausleuchtung eurer Bilder um einiges verbessern kann. Ich selbst hatte noch keine Gelegenheit sie ausführlich zu testen, aber durch die ganzen Beispiele von Peter Gregg und auch weiteren Fotografen, bin ich überzeugt von der Leistung dieses kleinen Moosgummis.

Viel Spaß beim Nachbauen und Bouncen! Links zu euren damit erstellten Bildern sind gerne gesehen!

DIY: Fototisch bzw. StyroCube

Styrocube

Schon seit langem möchte ich auch einmal ein paar Produktfotos machen bzw. Stillleben vor weißem oder farbigem Hintergrund. Ich hatte einmal etwas provisorisches dafür von meinem Vater erhalten, aber das war nicht wirklich das was ich wollte. Es war zu klein und die Beleuchtung hat auch nicht wirklich gepasst.

Daniel alias Sypke hat auf seinem Blog einen tollen Beitrag geschrieben, wie man sich einen kleinen Fototisch mit wenigen Mitteln erstellen kann. Wobei „Tisch“ wohl eher das falsche Wort dafür ist. Es ist eher ein „Würfel“. Genaueres zur Bauanleitung könnt ihr bei Daniel finden. Ich habe mir schnell so einen StyroCube nachgebaut und bin voll und ganz zufrieden, wie ihr den Ergebnissen entnehmen könnt.

Momentan besitze ich leider nur eine Lichtquelle, diese reicht allerdings für den Anfang locker aus. Der Blitz kann gegen alle Wände geworfen werden und spiegelt sich an jeder anderen wieder. Der gesamte Würfel wird also mit Licht erfüllt, was sehr weiche Schatten erzeugt. Interessant wäre es zu wissen, wie es ist, wenn von jeder Seite ein Blitz abgefeuert wird und wie dann die Ausleuchtung ist. Ich selbst kann das leider nicht ausprobieren, aber falls du Lust hast, kannst du es ja hier berichten.

Für meinen StyroCube habe ich geradeeinmal 7€ bezahlt und natürlich etwas Arbeitsaufwand in den Bau gesteckt. Ich bin zufrieden und kann diese DIY-Anleitung nur jedem ans Herz legen, der einmal Produktfotos machen und sich dafür nicht einen Fototisch kaufen möchte.

Einziges Manko des Würfels ist, dass wenn er einmal stabil verklebt wurde nicht mehr auseinandergebaut werden kann. Aber ich kann damit leben, da ich ihn sowieso nur zuhause einsetzen werde.

Der Cube:

Aufbau Styrocube

Das Ergebnis:

Styrocube: Ergebnis

Frühling bei den Enten

Flug einer Ente

Der Frühling ist da! Er ist nun auch im verschneiten Schwarzwald so richtig angekommen und erstrahlt in seiner vollen Schönheit. Da ich momentan in meiner Klausurzeit stecke, habe ich leider wenig Zeit mich um die Fotografie zu kümmern, nachdem ich mir heute allerdings den restlichen Stoff für die morgige Klausur eingehämmert habe, brauchte ich etwas Abwechslung.

Lange war ich am Überlegen, was ich denn nun machen könnte. Für Landschaftsfotos war es mir etwas zu trist und auch zu früh und an Personen wage ich mich erst nach meiner Klausurzeit 🙂 Also blieb mir nicht vieles übrig und ich entschied mich für meine geliebten Enten in Donaueschingen.

Kaum dort angekommen, habe ich auch schon gemerkt, dass die Enten nicht mehr so faul sind wie im Winter. Sie flogen munter durch die Gegend und jagten sich über das gesamte Becken. Leider war ich oft etwas zu langsam bzw. konnte sie bei ihrem Flug nicht scharf genug erwischen, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Bei einem Bild hatte ich dann allerdings doch etwas Angst bekommen, als eine Ente geradewegs auf mich zuflog. Ich dachte, die will mich jetzt umbringen! Sie drehte dann allerdings rechtzeitig ab und brachte mir zwei schöne Schnappschüsse ein.

Entenflug

Schwan